Finnland/Schweden. Nach dem NATO-Beitritt Finnlands 2023 und Schwedens 2024 werden weiter Strukturen an der nordöstlichen Grenze des NATO-Gebiets aufgebaut. Neu gegründet sind die Forward Land Forces in Finnland (FLF Finland) mit einem Kommandostab im finnischen Rovaniemi und einigen Hundert Soldaten im schwedischen Boden. Diese sollen bei Bedarf in Finnland oder anderen Stellen der Nordkalotte eingesetzt werden. Das berichtet unter anderen das schwedische Militär, Försvarsmakten.
Finnland ist in diesem neuen Konstrukt die Gastgebernation und Schweden die Rahmennation. Damit setzt sich die frühere schwedisch-finnische Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung auf andere Weise fort. In Rovaniemi wird ein fester multinationaler Stab mit Offizieren aus Finnland, Schweden und Großbritannien aufgebaut. Dieser kann bei Bedarf auf die Brigade in Boden zurückgreifen. Laut der schwedischen Regierung sollen rund 600 Soldaten am Militärstandort Boden für die Aufgabe bereitstehen, deren Anzahl bei Bedarf verdoppelt werden kann. Leiter dieser neuen Gruppe ist Daniel Rydberg. Von Boden aus sind es gut 130 Kilometer bis zur finnischen Grenze bei Haparanda/Tornio.
Neunte FLF an der NATO-Ostgrenze
FLF Finland ist die neunte multinationale Truppe, die als Forward Land Forces an der Ostgrenze der NATO eingerichtet wurde. Die anderen befinden sich in Bulgarien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und der Slowakei.
NATO-Manöver Ramstein Flag 26
Gestern hat außerdem das NATO-Luftwaffenmanöver Ramstein Flag 26 begonnen, an der Streitkräfte aus 18 NATO-Ländern mit mehr als 200 Flugzeugen teilnehmen. Dabei soll ein Artikel-5-Szenario geübt werden. Gastgeber sind zum einen Spanien, zum anderen die vier nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.
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