Hammerfest: Über die Sherpatreppe auf den Tyven

Hammerfest (Norwegen). Hammerfest ist demnächst um eine Attraktion reicher. Der Weg zum Tyven-Gipfel 418 Meter über dem Meer bekommt eine Sherpatreppe. Problematische Stellen mit losen Steinen am steilen Hang gehören dann der Vergangenheit an. Die Steinsetzer aus Nepal haben gut zu tun: 80 Projekte in Norwegen hatten aufgrund der Einreiseregelungen warten müssen.

Blick vom Tyven Hammerfest

Blick vom Tyven Richtung Hammerfest. Foto Evgeniy Metyolkin/ Wikimedia, CC BY-SA 3.0,

Für die DNT-Abteilung Hammerfest og Omegn geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Mit Treppenstufen an den besonders schwierigen Stellen, so hoffen die Wanderfreunde, werden mehr Menschen den kurzen, aber steilen Aufstieg zum Tyven wagen. Gleichzeitig wird die Natur geschont, weil die Leute die sichere Treppe nutzen, statt auf der Suche nach Halt den Boden zu beschädigen. „Wir tun dies, damit die Leute gerne in Hammerfest leben“, so der Vorsitzende zu NRK. Touren gehen sei auch ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Insgesamt sollen es 700 Stufen auf der etwa drei Kilometer langen Strecke werden. Die Alternativstrecke über einen Fahrweg ist sehr viel länger.  Oben hat die Gruppe bereits eine architektonisch ansprechende Tageshütte errichtet, die zum Renner unter den Bewohnern von Hammerfest geworden ist.  Die ungewöhnliche eiförmige Konstruktion aus nachhaltigen Materialien, in ehrenamtlicher Arbeit vorbereitet, erhielt auch überregional Aufmerksamkeit. Dasselbe Modell steht auch auf dem nahen Storfjell.

Schon 200 Sherpatreppen in Norwegen

Sherpatreppen gibt es bereits an vielen Orten Norwegens, und immer mehr wollen die Fertigkeiten des nepalesischen Bergvolks für ihre Zwecke nutzen. In Hammerfest sind die Voraussetzungen günstig: Die notwendigen Steine gibt es vor Ort. Diese werden von den Sherpas ausgesucht und bearbeitet. Trotzdem wird die Treppe nicht mehr in dieser Saison fertig. Aufgrund der strengen Einreisebestimmungen im Frühsommer konnten die Steinsetzer erst jetzt anreisen, die verbliebene Zeit vor dem Winter reicht nicht. Die Kosten von umgerechnet rund 270 000 Euro werden aus Privat- und Firmenspenden sowie staatlichen Zuschüssen gedeckt.

NRK zählt inzwischen 200 fertige Sherpatreppen in Norwegen  und 80, die geplant oder noch nicht fertiggestellt sind. Dazu zählt auf die letzte Etappe auf den Reinebringen bei Moskenes auf den Lofoten.

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