Neue Bilder in der Galerie: Pyramiden

Der Berg, der dem Ort den Namen gab; Pyramiden

Spitzbergen ist außergewöhnlich in vieler Hinsicht. In Bezug auf die Natur,  aber auch in Bezug auf seine Siedlungsgeschichte und seine geopolitische Lage. Ein sehr spezieller Ort unter all den außergewöhnlichen ist die verlassene „sowjetische“ Bergbausiedlung Pyramiden. Zwar hat der russische Bergbaukonzern Trust Arktikugol dort inzwischen ein bisschen aufgeräumt und man kann nicht mehr einfach so ohne Guide in den Gebäuden herumlaufen. Der Kontrast zwischen der Umgebung und der Bebauung sowie die Einblicke in das damalige Leben sind trotzdem sehr interessant. Folgt mir dorthin in der neuen Galerie! Sie ist den ganzen Juni über zu sehen.

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Tierschutzorganisation meldet Missstände bei Hundesafaris

Finnland. Die finnische Tierschutzorganisation SEY bemängelt Missstände in der Schlittenhundebranche und veröffentlichte Videos von verletzten Tieren. Die Videos sollen 2024 und 2025 von (ehemaligen) Mitarbeitern und Kunden bei verschiedenen Farmen gedreht worden sein. Yle griff das Thema auf.

Person zerrt Hund durch den Schnee.

Screenshot aus dem Video von SEY.

Die Bilder, die Yle und SEY veröffentlicht haben, zeigen verletzte  Tiere, Haltung mit kurzer Kette und brutale Behandlung. Genaue Zahlen und die Unternehmen werden nicht genannt, Yle schreibt jedoch, die Namen seien der Redaktion bekannt.

Das Husky-Safari-Geschäft ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Über Missstände wird immer wieder einmal in den Medien berichtet. SEY bemängelt, dass praktisch jeder Hunderte von Hunden kaufen und eine Huskyfarm aufmachen könne, und fordert eine Genehmigungspflicht und strengere Kontrollen durch die Behörden.

Weitere Kritikpunkte sind unter anderem:

  • Verwendung von Hunden mit zu kurzem Fell in einer Region mit harten Wintern
  • Keine Kontrolle und keine Übersicht darüber, woher die Hunde eigentlich kommen
  • Mangelhafte tierärzliche Versorgung
  • Keine Beschäftigung der Hunde im Sommer
  • Fehlende Konzepte für die Zeit, in der die Hunde zu alt sind, um Schlitten zu ziehen

Unterschiede zwischen den Anbietern

Natürlich gebe es Unterschiede zwischen den Veranstaltern. Denjenigen, die gern eine Hundeschlittentour machen wollen, empfiehlt der Tierschutzverein unter anderem, nachzusehen, welches Bild von der Haltung der Tiere vermittelt wird – und ob überhaupt Bilder von der Haltung gezeigt werden. Man kann dort auch Missstände melden.

Laut Yle ermittelt die Polizei aktuell gegen eine kleinere Zahl von Schlittenhunde- Unternehmen: Es seien nicht viele Fälle, aber die einzelnen Fälle könnten umfangreich sein. 

Früherer, ausführlicher Artikel zum Thema:

Gastbeitrag: Die große Freiheit – Husky-Touren im hohen Norden

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Norwegen: Fast 3000 Münzen aus der Wikingerzeit entdeckt

Rena (Norwegen). Mit dem Metalldetektor auf den Acker gehen und den größten Münzschatz der Wikingerzeit in Norwegen entdecken – das klingt etwas phantastisch, ist aber genau so den Freunden Vegard Sørlie und Rune Sætre passiert. Die beiden fanden zunächst 19 offensichtlich alte Silbermünzen auf einem Acker bei Rena im Østerdalen, östlich von Lillehammer. Inzwischen sind dort fast 3000 Münzen, vor alle ausländische, aufgetaucht. Der Fund läuft nun unter dem Namen Mørstad-Schatz. Darüber berichtete auch NRK.

alte Münzen

Eine Handvoll der Münzen aus dem Schatz. Foto Florent Audy, Kulturhistorisk museum

Die beiden Schatzsucher, so lobt die Archäologin der Fylkeskommune Innlandet, May-Tove Smiseth, hätten alles richtig gemacht und seien sehr kooperativ gewesen.  Nach 19 Münzen hätten sie gestoppt und die Kommune informiert. So habe man den Fund auf bestmögliche Weise sichern können. Die Fylkeskommune Innlandet hält unter anderem Kurse ab, in denen das richtige Verhalten bei Funden gelehrt wird. Sørlie und Sætre hatten an einem davon teilgenommen.

Das ist der Mørstad-Schatz:

zwei Männer auf einem Acker

Die Finder des Schatzes, Vegard Sørlie (links) und Rune Sætre. Foto Anne Engesveen, Innlandet fylkeskommune

  • entdeckt von Vegard Sørlie und Rune Sætre am 10.April 2026 in Mørstad, Kommune Åmot
  • bis jetzt 2970 Metallmünzen, die in der Zeit um 1047 deponiert wurden. Das wäre zu Beginn der Regierungszeit von König Harald III Hardråde (1047 bis 1066)
  • Münzen aus verschiedenen Teilen Europas: deutsche, englische, dänische und norwegische
  • der bisher größte Münzfund aus der Wikingerzeit in der Geschichte Norwegens
  • befindet sich nun zur Untersuchung im kulturhistorischen Museum in Oslo, wo er untersucht wird

Am Fundort wird nach weiteren Münzen gesucht

Der Fundort wird noch weiter untersucht, auch mithilfe eines Georadars, um alle Münzen zu finden. Außenstehende sind nun allerdings vor Ort nicht erwünscht, damit die Fachleute ihre Arbeit machen können. Die Behörde für Denkmalschutz (Riksantikvaren) hat 1,2 Millionen NOK (110 000 Euro) für die Untersuchung des Schatzes bereitgestellt. Laut Professor Svein Gullbekk vom kulturhistorischen Museum ermögliche der Schatz Einblicke in die Münz- und Geldgeschichte der Region, wie es zuvor nicht möglich gewesen sei. 

Schatz versteckt und nicht abgeholt

Auffällig an dem Münzfund ist, dass sich alle Münzen in einer Tiefe von 20-30 Zentimetern befanden. Laut bisherigen Informationen stand dort nie ein Haus, lediglich der Acker wurde bewirtschaftet. Deshalb hegen die Archäologen die Theorie, dass der Schatz dort vergraben wurde, möglicherweise mit der Absicht, ihn später wieder zuholen, was nicht geschah.  

„Warum wurde der Münzschatz gerade hier auf Rena deponiert, und wer hat ihn dort deponiert? Könnte Harald Hardråde selbst etwas damit zu tun haben? Vielleicht können Archäologen uns nun die Fragen beantworten“, so Norwegens oberste Denkmalschützerin Hanna Geiran.

Frühere Artikel zum Thema:

Mit Metalldetektor Spange aus der Eisenzeit in Kemi gefunden

 

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Schweden: Regierung will Staat als AKW-Mehrheitseigner

Schweden. Es sind nur noch wenige Monate bis zu den nächsten Wahlen in Schweden am 23. September. Die aktuelle Regierung plant aber, bis dahin noch weiter die Weichen in Richtung neue Atomkraftwerke zu stellen. Dafür soll es ein neues Eigentums- und Finanzierungsmodell geben, in dem der Staat einen großen Anteil übernimmt – nicht nur beim Bau, sondern auch bei der Entsorgung. Die entsprechenden Summen sollen schon jetzt im Haushalt verankert werden. Darüber berichtete auch SVT.

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Doku „Trade Secret“: Eisbärenschutz nicht so gut wie gedacht

Norwegen/Kanada. Auf Spitzbergen leben Eisbären, doch Jagd auf sie ist in Norwegen nicht erlaubt.  Trotzdem kann man in Norwegen legal Eisbärenfelle kaufen – aus Kanada. Der Dokumentarfilm „Trade Secret“ von Abraham Joffe beschreibt, wie der löchrig der Schutzstatus von Eisbären weltweit tatsächlich ist, darin spielt auch ein Laden in Bergen eine Rolle. „Trade Secret“ hat seine Deutschlandpremiere demnächst auf der Doxumentale in Berlin  (27.5.-7.6.).

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MS Finnmarken wechselt wieder ins internationale Register NIS

Norwegen. Nach zwei Jahren im nationalen norwegischen Schiffsregister NOR flaggt Hurtigruten die MS Finnmarken erneut um. Das Schiff, das ab Hamburg bis zum Nordkap fährt, wird wieder in Norwegens internationales Schiffsregister NIS verschoben. Ursache ist, dass man unter gleichen Bedingungen mit den anderen internationalen Reedereien konkurrieren will. Darüber berichteten NRK und Fri Fagbevegelse.

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Schwedens neue Nachtzüge: Komfort, WLAN, Fahradmitnahme

Schweden. Der Vertrag für Schwedens neue Nachtzüge ist unterschrieben, meldet Trafikverket, und mehr Details sind nun bekannt. Sicher ist: Sie werden sehr anders sein als die alten Wagen, mit einigen dringend notwendigen Anpassungen an heutige Bedürfnisse, zum Beispiel WLAN und Fahrradmitnahme. Zu befürchten ist, dass sie im Gegenzug teurer werden. Die Züge sind für den Verkehr nach Nordschweden und Narvik bestimmt.

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Statnett beschränkt neuen Stromverbrauch in Nordnorwegen

Norwegen. Die Ankündigungen der norwegischen Stromnetz-Gesellschaft Statnett haben Nordnorwegen geschockt: Nördlich von Svartisen, also ungefähr nördlich des Polarkreises, wird es zunächst keine neuen Zusagen für größere Energielieferungen geben. In der Ostfinnmark wird die zur Verfügung stehende Summe für „gewöhnlichen Verbrauch“ sogar von 5 MW auf 1 MW gesenkt. Der Grund: Die Kapazitäten des Netzes reichen nicht für mehr. Abhilfe wird es erst ab etwa 2030 geben. Politiker und Wirtschaftsakteure sind entsetzt. Darüber berichtete unter anderem NRK.

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Neue Walfang-Diskussion auf Island – Saison noch unklar

Island. Das isländische Meeresforschungsinstitut hat seine Quote für den Walfang 2026 gesenkt: Maximal 150 Finnwale sollen gejagt werden dürfen. Tatsächlich hat Hvalur hf immer noch eine gültige Lizenz, auch wenn zurzeit unklar ist, ob sie in diesem Jahr genutzt werden soll. Die aktuelle Ministerin möchte den Walfang auch verbieten. Bis zu diesem Sommer wird das neue Gesetz allerdings nicht fertig. Darüber berichtete unter anderem RÚV.

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Rekord-frühes Tauwetter auf Spitzbergen

Spitzbergen (Norwegen). Die norwegischen Meteorologen posteten gestern zwei Satellitenbilder von Longyearbyen und Adventdalen auf Spitzbergen. Eins ist vom 4. April, da ist das Tal noch schneebedeckt. Eins ist vom 20. April. Da sind die tieferen Lagen dunkel. Svalbardposten zeigte Adventdalen gestern aus der Fußgängerperspektive. Viel ist nicht mehr übrig vom Schnee. Die Inselgruppe auf 78° Nord hat beispiellos warme Tage erlebt.

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