Der Buckellachs laicht jetzt auch auf Island

Island. Der pazifische Buckellachs hat es nun auch geschafft, sich auf Island anzusiedeln. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass im Fluss Botnsá Nachwuchs schwimmt und auf dem Weg ins Meer ist. Diese Lachsart wird in Nordnorwegen energisch bekämpft, gilt in Russland aber als guter Speisefisch. Darüber berichtete RÚV.

Buckellachs

Buckellachs, Bild gemeinfrei

Zum ersten Mal wurde der Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha) bereits 1960 auf Island gesehen. Seit 2015 ist er immer häufiger anzutreffen. Die Forscher nehmen an, dass er über Norwegen eingewandert ist. Der Fisch stammt eigentlich aus dem Pazifik, wurde aber einst auch in Nordwestrussland ausgesetzt, von wo aus er nach Norwegen wanderte. Auch in andere Regionen wurde er von Menschen gebracht, zum Beispiel in die großen Seen der USA.

Das isländische Meeresforschungsinstitut hat bestätigt, dass in der Botnsá Buckellachse gelaicht haben, Nachwuchs geschlüpft ist und überlebt hat. Er sei nun auf dem Weg zum Meer. Die Wissenschaftler untersuchen jetzt, wie ausgebreitet er schon ist, wie er sich auf Island verhält und welche Folgen er für die isländische Natur haben könnte. Isländische Wissenschaftler haben bereits beobachtet, wie Meerforellen-Smolt Buckellachs-Nachwuchs gefressen hat.  

Buckellachs in Norwegen unerwünscht

In Norwegen gilt der Buckellachs als unerwünscht. Man fürchtet, er könne dem einheimischen Atlantiklachs (Salmo salar) Plätze wegnehmen. Es war aber nicht gelungen, die Ausbreitung zu begrenzen. 2021 war ein Jahr, wo er besonders stark vertreten war und auch massenhaft abgefischt wurde, oft ohne eine adäquate Verwertung anschließend. Der Buckellachs ist schmackhaft in der Zeit, in der er den Fluss hinaufwandert. Doch er hat nur einen zweijährigen Rhythmus. Nach dem Laichen stirbt er.

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