Levi will Sommerbesucher mit Schatzsuche anlocken

Levi (Finnland). Der Ort Levi in Finnisch Lappland ist vor allem für seine Wintersportmöglichkeiten bekannt. Nun hätte Levi jedoch auch im Sommer gerne mehr Gäste – und hat deshalb eine spezielle Marketing-Aktion gestartet: Es wird ein Goldbarren im Wert von 20 000 € in der Umgebung versteckt. Ab dem 18. Juni gibt es Hinweise auf dieses Versteck. Das Gold stammt von einer Goldmine in der Region. Abenteuerlust geweckt?

Berg mit weiß zugedecktem, länglichem Schneelager.

Nach dem Winter ist vor dem Winter: Schneelager in Levi.

Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass Leute des Goldes wegen nach Lappland kommen. 1868 wurde zum ersten Mal am Fluss Ivalojoki erfolgreich Gold gewaschen, was Finnlands ersten Goldrausch nach sich zog. Eine weitere Goldsucher-Phase gab es ab 1945 am Lemmenjoki. In Tankavaara gibt es heute ein Gold-Museum, das sich dieser Zeit widmet. Und Agnico Eagle in Kittilä, von der der versteckte Goldbarren stammt,  ist Europas größte Goldmine. 

Nur einer bekommt den Schatz

Die diesjährigen Goldsucher haben es vergleichsweise bequem: Sie müssen weder buddeln noch im Fluss stehen. „Der Preis ist so versteckt, dass man nicht graben oder das Gelände anderweitig beeinträchtigen muss“, heißt es in der Ankündigung. Die Teilnehmer sollen sich nur in zugelassenen Bereichen aufhalten und sich auf verantwortungsvolle Weise in der Natur bewegen. Es kann allerdings auch nur einer den Schatz finden bzw. einstecken. 

Den ganzen Sommer über neue Tipps

Wer teilnehmen will, meldet sich ab dem 18. Juni  im Visitor Centre in Levi an (Myllyjoentie 2) und erhält dann den ersten Tipp. „Zwar lässt sich der Preis nach jedem Hinweis finden, aber jeder neue Tipp, der bis Ende August herausgegeben wird, macht es leichter, das Versteck zu identifizieren“, heißt es in der Ankündigung. 

Augen öffnen für den Nord-Sommer

Visit Levi erhofft sich davon, dass die Goldsucher die Besonderheiten eines Sommers nördlich des Polarkreises zu schätzen lernen – der sehr anders ist als das, wofür Levi bisher bekannt ist. Zurzeit geht die Sonne dort nicht unter, erst Mitte Juli beginnt sie, täglich ein Stück länger und tiefer hinter den Horizont zu rutschen. „Die Hinweise führen die Teilnehmer über Wanderwege, Landmarken und lokale Angebote quer durch Levi und machen die Destination zu einem Teil des Erlebnisses“, heißt es in der Ankündigung.

Nähere Infos soll es auf der Website Midnight Sun Hunt geben – bisher ist dort aber noch nicht viel zu sehen. 

Mehr zu Gold aus Finnland:

Europas größte Gold-Grube soll noch mehr glänzen

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Vorbereitung auf die Sonnenfinsternis – mit Mobilnetz-Verstärkung

Island. Am 12. August wird eine Sonnenfinsternis stattfinden – und sie wird an der isländischen Westküste komplett zu sehen sein. Dazu werden zahlreiche Besucher auf der Insel erwartet, die in dieser Zeit höchstwahrscheinlich auch ihre Handys benutzen wollen. Wie das Ministerium für Infrastruktur nun meldete, wird daran gearbeitet, die Mobilfunknetze auszubauen, um dieser vorhersehbar außergewöhnlichen Belastung gerecht zu werden. Besonders aufwendig ist dies offenbar im Bereich des Vogelfelsens Látrabjarg. 

Erdkugel

Die Zone der totalen Verdunklung reicht von Ostgrönland über Westisland bis Spanien. Quelle Andreas Dill & Sævar Helgi Bragason für eclipse2026.is & icelandatnight.is

In Reykjavík wird der Mond am 12. August um 16.47 Uhr beginnen, sich vor die Sonne zu schieben. Die Phase der totalen Verdunklung wird dort eine Minute dauern, 17.48-17.49 Uhr. Danach wird es noch eine Stunde dauern, bis der Mond den Blick auf die Sonne wieder komplett freigegeben haben wird. An anderen Orten dauert die Phase der Verdunklung doppelt so lang, und die Sicht auf die Sonne ist vielleicht auch besser als in der Stadt. Die isländischen Behörden erwarten jedenfalls, dass sich sehr viel mehr Besucher als sonst an die isländischen Westküste begeben werden, wo der Mond die Sonne wirklich komplett verdunkeln wird. Und in den abgelegenen Regionen ist das Mobilnetz aktuell nicht auf solche Belastungen ausgelegt.

Wie das Ministerium mitteilt, bereiten die Mobilnetzfirmen verschiedene Maßnahmen vor, um die Netze auf den Halbinseln Reykjanes und Snæfellsnes zu stärken. Ein Problem gebe es jedoch bei Látrabjarg. Der spektakuläre Vogelfelsen am äußersten Zipfel der Westfjorde ist auch der Ort, wo es mit 2 Minuten und 13 Sekunden die längste totale Phase geben wird. Geplante Infrastrukturmaßnahmen dort wurden nicht so schnell umgesetzt wie erhofft. Die Abdeckung und Kapazität des Mobilnetzes dort soll deshalb speziell zur Sonnenfinsternis mit anderen Methoden verstärkt werden, die allerdings teurer sind. Dies sei wichtig, um Störungen vorzubeugen und die Kommunikationsmöglichkeiten auch für Notfälle sicherzustellen. 

Notfallnummer hat immer Vorrang

In diesem Zusammenhang weist das Ministerium darauf hin, dass die Notfallnummer 112 auf Island immer Vorrang vor anderen Nutzungen habe. Dennoch sei es wichtig, dass die Kapazitäten ausreichten, so die Regierung, um der Öffentlichkeit einen guten Service zu bieten und die Arbeit der Helfer zu erleichtern.

Infos zur Sonnenfinsternis

Zum Thema Sonnenfinsternis gibt es eine eigene Website des isländischen Wissenschaftsvermittlers und Sternenfreundes Sævar Helgi Bragason (isländisch: solmyrkvi2026.is/ englisch: eclipse2026.is). Er informiert ausführlich darüber, wo auf Island die totale Verdunklung zu erleben ist, und wer nicht selbst ein Auto mieten will, kann sich einer Tour anschließen, um aus der Stadt herauszukommen.

Früherer Artikel zum Thema:

Totale Sonnenfinsternis am 12. August – gut sichtbar in Europa

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Höhere Anforderungen für Einbürgerung – jetzt auch in Schweden

Schweden. Der 6. Juni ist Schwedens Nationaltag – als Feiertag relativ unspektakulär, verglichen mit Norwegens 17. Mai. Bedeutsam ist er aber oft für diejenigen, die neu die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten haben, denn viele Kommunen laden sie an diesem Tag zu einer Zeremonie ein. Diejenigen, die heute dabei sind, sind die Letzten nach dem alten Gesetz. Ab heute gelten strengere Kriterien. Auch die anderen nordischen Länder – und nicht nur die – haben die Hürden für die Einbürgerung in den vergangenen Jahren erhöht. 

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Arved Fuchs zu Tour nach Grönland und Kanada gestartet

Der Abenteurer und Polarfreund Arved Fuchs ist wieder unterwegs:  Bei seiner diesjährigen Ocean-Change-Expedition mit dem Haikutter „Dagmar Aaen“geht es über die Färöer,  Island und Grönland nach Kanada. Gestern startete er in Kiel. Andere dürfen daran gerne teilhaben: Man kann die Reise auf seiner Website und über verschiedene soziale Medien verfolgen. „Wir wollen Werbung für den Ozean machen“, so erklärt Fuchs die Mission.

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Nordatlantik-Abgeordnete kooperieren mit Mette Frederiksen

Dänemark/Grönland/Färöer. Mehr als zwei Monate nach der Wahl steht nun in Dänemark eine neue Regierung fest. Für ihre dritte Amtszeit sammelte Mette Frederiksen die Unterstützung von Parteien aus der Mitte und dem linken Spektrum – und auch von den vier Abgeordneten von den Nordatlantik-Inseln.  Diese wiederum sicherten sich Unterstützung für Projekte ihrer Länder wie Seekabel und Tunnelkredite. 

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Rekord-warmer Frühling in Norwegen, Schweden und Finnland

Finnland/Schweden/Norwegen. Die drei nordischen Länder erlebten ihren bisher wärmsten Frühling seit Beginn der Messungen, melden die jeweiligen Wetterinstitute. Auch Messstationen, die über mehr als 100 Jahre Aufzeichnungen verfügen,  verzeichneten neue Höchstwerte für den Temperaturdurchschnitt der Frühlingsmonate März bis Mai. Am auffälligsten war dabei der warme März, und die Veränderungen sind am größten in den nördlichen Landesteilen. 

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RDC fährt ab 1. September drei Mal wöchentlich nach Stockholm

Schweden. Wie geht es konkret weiter, wenn sich SJ Ende August vom Euronight Berlin-Stockholm verabschiedet? Das stellte das private deutsche Bahnunternehmen RDC nun vor: Montags und freitags wird man auch künftig ab Berlin nach Stockholm starten können, mittwochs nur ab Hamburg. Ab Stockholm fährt man dienstags, donnerstags und samstags. Fahrkarten für Reisen ab dem 1. September können ab sofort über ein neues Portal gekauft werden: nachtexpress.de

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Neue Bilder in der Galerie: Vesterålen im Mai

Nyksund. Foto Susanne Pardey

Dunkel wird es im hohen Norden nachts schon lange nicht mehr, trotzdem weicht der Winter nördlich des Polarkreises nur langsam. Je höher, desto länger hält sich der Schnee. Aber der Frühling kommt auch dort!  In der neuen Galerie: Fotos von Susanne Pardey von einer Tour auf die Vesterålen in Nordnorwegen – erst vor kurzem, im Mai 2026. 

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Grenzüberschreitendes Kupfer-Projekt wieder einen Schritt weiter

Schweden/Norwegen. Das grenzüberschreitende Bergbauprojekt am Stekenjokk und bei Røyrvik im Trøndelag ist wieder einen Schritt weiter: Die schwedische Regierung hat die Ablehnung der Bergbaubehörde aufgehoben und dem Stekenjokk-Teil des Projektes die Bearbeitungskonzession erteilt. Das meldete SVT. Das Konzept sieht vor, dass Kupfer und Zink an insgesamt vier Standorten abgebaut und bei Røyrvik angereichert werden. 

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Norwegische Kommunen dürfen ab 2027 „Besuchsbeitrag“ fordern

Norwegen. Ab 2027 kann Übernachten in Norwegen etwas teurer werden – je nachdem, wo, wann und wie man übernachtet. Ab dann dürfen besonders belastete Kommunen nämlich einen „Besuchsbeitrag“ von drei Prozent erheben. Varianten davon für Kreuzfahrtschiffe und für Spitzbergen sind noch in Arbeit. 

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