Tromsø-Brücke noch bis 1. November wegen Sanierung gesperrt

Tromsø (Norwegen). Wer in diesem Sommer Tromsø besucht hat, hat es gemerkt: Die Tromsø-Brücke ist komplett gesperrt. Zurzeit können nur Radfahrer und Fußgänger diese Brücke queren. Die 66 Jahre alte Brücke wird komplett saniert, außerdem der Radweg um einen halben Meter verbreitert. Der gesamte motorisierte Verkehr muss deshalb zurzeit durch den Tunnel gehen.  Ab dem 1. November soll die Brücke wieder für den motorisierten Verkehr geöffnet werden. Darüber berichtete auch NRK.

Tromsø-Brücke, vor der Sanierung

Die Arbeiten an der 1016 Meter langen Brücke laufen schon seit April. Schäden am Beton werden repariert, der Korrosionsschutz erneuert und Platten komplett ausgetauscht. Damit soll die Funktionsfähigkeit der Brücke auf viele weitere Jahre gesichert werden. Es soll auch eine neue Beleuchtung geben. Der Radweg auf der Nordseite wird von zwei Metern auf 2,5 Meter verbreitert – mehr gibt die Statik nicht her. Der Fußgängerweg auf der Südseite wird ebenfalls saniert. Die Arbeiten an den Geh- und Radwegen begannen an verschiedenen Seiten und sind inzwischen ungefähr bis zur Mitte gekommen. Radfahrer und Fußgänger können dabei weiterhin passieren. 

Mehr Radfahrer – breiterer Radweg

Als die Brücke gebaut wurde, hatte sie weder Fuß- noch Radweg. Diese wurden erst 1981 eingerichtet. Seit der Einführung von Maut (bompenger) in Tromsø 2023 nutzen noch mehr Leute als früher das Rad, um ins Stadtzentrum zu fahren. Laut Tenk Tromsø radeln heute im Sommer täglich durchschnittlich 1080 Personen über die Brücke, im Winter etwa 250. Um das Radfahren angenehmer und sicherer zu machen, wird der Radweg deshalb nun im Zuge der Sanierungsarbeiten verbreitert, soweit es die Brückenkonstruktion zulässt. 

Motorisierter Verkehr nur durch den Tromsøysund-Tunnel

Der gesamte motorisierte Verkehr vom Festland zum Zentrum auf Tromsøya muss deshalb aktuell durch den Tromsøysund-Tunnel (E8) laufen, auch der Busverkehr. Ab dem  17. August, zum Schulbeginn, fahre die Linienbusse aber zwischen 7 und 17 Uhr wieder über die Brücke, sowohl wochentags als auch am Wochenende. In den übrigen Zeiten müssen sie weiterhin den Weg durch den Tunnel nehmen. Die Brücke von Kvaløya zum Zentrum ist wie gewohnt zugänglich.

Früherer Artikel zum Thema:

Autofahren in Tromsø kostet jetzt Maut

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Spitzbergen: Rätsel um verstorbene Rentiere im besten Alter

Spitzbergen (Norwegen).  Eigentlich sollte es Rentieren auf Spitzbergen aktuell bestens gehen – Futter ist leicht zugänglich. Doch im Reindalen und Adventdalen wurden bisher 13 ohne ersichtlichen Grund verstorbene Rentiere  gefunden. Der Sysselmester fordert dazu auf, alle toten Rentiere zu melden. Darüber berichtete Svalbardposten.

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Schweden: Beerenpflückerin von Bär verletzt

Lycksele (Schweden). Die Blaubeeren und Moltebeeren sind reif, und bald auch Preiselbeeren. Aber was tun, wenn man beim Beerenpflücken im Wald von einem Bären überrascht wird? Was für die meisten zum Glück ein theoretisches Szenario bleibt, endete für eine Beerenpflückerin bei Lycksele mit einem Krankenhausaufenthalt. Warum es so ausging, scheint inzwischen geklärt: Die Frau soll zwischen die Bärin und ihr Junges geraten sein. Darüber berichtete unter anderem SVT.

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Island: Anti-Walfang-Aktivisten der „Bandero“ werden ausgewiesen

Reykjavík (Island). Vorige Woche wurde die „Bandero“, das Schiff der Anti-Walfang-Organisation Captain Paul Watson Foundation, von der isländischen Küstenwache festgesetzt. Alle 21 Crewmitglieder sollen nun ausgewiesen werden. Wie RÚV und mbl.is berichten, kann das allerdings dauern. Paul Watson war nicht selbst an Bord.

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Ein Jahr Ruhe auf Reykjanes – was jetzt, Grindavík?

Grindavík (Island). Vor einem Jahr endete der bisher letzte Vulkanausbruch auf Reykjanes. Nun soll die Schule wieder öffnen, und viele ehemalige Einwohner würden gerne in ihr früheres Haus zurückkehren. Doch hier erweist sich die staatliche Immobiliengesellschaft þorkatla, einst Retter in der Not, als Hindernis. Darüber berichteten RÚV und mbl.is.

Ort am Wasser aus der Luft, im Hintergrund schwarze Lavafelder

Luftaufnahme Grindavík, April 2025. Foto Steinninn/ Wikimedia, CC BY-SA 4.0

Grindavík war, wie berichtet, am 10. November 2023 im Zuge eines Magmaflusses und verheerender Erdbeben evakuiert worden. evakuiert worden. Es folgten neun Vulkanausbrüche schnell nacheinander. Nun ist die Situation auf Reykjanes seit einem Jahr unverändert ruhig – außer, dass sich in der Magmakammer unter dem Messpunkt Svartsengi inzwischen rund 30 Millione Kubikmeter Magma angesammelt haben. Ob, und wenn ja, wann und wie diese jemals an die Oberfläche kommen  werden, kann aktuell niemand sicher sagen. 

35 Häuser müssen abgerissen werden

Der Ort Grindavík wurde mehr durch die Erdbeben zerstört als durch Lava – lediglich im Januar 2024 öffnete sich eine Eruptionsspalte so nah am Ort, dass tatsächlich drei Häuser von der Lava verschlungen wurde. Das einzige Todesopfer dieser Ausbruchsserie war dagegen in eine der Erdspalten gestürzt, die sich nach den heftigen Erdbeben an vielen Stellen auftaten. Inzwischen sind immer mehr Spalten verfüllt und Schäden repariert worden. Doch insgesamt rund 35 Häuser müssen bzw.mussten abgerissen werden, weil sie auf einer Erdspalte standen. Aus diesen hatten die Bewohner nicht einmal Sachen abtransportieren dürfen. 

þorkatla kaufte rund 960 Immobilien in Grindavík

In der ersten Phase der Ausbruchsserie hatte sich niemand in Grindavík aufhalten dürfen, die Leute waren gezwungen, anderswo neu anzufangen. Deshalb waren viele froh, als die staatliche Immobiliengesellschaft  þorkatla eingerichtet wurde, die ihnen ihre Immobilien abkaufte, sodass sie die laufenden Kosten los waren und Kapital für einen Start anderswo besaßen. þorkatla kaufte rund 960 der insgesamt gut 1000 Immobilien im Ort . Dabei gab es von Anfang an die Idee eines Rückkaufrechts für den Fall, dass man doch wieder in Grindavík leben könnte.  

Neues Leben in Grindavík

Dieser Augenblick, so meint zumindest ein Teil der ehemaligen Grindavíker, ist längst gekommen. Betriebe, Geschäfte, Rettungsdienste und Rathaus sind wieder vor Ort – und Tourenabieter, die Gäste aus aller Welt durch den berühmt gewordenen Ort führen. Im Herbst sollen nun tatsächlich auch die Schule wieder starten. Doch für diejenigen, die ihre Immobilie an þorkatla  verkauft haben, ist es im Moment gar nicht möglich, wieder fest in Grindavík zu leben. 

Noch keine Regeln für Rückkauf

Magmaansammlung unter dem Messpunkt Svartsengi. Quelle Veðurstofa Íslands

Denn þorkatla bietet zwar allen ehemaligen Besitzern die Option, das Haus oder die Wohnung wieder zu nutzen, sofern diese zu denen gehören, die als sicher genug eingestuft wurden. Allerdings dürfen sie ab September nur noch zwölf Nächte im Monat dort verbringen. An einem Modell für den Rückkauf wird noch gearbeitet, diese Option gibt es also noch gar nicht. Wie ein Bewohner gegenüber Mbl.is berichtet, hätte die Schule im Herbst eigentlich für 50 Kinder öffnen sollen. Als die 12-Nächte Regel bekannt wurde, blieben nur noch 20 Kinder übrig. Die Gruppe der Grindavíker, die sich für den Wiederaufbau einsetzen, werfen der Regierung inzwischen vor, über þorkatla den Wiederaufbau zu verhindern.

Es gibt weiterhin ein Risiko

Nach der jüngsten Gefahrenkarte des isländischen Wetteramtes befindet sich Grindavík weiterhin in einer Zone mit „moderater“ Gefahr. Das höchste Risiko beschränkt sich auf die Kraterreihe Sundhnúksgígur.

Frühere Artikel zum Thema:  

 

 

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Forschungsschiff fast ohne Eisbrechen bis zum Nordpol

Nordpol. Das norwegische Forschungsschiff „Kronprins Haakon“ war gerade am Nordpol. Der Weg dorthin war einfacher als erwartet, berichtet Expeditionsleiter Paul Todd: „Wir konnten meistens durch offenes Wasser um die Eisschollen herumfahren“. Eisbrechen sei kaum nötig gewesen. Deshalb war das Schiff auch vier Tage schneller am Nordpol als eigentlich geplant. Das meldete das Norwegische Polarinstitut.

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Sonnenfinsternis in Grönland mit Briefmarke und Kreuzfahrern

Grönland. Die grönländische Kommunikationsgesellschaft Tusass wird kommende Woche zur Sonnenfinsternis eine Sonderbriefmarke herausgeben. Gestaltet wurde sie von der Künstlerin Malene Guldager. Wie die Briefmarke aussieht, zeigte gestern schon Sermitsiaq. Die Sonnenfinsternis lockt außerdem Kreuzfahrer in den Scoresby Sund – so viele, dass schon vor Stau gewarnt wird.  

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Wenn der Permafrost weicht: Gefahrenanalyse für Longyearbyen

Spitzbergen (Norwegen). Die aufgetaute obere Schicht im Permafrost auf Spitzbergen ist schon jetzt tiefer als am Ende der Saison 2024, wo es 2,18 Meter waren. Das zeigen die Daten der Permafrost-Messstation auf dem Janssonhaugen. Bis zum Rekordwert des vergangenen Jahres fehlen noch etwa 10 Zentimeter. Diese Entwicklung wird auch Folgen für die Bebauung haben. Eine Forschergruppe mit Fachleuten verschiedener Institute erstellte dazu nun detaillierte Karten für Longyearbyen und Ny Ålesund, die der lokalen Verwaltung helfen sollen, sich auf zukünftige Ereignisse einzustellen. Die Ergebnisse des Projekts PermaRICH sind im Fram Forum und bei NRK zusammengefasst.

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Öl-Pläne Ostgrönland: Ausrüstung ohne Genehmigung transportiert

Nerlerit Inaat (Grönland). Diese Woche sind Teile der Ausrüstung für die geplanten Probebohrungen nach Öl in Nerlerit Inaat auf Nunap Qeqqa (Jameson Land) angekommen. Dabei hatten  die Ölgesellschaften keine Genehmigung für den Transport. Deshalb gab es scharfe Kritik vom grönländischen Ministerium für Rohstoffe. Es gibt auch noch keine Genehmigung für die Bohrungen. Darüber berichteten Danwatch, KNR und Sermitsiaq. 

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Neue Bilder in der Galerie: Trollfjord-Tour

Trollfjord. Foto Céline Lalubie

Manche Fjorde in Norwegen sind spannender zu befahren als andere. Dazu gehört sicher der Trollfjord, der etwa zwei  Kilometer lange Seitenarm des Raftsunds zwischen Lofoten und Vesterålen. Es lohnt sich natürlich schon vorher, die Augen offenzuhalten. Seht selbst auf den neuen Bildern in der Galerie, welche Küstenbewohner Céline Lalubie auf dem Weg dorthin traf …  

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