Citronenfjord (Grönland). Es soll das größte noch nicht ausgebeutete Zinkvorkommen sein. Es sollte 500 Arbeitsplätze schaffen und mit seinen Steuern die grönländische Staatskasse füllen. Aber so kam es nicht. Die Gesellschaft hinter dem Zinkprojekt im Citronenfjord in Nordgrönland hat das Projekt aufgegeben. Darüber berichtete KNR.

Der Citronenfjord liegt ganz im Norden von Grönland. Karte Uwe Dedering mit Natural Earth/ CC BY-SA 3.0, Markierung sel
Die Muttergesellschaft Ironbark Zinc Limited, heute Skylark Minerals, stammt aus Australien und hatte seit 2016 die Genehmigung, das Gebiet zu untersuchen. Das Zink- und Blei-Vorkommen befindet sich auf 83° Nord. Es gibt keine Infrastruktur, und ein Hafen zum Abtransport des Zinks könnte aufgrund des Eises immer nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden. Für die Untersuchungsarbeiten war ein Camp vor Ort angelegt worden. mithilfe einer Landebahn auf dem Eis. Der nächste Nachbar mit einer festen Landebahn ist die Station Nord, gut 250 Kilometer Luftlinie entfernt. Die Station hat einen militärische und eine wissenschaftliche Funktion.
Die grönländische Tochtergesellschaft Ironbark A/S hatte zwar einen Zuschuss der US-Export-Import-Bank in Aussicht, doch es fehlten weitere Geldgeber. Ende 2024 wurde der Verkauf an Almeera Ventures Limited in Dubau angekündigt. Nun wird das Projekt also komplett abgewickelt.
Logistik eine besondere Herausforderung
Die grönländische Ministererin für Bergbau, Naaja Nathanielsen, ist nicht überrascht über die Entwicklung: Es habe sich um ein Projekt gehandelt, bei dem die Logistik eine Herausforderung gewesen sei, sagte sie gegenüber KNR. Ob sich jemand Neues findet, der das Zink abbauen will, oder ob es im Boden bleibt, lasse sich aktuell nicht sagen.
Sie will daraus aber keine allgemeinen Schlüsse ziehen: Sie erlebe gerade ein großes Interesse an Bergbau in Grönland.
Früherer Artikel zum Thema Bergbau:
Bergbau Grönland: 2025 gab es drei neue Abbaulizenzen

