Strafen verhängt für Eisbärenstörung und Drohnenflug

Spitzbergen (Norwegen). Wer Tiere auf Spitzbergen stört oder gegen andere Richtlinien zum Verhalten in der Natur verstößt, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. So musste jüngst jemand 50 000 NOK zahlen, wer er mit dem Schiffshorn einen schlafenden Eisbären geweckt hatte. 12 000 NOK wurde für nicht genehmigtes Filmen mit einer Drohne fällig. Das meldete das Büro des Sysselmesters sowie Svalbardposten.

Dreieckiges SChild mit rotem Rand, darauf ein Eisbär.

Eisbären-Warnschild

Der Vorfall mit dem Eisbären spielte sich in der ersten Augusthälfte im Lomfjord in der Hinlopenstraße ab. Wie Svalbardposten nach Einsicht in die Dokumente berichtet, konnte die Crew einer Yacht von der Brücke aus einen schlafenden Eisbären an Land beobachten. Dieser lag auch immer noch da, als die Yacht nach einiger Zeit zurückkehrte. Das sei der Schiffsbesitzer, laut Svalbardposten ein Milliardär, auf die Brücke gekommen und habe das Schiffshorn betätigt, ohne dass ihn jemand stoppen konnte. Der Bär habe sich daraufhin aufgesetzt und sei etwa 100 Meter weiter gegangen. Die Crew habe dem Mann erklärt, dass dies nicht erlaubt sei. Später habe der Schiffseigner für sein Verhalten um Entschuldigung gebeten.

Hohe Strafe für Eisbärenstörung

Die Polizeijuristin des Sysselmesters verhängte deshalb eine Geldstrafe von 50 000 NOK, etwa 4630 Euro. Ausschlaggebend sei gewesen, dass die Störung mit Absicht ausgeführt wurde, und dass der Eisbär sich tatsächlich gestört gefühlt und den Ort gewechselt habe.  Die Strafe wurde akzeptiert und bezahlt. 

Drohnenfliegen im Nationalpark verboten

Der illegale Drohnenflug fand bereits im Juni in Trinityhamna im Magdalenefjord statt, das im Nationalpark Nordwest-Spitzbergen liegt. Der Film wurde auf sozialen Medien veröffentlicht. Die Nutzung von Drohnen in Nationalparks und Naturreservaten ist seit Anfang 2025 verboten, um die Tiere nicht zu stören. Der Sysselmester kann eine Ausnahmegenehmigung erteilen für Zwecke, die nicht nur einem Hobby dienen. Die  Person, die die Drohne geflogen hatte,  erhielt eine Geldstrafe von 12 000 NOK (etwa 1100 Euro) , die Drohne wurde beschlagnahmt. 

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Spitzbergen-Tourismus: Teure Rechtsverstöße

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Neue Zeiten auf der Bahnstrecke Berlin-Stockholm

Schweden. Die Ära des täglichen Nachtzugs zwischen Deutschland und Schweden ist zu Ende. SJ hat die Verbindung mit dem Ende des Augusts eingestellt. Wer trotzdem mit dem Zug nach Schweden reisen will, hat nun die Wahl zwischen den privaten Anbietern RDC – in vieler Hinsicht Erbe des SJ-Euronight – und Snälltåget. Das heißt: An manchen Tagen fahren zwei Nachtzüge, an anderen gar keiner. Ein Überblick.

Der erste RDC-Zug fährt von Stockholm ab. Foto RDC

Tatsächlich gibt es sogar drei durchgehende Verbindungen zwischen Deutschland und Schweden, wenn man Snälltågets Tagzug Hamburg-Stockholm mitzählt. Dieser fährt, zumindest nach aktuellem Stand, auch tatsächlich täglich. Allerdings braucht er auch mehr als 11 Stunden, und das ist ja eigentlich die ideale Strecke für einen Nachtzug.

  • Snälltåget Hamburg-Stockholm, Tagzug, täglich
  • Snälltåget Berlin-Stockholm, Nachtzug (Sitz- und Liegewagen, Liegewagen: private oder gemischte Abteile), saisonal, dh. in der Hauptsaison täglich, in der Nebensaison seltener und zwischen der 2. Januarwoche und Ostern voraussichtlich gar nicht. 
  • RDC Berlin/Hamburg-Stockholm, Nachtzug, (Sitz-, Liege- und Schlafwagen, private, gemischte und Damenabteile. Regelmäßiger Fahrplan: montags und freitags Berlin-Stockholm, mittwochs nur Hamburg-Stockholm, donnerstags und samstags Stockholm -Berlin, dienstags nur Stockholm-Hamburg. 

RDC -Wagen dieselben wie beim SJ-Euronight

RDC hatte auch bisher schon die Wagen für den SJ-Euronight gestellt, es handelt sich also um dieselben Wagen, nur mit neuer Aufschrift. Es sind ältere Wagen ohne Internet, man ist auf das Mobilnetz angewiesen. Auch Snälltågets Wagen sind älter. Snälltåget bietet grundsätzlich Internet an, die Qualität ist aber nicht sicher.  

Dauerproblem Baustellen

Ein Problem für alle Anbieter waren und sind die Baustellen. So resümiert SJ-Vertreter Christer Litzell gegenüber järnvägar.nu über die Zeit mit dem Nachtzugbetrieb: „Gab es keine Bahnarbeiten und Umleitungen in Schweden, gab es Bahnarbeiten und eingestellte Züge in Dänemark, und wenn es nicht unmöglich war, durch Dänemark zu kommen, dann gab es massenhaft Bahnarbeiten und gesperrte Strecken in Deutschland.“

SJ hatte das tägliche Angebot mit einem staatlichen Zuschuss für unwirtschaftliche Tage außerhalb der Saison betrieben. Dieser Zuschuss wurde jedoch nicht länger zu Verfügung gestellt. Deshalb hat SJ die Verbindung gestrichen.

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Spitzbergen: Sysselmester beschlagnahmt russisches Schiff

Spitzbergen (Norwegen). Der Sysselmester hat gestern Abend auf Anordnung des Amtsgerichts Nord Troms und Senja das russische Schiff  „Professor Moltschanow“ beschlagnahmt, das gerade vor Barentsburg liegt. Die ukrainische Gesellschaft Naftogaz hatte dies als Entschädigung für enteignete Vermögenswerte auf der Krim beantragt. Das meldete das Büro des Sysselmesters. Update: Russland wird gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Widerspruch einlegen.

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Inlandeis Grönland: 30 Jahr negative Gesamt-Massebilanz

Grönland. Die Gesamt-Massebilanz des grönländischen Inlandeises endete auch in der Saison 2025/2026 im Minus – und das zum 30. Mal in Folge. Der Eisverlust von rund 173 Milliarden Tonnen ist zwar nicht der größte in der zurückliegenden 30-Jahres-Periode, doch es bleibt eine konstante Tendenz zum Verlust. Das meldete das geologische Forschungsinstitut für Dänemark und Grönland, GEUS.

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Neue Bilder in der Galerie: Unterwegs zwischen Sommer und Herbst

Mäntyrova, Nationalpark Pallas-Yllästunturi. Foto Céline Lalubie

Die Sommer nördlich des Polarkreises sind kurz – das merkt man nicht nur daran, dass die Tage wieder kürzer werden. Die ersten Anzeichen des Herbstes können sich schon im August einschleichen. Wie auf der jüngsten Reise von Céline Lalubie, von der es ziemlich aktuelle Bilder in der neuen Galerie gibt: Nationalpark Lemmenjoki, Nationalpark Pallas-Yllästunturi (beides Finnland) sowie Nuolja (Schweden). Das Wetter war nicht optimal, aber es gab doch immer wieder etwas zu entdecken. Seht selbst!

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Markenschutz bleibt: Rovaniemi weiter „Weihnachtsmann-Stadt“

Rovaniemi (Finnland). Rovaniemi bleibt die „offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmannes“ , und kein anderer Ort darf damit werben. Das entschied nun das europäische Amt für geistiges Eigentum, EUIPO, wo dies als Handelsmarke eingetragen ist. Dagegen hatte ein niederländischer Journalist geklagt. Darüber berichtete Yle.

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Struktur des Narwal-Zahns entschlüsselt

Grönland. Warum sieht ein Narwal-Zahn aus, wie er aussieht? Mehr als einen Meter lang, gerade, aber helixartig gedreht? Diese Frage hat nun ein internationales und interdisziplinäres Team gelöst. Mithilfe von drei verschiedenen Teilchenbeschleunigern konnten die Wissenschaftler der Universitäten Aarhus, Chalmers (Göteborg) und Nuuk die Struktur eines solchen Zahns entschlüsseln. Dabei fanden sie unter der äußeren linksdrehenden Struktur noch eine weitere, gegenläufige.  Dazu erschien auch ein Artikel in Nature Communications.

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Island: Mehrheit gegen Verhandlungen mit der EU

Island in die EU?

Island. Eine Mehrheit der isländischen Wahlberechtigten hat gegen Verhandlungen mit der EU gestimmt: 52,8 Prozent waren dagegen, 47,2 Prozent dafür. Der Unterschied war damit größer als in den Prognosen. Die Zustimmung war am höchsten im Bereich Reykjavík, während außerhalb der Hauptstadt die Nein-Stimmen – teilweise sehr deutlich – überwogen.  (Quelle RÚV / mbl.is ) Die Wahlbeteiligung war dabei in allen Bezirken mehr als 80 Prozent. In den Bezirken mit überwiegend Nein-Stimmen war sie sogar höher als in Reykjavík.

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Extratouren mit Snälltåget nach Trondheim und Narvik

Schweden. Snälltåget baut sein Streckennetz aus – sowohl für reguläre Touren als auch für Sonderfahrten. Anfang September können Reisende dabei sein, wenn Snälltåget erstmals testweise über die frisch elektrifizierte Strecke von Schweden nach Trondheim rollt. Ende November kann man dann ausnahmsweise durchgehend von Malmö bis Narvik fahren – und nach drei Tagen wieder zurück.

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Der norwegische König Harald ist tot

König Harald und Königin Sonja bei der Kranzniederlegung im Juni 2025 in Longyearbyen, Spitzbergen

Norwegen. König Harald von Norwegen starb heute morgen um 6.35 Uhr im Rikshospital in Oslo. Er war bereits seit zehn Tagen im Krankenhaus, und das, was darüber nach außen kommuniziert wurde, hatte bereits angedeutet, dass es diesmal ernst sein könnte. König Harald wurde 89 Jahre alt und galt als eine integrative Persönlichkeit. Er war 35 Jahre lang Norwegens Staatsoberhaupt. Sein Nachfolger ist sein Sohn Haakon, der nun automatisch König geworden ist.

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