Keine Lösung im Streit um Quoten für Wittling, Makrele und Hering

Nordatlantik. Vor sechs Jahren wurde das MSC-Siegel für Blauen Wittling, Nordatlantische Makrele und Atlanto-skandischen Hering aberkannt. Seitdem mühten sich betroffene Unternehmen im Rahmen der North Atlantic Pelagic Advocacy Group (NAPA) darum, die Zertifizierung wieder zurückzugewinnen. Das ist nicht geglückt: Die Fischereinationen – Norwegen, Island, die Färöer, UK und EU- konnten sich auf keine Aufteilung der von ICES festgelegten Gesamtquote einigen.

Fischerboote

Fischerboote in Bodø.

„Unsere Einschätzung ist eindeutig: Es handelt sich hierbei nicht mehr nur um eine Frage der Fischerei. Das Fehlen einer langfristigen Lösung stellt ein Versagen der internationalen Politik dar, dessen Folgen für das Wirtschaftswachstum, den Handel und die Ernährungssicherheit weit über die Fischereiindustrie hinausreichen werden“  – so formulierte es NAPA in seiner jüngsten Pressemitteilung. Ursache dafür, dass das Gütesiegel aberkannt wurde, war die Tatsache, dass die Anliegerstaaten nicht auf eine kooperative Lösung einigen konnten. Indem jedes Land an seinen eigenen Quoten festhielt, wurde immer wieder deutlich mehr gefischt, als ICES insgesamt festgelegt hatte.

Fisheries Improvement Projects für Blauen Wittling, Hering und Makrele

Nach dem Entzug des Siegels hatten die betroffenen Handelsunternehmen sich als NAPA zusammengetan und im Rahmen zweier sogenannter Fisheries Improvement Projects (FIP) den Prozess um Verbesserungen weitergeführt. Doch nach sechs Jahren hat die Organisation nun ihre Arbeit niedergelegt, da sich nichts bewegte.

Fischfutter für die Aquakultur

Bei den Fischarten geht es weniger um den direkten menschlichen Konsum. Sie werden alle auch als Zutat für das Futter in Lachsfarmen verwendet. So will zukünftig beispielsweise die einzige Firma für Fischmehl in Tórshavn auf den Färöer auf Blauen Wittling als Teil des Futters verzichten, weil er nicht mehr zertifiziert ist – noch gebe es allerdings Vorräte.

Früherer Artikel zum Thema:

Quote für Kabeljau in der Barentssee um 25 Prozent gesenkt

 

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Mit gelagertem Schnee: Skisaison in Levi und Ruka gestartet

Levi/Ruka (Finnland). Vielleicht ist der Blick aus dem Fenster gerade noch nicht wirklich winterlich – aber in Levi und Ruka hat schon mal die Skisaison begonnen. Für die ersten Pisten und Loipen wird gelagerter Schnee aus der vergangenen Saison genutzt. Darüber berichtete Yle. 

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Historische Kirche der Nordeuropäer in Südgrönland entdeckt

Grönland. Nicht weit entfernt vom Hof Erik des Roten in Südgrönland stehen die Ruinen einer bisher unbekannten nordischen Kirche. Das bekräftigte nun eine neue Ausgrabung, bei der ein Skelett – der dazugehörige Friedhof – gefunden wurde. Es handelt sich vermutlich um jene Kirche, die in mittelalterlichen Texten als „Kirkja undir Sólarfjöllum“, Kirche am Fuß der Sonnenberge, beschrieben ist. Das meldete die Universität Bergen.

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Finnland: 17-Jährige am Steuer – aber nicht nachts

Finnland.  Seit Monatsbeginn kann man auf finnischen Autos eine neue Markierung sehen: ein grün – gelbes Sechseck. Es bedeutet,  dass die Person am Steuer erst 17 ist. Diese dürfen zwar unter bestimmten Voraussetzungen schon fahren,  es gelten jedoch diverse Sonderregelungen. Darüber berichtete auch Yle.

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Weniger Meereis – Eisbären auf Spitzbergen jagen öfter Rentiere

Spitzbergen (Norwegen). Wenn es weniger Meereis gibt und Eisbären auf Spitzbergen mehr Zeit an Land verbringen – jagen sie dann öfter Rentiere, und wenn ja, wie? Dazu liegen inzwischen mehr Beobachtungen vor. Das Norwegische Polarinstitut berichtete jüngst über die vorliegenden Daten. Wer auf Spitzbergen unterwegs ist, wird auch weiterhin gebeten,  seine Beobachtungen dem Institut mitzuteilen.

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Die pan-arktische Musik-Vision lebt weiter

Färöer. Lust auf Klänge außerhalb des Mainstreams? Heute Abend startet die nächste Runde Pan-Arctic Vision, mit Künstlern aus neun Regionen rund um den Nordpol – und einem Special Guest. Das diesjährige Treffen der pan-arktischen Musiker findet in Tórshavn auf den Färöern statt und wird im Internet übertragen. Zu hören sind Folk aus Alaska, traditionelle Inuit-Musik aus Nunavut, Rap auf Färöisch, Liedkunst auf Meänkieli und Samisch und vieles mehr. Beginn ist um 20.30 Uhr MESZ. 

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Neue Bilder in der Galerie: Herbstreise

Salla

Der Herbst ist eingezogen im hohen Norden – und bevor alles weiß wird, gibt es noch einmal richtig Farbe. Wann wo welche Blätter fallen, ist allerdings durchaus unterschiedlich …  Folgt mir auf meiner Tour durch Nordfinnland bis über die Grenze nach Norwegen und in dessen äußerste nordöstliche Ecke – bis zur Barentssee. 

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Abschlussbericht der Wahrheitskommission in Schweden

Schweden. Die Wahrheitskommission für das samische Volk in Schweden hat gestern ihren Abschlussbericht an die noch amtierende Kulturministerin Parisa Liljestrand übergeben. Dazu gehören auch rund 300 Zeugnisse von Betroffenen, die ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus teilen. Die Regierung wird nun aufgefordert, sich im Namen des Staates zu entschuldigen. Da die aktuelle Regierung nur noch geschäftsführend im Amt ist, sind allerdings so schnell keine Aktionen zu erwarten. Darüber berichtete SVT.

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Schweden: Strömsundsbrücke beschädigt – E45 gesperrt

Strömsund (Schweden). Ein etwa 100 Tonnen schwerer Transporter hat in der Nacht versucht, die Strömsundsbrücke bei Strömsund in Jämtland zu queren und die Brücke dabei schwer beschädigt. Darüber berichtete unter anderem SVT. Das Fahrzeug hatte dafür eine Ausnahmegenehmigung,  eigentlich ist die Brücke nur für 74 Tonnen zugelassen. Doch das Gewicht war offenbar zu viel für die Brückenkonstruktion. Teile verschoben sich gegeneinander. Der Transporter steht weiterhin auf der Brücke, die nun komplett gesperrt ist. Nicht einmal Fußgänger dürfen darübergehen. Für die Ortsansässigen ist das ein riesiges Problem, denn auf die andere Seite zu kommen, bedeutet nun eine Strecke von etwa 40 Kilometern. Fernverkehr auf der E 45 kann den Umweg über Ulriksfors (345) nehmen.

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Palantir-Gründer Karp kauft 15 0000 Hektar Wald in Schweden

Schweden. Der US-amerikanische Tech-Milliardär und Palantir-Mitgründer Alex Karp hat 15 000 Hektar Grund in Härjedalen gekauft. Es soll sich dabei hauptsächlich um bergnahen Wald und Gebiete oberhalb der Baumgrenze handeln. Wer dahintersteckt, wurde erst bekannt, als örtliche Jäger ihr Jagdrecht verloren. Darüber berichtete zuerst Tidningen Härjedalen, dann auch größere Medien wie SVT.

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