Transatlantik-Flughafen in Ilulissat soll am 29. Oktober eröffnen

Ilulissat (Grönland). Der Flughafen ist noch gar nicht fertig – aber ab sofort kann man Tickets für Direktflüge zwischen Kopenhagen und der grönländischen Welterbe-Stadt Ilulissat buchen. Die Eröffnung soll am 29. Oktober dieses Jahres stattfinden. Das kündigte Air Greenland an.

Ilulissat. Foto Thomas Christiansen

Nach Ilulissat kommt man bisher nur mit kleineren Maschinen und Umsteigen in Nuuk (früher in Kangerlussuaq). Ein Transatlantikflughafen dort soll bessere Verbindungen für das nördliche Grönland schaffen, nicht zuletzt für den Tourismus. So soll der Winterfahrplan 2026/2027 aussehen: 

  • Nach der Eröffnung wird es zunächst jeweils mittwochs einen direkten Flug zwischen Ilulissat und Kopenhagen geben.
  • Montags, dienstags, donnerstags und freitags gibt es eine Verbindung von Ilulissat über Nuuk nach Kopenhagen.
  • Um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel herum sowie vom 1. bis 27. März werden es zwei Direktflüge pro Woche sein, montags und mittwochs. 

Den Eröffnungsflug wird Air Greenlands „Tuukkaq“ durchführen, ein Airbus 330 neo. Danach wird Jettime übergangsweise mit einer Boeing 737-800 NG und Platz für 180 Passagiere zwischen Ilulissat und Kopenhagen fliegen, bis im Frühjahr 2027 Air Greenlands neues Flugzeug für diese Strecke geliefert wird, „Unaaq“, ein Airbus 320 neo.

Drei Flughafenbauten auf einmal: Nuuk, Ilulissat, Qaqortoq

Zukünftige Verbindungen von Air Greenland, wenn der Flughafen Ilulissat fertig ist. Grafik: Air Greenland

Erst seit Ende 2024 kann man überhaupt direkt von Kopenhagen in die grönländische Hauptstadt Nuuk fliegen. Das Mega-Projekt des doppelten Flughafenbaus – plus eines Regionalflughafens in Qaqortoq – wurde 2018 beschlossen. Es sollte dazu dienen, Grönland eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur zu geben, von der Einheimische, Geschäftsleute und Touristen profitieren sollten – weil die Flugzeuge direkt dorthin fliegen, wo die meisten Menschen leben. Möglich wurde dies nur mit Unterstützung Dänemarks. Der dänische Staat ist teils direkt an der Flughafengesellschaft beteiligt, teils bürgte er für Kredite. 

Wie Greenland Airports schreibt, konnte man beim Bau in Ilulissat von den Erfahrungen aus Nuuk profitieren. Landungsbahn und Gebäude sind dort auch schon fertig, nun wird an der Einrichtung und Ausrüstung gearbeitet.

Der Flughafen Nuuk hat noch nicht alle Hoffnungen erfüllt

Der neue Flughafen in Nuuk. Foto Greenland Airports

In Nuuk haben sich bisher noch nicht alle Hoffnungen erfüllt. Oft genug war der neue Flughafen Anlass für Negativ-Schlagzeilen. Zum einen handelte es dabei um wetterbedingte Absagen, da Nuuk weniger günstig liegt als das einst vom US-Militär platzierte Kangerlussuaq. Zum anderen gab es Probleme bei der Abfertigung. Immer noch gelten Beschränkungen in Bezug auf die Frequenz der Start und Landungen, dies soll durch den Einsatz von lokalen Fluglotsen verbessert werden. Auch sind die Reisen immer noch sehr teuer. 

In diesem Jahr sollen nun die beiden anderen Flughäfen des „Flughafen-Pakets“ eröffnen: Noch vor Ilulissat am 29. Oktober soll der Regionalflughafen in Qaqortoq in Südgrönland am 16. April in Betrieb genommen werden. Dort kann man bisher nur mit dem Hubschrauber landen.

Mehr zu Ilulissat und dem Welterbe Ilulissat Icefjord/ Kangia:

Eisfjordzentrum in Ilulissat hat eröffnet

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Schweden: Atomkraftwerk Oskarshamn 3 fällt bis Ende Mai aus

Oskarshamn (Schweden). Das Atomkraftwerk Oskarshamn 3 musste gestern wegen eines unerwarteten Fehlers heruntergefahren werden. Die Dichtheit der Ventile muss überprüft werden. Direkt danach steht die jährliche Wartung an. Deshalb wird das AKW voraussichtlich erst am 22. Mai wieder in Betrieb gehen. Darüber berichteten SR und SVT. 

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Russischer Atomeisbrecher Sibir arbeitet jetzt in der Ostsee

Ein ungewöhnlicher Gast ist in der Ostsee eingetroffen, und man kann seine Arbeit auf Marine Traffic und ähnlichen Diensten verfolgen: Der russische Atomeisbrecher Sibir, normalerweise in der Arktis unterwegs, bricht nun Eis im östlichen Finnischen Meerbusen. Auch der dieselelektrische Eisbrecher Murmansk, zuletzt in der Jenissei-Bucht unterwegs, ist dort eingetroffen. Darüber berichteten unter anderem gCaptain und der Barents Observer. 

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