Schweden: Letzte Stimmen ausgezählt – der Vorsprung bleibt

Schweden. Gestern wurden die Briefwähler aus dem Ausland und verspätet gelieferte Frühwähler-Stimmzettel ausgezählt. Die allerletzten Ergebnisse kommen voraussichtlich erst heute Mittag – sechs Wahlbezirke fehlen noch. Am Ergebnis der Parlamentswahl in Schweden wird dies voraussichtlich nicht mehr viel ändern. Damit bleibt der Oppositionsblock mit drei Sitzen vor den bisherigen Regierungs- und Stützparteien. Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson dürfte also den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen – und das dürfte schwierig werden. 

Magdalena Andersson. Foto riksdagen.se

Während der Auszählung gestern wanderte ein Mandat zwischen den Parteien hin und her, bis es bei der Linkspartei hängen blieb, also in der aktuellen Opposition. Damit blieb es letztlich bei drei Sitzen Vorsprung für diese. Doch die Opposition ist kein geeinter Block, der nun mit einem gemeinsamen Ziel nach der Macht greift. Ideologisch und strategisch gibt es große Unterschiede. Die Linkspartei (8, 4%, „V“), die auch den größten Zuwachs bekam, will offiziell an der Regierung beteiligt werden. Aber die Zentrumspartei (7%) will keine Regierung zusammen mit „V“. Magdalena Andersson bräuchte aber beide – und die grüne Umweltpartei –  um eine ausreichende Mehrheit zu haben. 

Offizielles Wahlergebnis am Wochenende

Am Wochenende kann nun voraussichtlich das offizielle Wahlergebnis festgestellt werden. Am 28. September könnte dann der neue Riksdag erstmals zusammentreten,

So sieht das Wahlergebnis nun im Detail aus (in Klammern der Vergleich zu 2022 );

Bisherige Regierung und Kooperationspartner („Tidöparteien“):

  • Moderate (Moderaterna): 19,9 (+0,8)
  • Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna): 17,5 (-3)
  • Christdemokraten (Kristdemokraterna): 6,2 (+0,8)
  • Liberale (Liberalerna): 5,3 (+0,7)

Bisherige Opposition:

  • Sozialdemokraten (Socialdemokraterna): 28,0 (-2,3)
  • Linkspartei (Vänsterpartiet): 8,4 (+1,6)
  • Zentrumspartei (Centerpartiet): 7,0 (+0,3)
  • Grüne Umweltpartei (Miljöpartiet de gröna): 6,1 (+1)

Wahlbeteiligung: 84,3 %

(Quelle val.se)

In Mandaten:

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Islands erster Windpark jetzt in Betrieb

Island. Islands erster Windpark, Vaðölduver, wurde gestern in Betrieb genommen – bei schönstem Sonnenschein, aber wenig Wind. Von den insgesamt 28 Anlagen stehen bisher erst 14, die übrigen sollen im kommenden Jahr aufgestellt werden. Darüber berichtete RÚV und Betreiber Landsvirkjun selbst.

Windpark Vaðölduver, hier noch in der Bauphase. Foto Landsvirkjun

Landsvirkjun, der staatseigene Energieerzeuger Islands, sieht Windkraft als eine gute Ergänzung zu den bestehenden Wasserkraftwerken: Auf Island blase es vor allem im Winter stark, genau dann, wenn der Zufluss in die Speicherbecken aufgrund des Frosts am geringsten sei. Das trage auch dazu bei, dass die vorhandene Wasserkraft besser genutzt werden könne. Die Anlagen sind 150 Meter hoch und stehen südlich des Stausees Sultartangalón. Damit existieren bereits Überlandleitungen, die genutzt werden können. Für den Anschluss der Windkraftanlagen an das Netz wurde ein neues Umspannwerk gebaut. 

Großverbraucher Industrie

Neben Wasserkraft und Geothermie bekommt Island damit eine dritte regenerative Energiequelle. Es sind allerdings nicht die isländischen Haushalte, die so viel brauchen: 80 Prozent der isländischen Stromerzeugung werden von der wegen der günstigen Energiepreise dort angesiedelten Schwerindustrie genutzt, zum Beispiel den Aluhütten. 

Mit 150 Metern mögen die isländischen Anlagen im Vergleich zu den neuesten Modellen nicht sonderlich hoch sein – trotzdem war der Transport vom Hafen Þorlákshöfn 130 Kilometer ins Inland ein Riesenaufwand: Island bekommt seinen ersten Windpark: Vaðölduver

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Grönlands neuer Nationalpark heißt jetzt „Pilivik“

Grönland. Gestern wurde Grönlands neuer Nationalpark in Westgrönland offiziell eingeweiht und erhielt einen grönländischen Namen: „Pilivik“. Das meldete die Regierung. Der Park umfasst 22 000 Quadratkilometer zwischen Kangerlussuaq und der Disko-Bucht. Er ist weiterhin offen für die traditionelle Nutzung, mit Ausnahme einiger Gebiete zu bestimmten Zeiten. 

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Schweden: Drei Sitze entscheiden die Wahl

Schweden. Die Wähler haben sich entschieden – und der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson eine harte Nuss hinterlassen. Denn die Opposition hat theoretisch eine Mehrheit im Parlament, aber nach einer Auszählung von 94 Prozent nur von drei Sitzen. Und Anderssons potenzielle Partner sind sich untereinander nicht grün. Damit wurde der Wahlausgang so knapp wie erwartet mit 176 zu 173 Sitzen. Noch sind allerdings nicht alle Stimmen ausgezählt. (Stand 6.50 Uhr!)  

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Spitzbergen: Schmelzende Gletscher spülen Methan frei

Spitzbergen (Norwegen). Was passiert, wenn die Gletscher auf Spitzbergen abschmelzen? Dann fließt nicht nur Wasser ins Meer – sondern auch Methan. Das zeigte eine neue Untersuchung des iC3-Zentrums in Tromsø unter der Leitung von Gabrielle Kleber. Wie viel Methan freigesetzt wird, kommt dabei auf den Untergrund und die Beschaffenheit des Gletschers an. Das meldete das Institut iC3,Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.

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Morgen wird in Schweden gewählt – Umfragen sehen Patt

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Färöer. Der Berg Slættaratindur ist mit 880 Metern der höchste auf den Färöern – und er ist der nächste auf der Liste mit Gebührenpflicht. 200 DKK, rund 27 Euro werden dort für jeden über 15 Jahre fällig. Darüber berichtete KVF. Die Grundeigentümer begründen dies mit den Schäden durch die Nutzung und versprechen im Gegenzug Verbesserungen an der Infrastruktur. Seit Februar wird auf den Färöern außerdem eine Übernachtungsgebühr von 20 DKK pro Person erhoben , die ein ähnliches Ziel hat. 

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PISA-Schock im ganzen Norden

Die Schlagzeilen nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse lauteten in vielen Ländern erstaunlich gleich: Die Ergebnisse der 15-Jährigen von 2025 sind schlechter als die der 15-Jährigen von 2022, vor allem im Bereich Lesekompetenz. Das legt nahe, dass die Ursachen dafür Teil eines größeren Trends sind. In einigen Ländern sind die Abstürze aber stärker als in anderen. Besonders auffällig ist die Situation auf Island, das in den Bildungsergebnissen den nordischen Kollegen deutlich hinterherhinkt. 

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Spitzbergen: Passagiere der „Professor Moltschanow“ ausgeflogen

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