Der Skrei schwimmt jetzt lieber in die Finnmark – Verlierer Lofoten

Norwegen. Früher sprach man von „Lofotfiske“: Besonders vor den Lofoten füllten sich die Netze schnell, wenn der wandernde Barentssee-Kabeljau zur nordnorwegischen Küste kam, um dort zu laichen. Diesen Winter waren die Fänge vor den Lofoten jedoch ziemlich mager. Der Skrei, wie der Fisch auch genannt wird, tauchte stattdessen vor allem vor der Vest-Finnmark auf – nicht zum ersten Mal. Darüber berichteten NRK und High North News.

Gestell aus Holz, Menschen, die Fisch aufhängen

Aufhängen des Kabeljaus zum Lufttrocknen auf traditionelle Weise. Foto Anna Lena Bercht

Fischer von den Lofoten sprechen von einem Tiefpunkt, in nur zwölf Jahren sei der Kabeljaufang um 90 Prozent eingebrochen. Laut Norges Råfisklag kamen in dieser Saison im Bereich Lofoten/Salten nur 6880 Tonnen zusammen, was 30 Prozent weniger seien als im schon schlechten Vorjahr. Das hat nicht nur Folgen für die einzelnen Fischer, sondern auch für die Fischhändler an Land, die die Fänge normalerweise entgegennehmen, verarbeiten und verkaufen. Anders sieht es in der Vest-Finnmark aus: Auch dort erreicht man zwar nicht die guten Fänge von 2023, aber mit 22 610 Tonnen mehr als im Vorjahr. Troms liegt mit 15 950 Tonnen auf Vorjahresniveau.

Niedrigste Kabeljau-Quote seit 1991

Die Lofoten, über Jahrhunderte der Inbegriff des Fischreichtums, sind nun auf der Verliererseite von zwei Entwicklungen: Zum einen ist der Kabeljaubestand insgesamt in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft, weshalb auch die jüngste Quote von der gemeinsamen norwegisch-russischen Kommission erneut abgesenkt wurde. Insgesamt dürfen noch 285 000 Tonnen gefischt werden, die niedrigste Quote seit 1991. Zum anderen ist der Kabeljau, den es noch gibt, den Heringen in die Vest-Finnmark gefolgt. Deshalb treibt es auch viele Fischer zum „vinterfiske“ dorthin – umso mehr, weil die dortigen Annahmestellen besser zahlen sollen. 

Wird es dem Skrei vor den Lofoten zu warm?

Der Kabeljau hat die Lofoten einst reich gemacht. Die Gestelle, auf denen er traditionell getrocknen wird, prägen immer noch das Bild. Die von NRK Interviewten auf den Lofoten glauben daran, dass die Verhältnisse so sehr schwanken, dass es auch wieder besser werden könnte. In der Tat haben die Bestands- und Fangzahlen in der Vergangenheit immer geschwankt. Dass Hering und Kabeljau nördlich ziehen, passt aber zu den Prognosen der Fischereibiologen: Sie fürchten, dass es dem Skrei vor den Lofoten in Zukunft zu warm werden wird.

Mehr dazu 

Lofoten in 50 Jahren zu warm für den Skrei?

Außerdem: Forschung von Anna Lena Bercht zu den Lofoten im Klimawandel auf skandinavien.de  

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Schweden vergibt Auftrag für neue Nachtzüge an Talgo

Schweden. Die schwedische Verkehrsbehörde (Trafikverket) hat 91 neue Nachtzugwagen und zehn Loks für die Strecke Stockholm-Nordschweden bestellt. Wie SVT und SR berichten, sollen die neuen Züge von der spanischen Firma Talgo kommen, die die Ausschreibung gewonnen hat. Sie kosten zusammen 5,5 Milliarden SEK (500 Millionen Euro)  und sollen 2030 einsatzbereit sein. 

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Neue Bilder in der Galerie: Höga Kusten

Blick bergab auf ein Gewässer, auf dem noch etwas Eis liegt

Skuleberget Naturreservat, Höga Kusten. Foto Jan Steffen

Seit der letzten Eiszeit hat sich das Land um Örnsköldsvik an der schwedischen Ostküste herum um 286 Meter gehoben – am deutlichsten zu sehen am Skuleberg, der einst nur eine kleine Schäre war. Das ist die höchste postglaziale Landhebung weltweit. Selbst heute steigt das Land immer noch um etwa acht Millimeter pro Jahr nach oben. Deshalb ist Höga Kusten heute Weltnaturerbe. Jan Steffen aus Kiel besuchte Schwedens Hohe Küste im April 2025 – seht seine Bilder diesen Monat in der neuen Galerie.

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Billiger Essen in Schweden, billiger Tanken in Norwegen

Schweden/Norwegen. Ab heute ist in Schweden Essen und in Norwegen Tanken vorübergehend billiger, weil Steuern gesenkt bzw. Abgaben ausgesetzt wurden. Für Verbraucher ist dies in der aktuellen Situation selbstverständlich ein Grund zur Freude. Die beiden Maßnahmen haben allerdings einen unterschiedlichen Hintergrund.

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Neues Modell für Betrieb des Nachtzugs Stockholm-Narvik

Schweden. Die schwedische Verkehrsbehörde (Trafikverket) hat die Ausschreibung für den Nachtzugbetrieb nach Nordschweden und Narvik ab Dezember 2026 abgebrochen: Sämtliche Angebote lagen weit über den Vorstellungen von Trafikverket. Ein neues Modell soll nun her, bei dem die Betreibergesellschaft weniger Risiken selbst tragen muss. Alles soll besser werden, wenn 2030 die neuen Züge kommen. Darüber berichteten SVT und järnvägar.nu.

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Zwei vermutlich ukrainische Drohnen in Finnland abgestürzt

Kouvola (Finnland). Zwei ausländische Militärdrohnen stürzten gestern Vormittag in der Nähe von Kouvola in Südfinnland ab. Niemand wurde dabei verletzt. Eine der beiden Drohnen wurde bereits als ukrainisch identifiziert, bei der anderen wird es ebenfalls vermutet. Darüber berichtete Yle (finnisch, englisch, schwedisch). Finnische Politiker und Militärs gehen von einem Versehen aus. Die Ukraine hatte in der vergangenen Woche mehrfach Einrichtungen in den russischen Ostseehäfen Ust-Luga und Primorsk angegriffen, auch gestern. Update 19 Uhr: Die Ukraine hat sich bei Finnland entschuldigt.

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Umfrage zu sozialen Medien

Manche können nicht mehr ohne, andere wollen davon nichts wissen: „soziale Medien“. Diese Website ist bisher auf Facebook, Bluesky und präsent, ich poste dort jeweils die Links zum neuesten Artikel. Nun würde ich gerne wissen: Benutzt ihr eine oder mehrere Social-Media-Plattformen, und wenn ja, welche? Ihr könnt bis Montagabend abstimmen.

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Benutzt du soziale Medien, und wenn ja, welche?
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Verschütteter Skitourist nach drei Wochen tot geborgen

Norwegen/Schweden. Drei Wochen nach dem Lawinenunglück bei Narvik in Norwegen konnten Rettungsmannschaften gestern den umgekommenen französischen Skitouristen bergen. Bisher dahin war die Lawinengefahr im Fjell für eine Suche am Boden zu hoch gewesen. Erst am Mittwoch riss eine Lawine südlich von Riksgränsen in Schweden fünf Schneemobilfahrer mit sich, die allerdings gerettet werden konnten. Darüber berichteten NRK und SVT.  Die Behörden warnen Osterurlauber explizit vor der andauernden Lawinengefahr im Fjell. 

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Arktisches Meereis-Maximum ist erneut ein Minimum

Arktis. Das arktische Meereis-Maximum war nach jetzigem Stand am 15. März erreicht und so rekord-niedrig wie im Vorjahr. Das meldete nun das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) der US-Universität Colorado Boulder. Das Meereis-Maximum 2025 galt bisher als das kleinste überhaupt seit Beginn der Satellitenmessungen. Die eisbedeckte Fläche erstreckte sich über 14,29 Millionen Quadratkilometer, sogar knapp unter dem Wert von 2025 (14,31 Quadratkilometer). Der Unterschied zwischen den Jahren ist allerdings so gering, dass 2026 nicht als eigenständiger neuer (Negativ-) Rekord gilt.

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Färöer werden wieder konservativ

Färöer. Die Färinger haben wieder den Wechsel gewählt. Nach dreieinhalb Jahren Mitte-Links-Regierung haben diesmal die konservativen Parteien eine Mehrheit. Die Partei Fólkaflokkurin gewann ganze 7,8 Prozent dazu. Die sozialdemokratische Partei Javnaðarflokkurin verlor 7,7 Prozent. Darüber berichteten KVF und DR.

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