Öl-Pläne Ostgrönland: Ausrüstung ohne Genehmigung transportiert

Nerlerit Inaat (Grönland). Diese Woche sind Teile der Ausrüstung für die geplanten Probebohrungen nach Öl in Nerlerit Inaat auf Nunap Qeqqa (Jameson Land) angekommen. Dabei hatten  die Ölgesellschaften keine Genehmigung für den Transport. Deshalb gab es scharfe Kritik vom grönländischen Ministerium für Rohstoffe. Es gibt auch noch keine Genehmigung für die Bohrungen. Darüber berichteten Danwatch, KNR und Sermitsiaq. 

Flughafen Nerlerit Inaat/ Constable Pynt. Foto Berland/ Wikimedia CC BY-SA 3.0

Die Aktion verstärkte den negativen Eindruck, den die Bewohner im nahen Ittoqqortoormiit bisher von den Ölgesellschaften haben. Vor kurzem gab es sogar eine Demonstration gegen die Öl-Pläne in dem 350-Einwohner-Ort. Der neue Direktor der Gesellschaft 80 Mile, die die Lizenz für die Ölbohrungen innehat, hat sich inzwischen entschuldigt – es sei lediglich geplant gewesen, das Material dort zu lagern. Dafür seien Flächen von Air Greenland in Nerlerit Inaat angemietet worden. 

Nerlerit Inaat (auch bekannt als Constable Pynt) ist lediglich ein Flughafen, einen Ort gibt es nicht. Der Flughafen wurde 1985 von der US-amerikanischen Ölfirma Atlantic Richfield Company angelegt, die auf Jameson Land Öl suchte. Diese Ölfirma wurde allerdings nicht fündig und verkaufte den Flughafen mit der 1000-Meter-Schotterpiste an Grönland. Der nächste Ort ist Ittoqqortoormiit, 45 Kilometer Luftlinie entfernt – dazwischen liegt ein Sund. 

Fracht aus Bergbauprojekt in Nordwestgrönland

80 Mile und Partner Greenland Energy Company hoffen auf mehr Erfolg bei der Ölsuche. 80 Mile hat Lizenzinhaber White Flame aufgekauft, die letzte Firma, die noch eine gültige Lizenz besitzt. Neue werden nicht ausgegeben. Bei dem Material, das nun in Nerlerit Inaat gelagert wurde, handelt es sich um Gerätschaften, die vom eingestellten Ilmenit-Abbau in Nordwestgrönland stammen. Ein Foto zeigt einen Pram mit mehreren Containern, einem Bagger und weiteren Fahrzeugen. Diese Fracht war im vergangenen Jahr mit behördlicher Erlaubnis bis Tasiilaq verschifft worden. Diese Erlaubnis war jedoch ausgelaufen. Es gibt auch noch keine Genehmigung für die Probebohrungen.

Verwarnung vom Ministerium

Das Ministerium für Rohstoffe sprach eine strenge Verwarnung aus und verwies darauf, dass weitere logistische Maßnahmen der Behörde vorher gemeldet und genehmigt werden müssen. Es wird allerdings von Restriktionen abgesehen, da die Verhältnisse in Nerlerit Inaat derzeit geordnet seien. 

Laut Danwatch sollen im September das Bohrrigg und 300 Container aus Kanada geliefert werden.

Früherer Artikel zum Thema:

 

 

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Neue Bilder in der Galerie: Trollfjord-Tour

Trollfjord. Foto Céline Lalubie

Manche Fjorde in Norwegen sind spannender zu befahren als andere. Dazu gehört sicher der Trollfjord, der etwa zwei  Kilometer lange Seitenarm des Raftsunds zwischen Lofoten und Vesterålen. Es lohnt sich natürlich schon vorher, die Augen offenzuhalten. Seht selbst auf den neuen Bildern in der Galerie, welche Küstenbewohner Céline Lalubie auf dem Weg dorthin traf …  

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Island: Watson-Schiff von Küstenwache geentert und festgesetzt

Island. Vor der isländischen Küste kam es in der Nacht zu Freitag zum Showdown zwischen der isländischen Küstenwache und den Anti-Walfang-Aktivisten der Paul-Watson-Foundation auf dem Schiff „Bandero“. Die „Bandero“-Crew hatte nach längerem Suchen das Walfangschiff „Hvalur 9“ ausfindig gemacht. Die „Hvalur 9“ fühlte sich bedoht. Letztendlich enterten Spezialkräfte die „Bandero“, nahmen der Kapitän fest und beorderten das Schiff in den Hafen von Reykjavík, wo es nun liegt. Darüber berichteten unter anderem RÚV und mbl.is. 

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Phase der Mitternachtssonne auf dem Festland vorbei

Nordkap (Norwegen) Heute ist der letzte Tag, an dem die Mitternachtssonne zumindest theoretisch vom Nordkap aus noch zu sehen ist. Damit ist die Phase der Mitternachtssonne auf dem europäischen Festland für dieses Jahr dann aber auch vorbei. Auf Spitzbergen und in Nordgrönland kann man sie allerdings noch drei Wochen länger sehen. 

Sonnenuntergang, Piteå

Am Nordkap gibt es Mitternachtssonne seit dem 11. Mai. Morgen wird sie dann erstmals wieder untergehen, zunächst nur für eine Stunde.

Nordkap-Webcam

Die Sommersonnwende ist nun fast sechs Wochen her, und das merkt man. Je nördlicher, desto schneller werden die Tage nun wieder kürzer. In Piteå sind es täglich sieben Minuten weniger, in Tromsø  das Doppelte. Trotzdem wird es noch etwas dauern, bis der Himmel nachts so dunkel ist, dass man wieder Nordlichter sehen kann – je südlicher, desto früher. In Piteå reicht es schon für den ersten Stern.

Am 12. August werden wir die Sonne auf andere Weise kurz verschwinden sehen:

Totale Sonnenfinsternis am 12. August – gut sichtbar in Europa

Tag- und Nachtgleiche am 23. September, 2.05 Uhr

Mit der Herbst-Tag- und Nachtgleiche, dieses Jahr am 23. September um 2.05 Uhr (Mitteleuropäische Sommerzeit), hat der hohe Norden dann seinen „Lichtvorsprung“ aufgebraucht. Tipp: In den Zeiten um die Tag- und Nachtgleichen sind Nordlichter oft besonders aktiv. 

Ende Oktober beginnt die Polarnacht auf Spitzbergen und in Nordgrönland

Auf Spitzbergen und in Nordgrönland, zum Beispiel in Qaanaaq, geht die Sonne noch bis zum 22. August nicht unter. Doch die Verhältnisse ändern sich schnell: Ende Oktober schafft es die Sonne dort dann schon gar nicht mehr über den Horizont.

Mehr zum Thema:

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Hunderte Nerze aus isländischer Pelzfarm freigelassen

Mosfellsbær (Island). Hunderte, möglicherweise Tausende Nerze sind in der Nacht zu Mittwoch aus Islands einziger Pelzfarm entflohen. Die Polizei geht davon aus, dass jemand dabei geholfen hat. Nerze gelten auf Island als invasive Art, die die einheimischen Vögel bedroht. Inzwischen wurden schon einige Hundert wieder eingefangen und getötet. Darüber berichtete unter anderem RÚV. 

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Gletscherschmelze: Zugang zum Sólheimajökull ein Risiko

Island. Das isländische Wetteramt warnt vor einem unsicheren Zugang zum Sólheimajökull. Hintergrund ist der Rückzug des Gletschers und ein dünn gewordener Eisrücken. Lokale Touranbieter haben schon Touren aus Sicherheitsgründen abgesagt und sind auf der Suche nach neuen, sichereren Routen. Die Situation wird beobachtet und ständig neu bewertet. Touristen werden eindringlich davor gewarnt, auf eigene Faust den unsicher gewordenen Zugang zu nutzen. Darüber berichtete unter anderem Iceland Review.

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13 Alvar-Aalto-Gebäude jetzt Weltkulturerbe

Finnland. 13 Bauwerke des finnischen Architekten Alvar Aalto sind nun UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurden bei der jüngsten Session der UNESCO in Busan, Korea, der Liste hinzugefügt. Aaltos Werke, so heißt es in der Beschreibung, „bringen eine menschenzentrierte, ortsspezifische und empathische Vision zum Ausdruck, die den Beitrag Finnlands zur modernen Architektur auszeichnet“. Darüber berichtete auch Yle. 

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Die beiden ältesten Reaktoren in Kola sollen ersetzt werden

Kola-Halbinsel (Russland). Die beiden ältesten Reaktoren des Atomkraftwerks Kola laufen seit mehr als 50 Jahren. Es sind die letzten des alten Reaktortyps WWER 440/230. Die russische Aufsichtsbehörde Rostechnadsor hat nun den Bau von zwei neuen Reaktoren in der Nähe genehmigt, die die beiden alten langfristig ersetzen sollen. Der Standort befindet sich gut 100 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt. Darüber berichtete auch der Barents Observer.

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Neuer Ölfund in der Barentssee

Norwegen. Die norwegische Sockelbehörde meldet einen neuen Ölfund in der Barentssee. Das entdeckte Vorkommen liegt im weiteren Umfeld der Johan-Castberg-Brunnen, etwa sechs Kilometer entfernt. Es umfasst  1,2 bis 1,7 Millionen Standardkubikmeter  ausbeutbare Ölequivalente, was etwa 7,6 bis 10,5 Millionen Barrel entspricht. Das ist an sich nicht beeindruckend – doch die bereits vorhandene Infrastruktur, das System um das Produktionsschiff Johan Castberg, könnte eine Ausbeutung interessant machen. 

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Fähren Herjolfur und Baldur wieder mit voller Kraft im Dienst

Island. Aufatmen in den Westfjorden und auf den Westmännerinseln: Alle Fähren fahren wieder dort, wo sie sollen, und im geplanten Takt. „Herjólfur“ verkehrt nach langgezogenen Reparaturarbeiten wieder mit voller Motorkraft zwischen Landeyahöfn und Heimaey. Ersatzfähre „Baldur“ hat ihren gewöhnlichen Dienst am Breiðafjörður wieder aufgenommen. Darüber berichtete unter anderem RÚV.

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