Finnmarksløpet 2026 startet mit Plusgraden und Schneeregen

Alta (Norwegen). Heute ab 12 Uhr starten in Alta die Teilnehmer der längsten Distanz des Finnmarksløpet, Europas längstem Schlittenhunderennen mit diesmal 1139 Kilometern. Die Bedingungen sind nicht optimal: Es sind Plusgrade und Schneeregen angesagt. Morgen starten die Teilnehmer auf den kürzeren Strecken. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Rennverlauf zu verfolgen. Das GPS-Tracking ist in diesem Jahr allerdings erstmals kostenpflichtig. Über das Rennen berichtet auch NRK.

Die Streckenführung der diesjährigen Auflage des Schlittenhunderennens unterscheidet sich etwas von den vergangenen Jahren. Karte Finnmarksløpet

„Man muss nehmen, was man kriegt. Es trifft alle gleich. Aber ich wünschte, es wären minus 20 Grad“, sagte Musher Harald Tunheim über das Wetter zu NRK. Er kommt selbst aus Alta, wo es einen vergleichsweise kalten Winter gab. Seine Hunde hätten einen dicken Pels. Nun fürchtet er, dass es den Hunden zu warm wird.

Milde Temperaturen haben auch Einfluss auf die Bodenverhältnisse auf der Strecke. Die Rennleitung ist vorbereitet: Man habe eine Mannschaft draußen, bei Bedarf könne die Trasse umgelegt werden. Auch im Jahr 2024 war es Anfang März ungewöhnlich warm, und viele brachen das Rennen aufgrund der ungünstigen Verhältnisse ab.

Diese drei Klassen gibt es beim Finnmarksløpet:

  • FL1200: In diesem Jahr sind es 1139 Kilometer, die Streckenführung ist etwas anderes als in den Vorjahren. Hier startet man mit 14 Hunden. In diesem Jahr sind es 19 Teilnehmer, weniger als in den Vorjahren.
  • FL600: 584 Kilometer, Start mit 8 Hunden. In diesem Jahr 50 Teilnehmer.
  • Junior: 199 Kilometer, Teilnahme ab 15 Jahren, Start mit 6 Hunden. In diesem Jahr 9 Teilnehmer.

Zwingerhusten geht in der Region um

Finnmarksløpet

Finnmarksløpet 2023: Steinar Kristensen auf der letzten Etappe. Foto Ottavio Tomasini

Neben den Wetterbedingungen macht den Tierärzten auch der Zwingerhusten Sorgen, der bei Hunden in der Region umging. Zwingerhusten ist eine ansteckende Atemwegserkrankung. Unter der hohen Belastung eines Langstreckenrennens könnten sich daraus ernsthafte Symptome entwickeln, so der Cheftierarzt zu NRK. Um die anderen Hunde zu schützen, darf kein Hund aus einem betroffenen Kennel teilnehmen bzw. die letzten Symptome müssen zehn Tage zurückliegen. Sechs Musher der FL600-Variante und eine Juniorin mussten ihre Teilnahme zurückziehen. 

Kranke und verletzte Hunde dürfen nicht mehr laufen

Erkrankt ein Hund unterwegs oder verletzt sich, gilt grundsätzlich die Regel, dass er im Schlitten bis zum nächsten Checkpunkt mitfahren muss. Dort kann er an das persönliche Unterstützerteam übergeben werden. Es gibt außerdem mehrere Tierarztkontrollen, um sicherzustellen, dass keine keine kranken oder verletzten Hunde im Gespann laufen.

Favoriten Harald Tunheim und Petter Karlsson 

Als Favoriten gelten der Norweger Harald Tunheim, der unter anderem im Vorjahr gewonnen hat und vor kurzem auch beim finnischen Gold Rush Run mit seinen Hunden siegte, und der Schwede Petter Karlsson, der auf der FL1200-Strecke schon vier Mal gewonnen hat, im vergangenen Jahr aber nicht dabei war. 

So lässt sich das Rennen verfolgen:

Mehr zum Thema:

Interview über die Erfahrungen eines früheren deutschen Teilnehmers:

Leidenschaft Schlittenhunderennen: Interview mit Bernhard Schuchert 

Bekannte Langdistanz-Schlittenhunderennen

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Doppelter Eissauna-Rekordbau in und bei Oulu

Oulu/Oulainen (Finnland). Wer hat die größte Eissauna? Auf diesen Titel im Guinness-Buch der Rekorde hatten es gleich zwei Projekte abgesehen, die nur 100 Kilometer voneinander entfernt entstanden und lange nichts voneinander wussten: Eins in Oulu und eins am See Piipsjärvi bei Oulainen. Die Oulu-Sauna besteht dabei aus den Eisblöcken, die aus dem Fluss gesägt wurden, um ein Becken für die Winterschwimmer-Weltmeisterschaft zu erhalten.  Darüber berichtete Yle, wo es auch Videos aus den Eissaunen gibt. 

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Auf Spitzbergen leben Menschen aus 66 Ländern

Spitzbergen (Norwegen). Auf Spitzbergen leben aktuell 2904 Menschen aus 66 Ländern, meldete das norwegische Statistikamt SSB. Davon haben 1598 die norwegische Staatsbürgerschaft. Ihr Anteil ist gegenüber dem Vorjahr nicht gestiegen. Das Ziel der norwegischen Regierung, Longyearbyen „norwegisch“ zu halten, scheint sich nicht so einfach zu erfüllen. Darüber berichtete auch Svalbardposten.

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Grönland: Wenn es dem Polardorsch zu warm wird

Grönland. Der Polardorsch, Boreogadus saida, ist für seinen Lebenszyklus von Eis und kaltem Wasser abhängig. Ein Forscherteam des grönländischen Naturinstituts (Pinngortitaleriffik) hat dessen Entwicklung vor West- und Ostgrönland in den vergangenen 30 Jahren verfolgt: Der Bestand schrumpft, und er zieht nach Norden. Diese Veränderung sei schneller geschehen als erwartet. Die Studie „Decline and northward shift in Arctic cod distribution associated with the changing climate around Greenland“ ist in Arctic Science erschienen. 

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Norwegen: Mehr Kontrolle beim Nordlichttourismus

Nordnorwegen. Die Nordlichtsaison hält noch ein paar Wochen an, dann wird es zu hell. Noch ein paar Wochen Saison auch für diejenigen, die die Suche nach dem faszinierenden Himmelslicht zu ihrem Geschäft gemacht haben. Seit Herbst kontrollieren Polizei und Aufsichtsbehörde in Nordnorwegen Akteure im Nordlichttourismus. 17 Personen aus Asien wurden bisher wegen fehlender Genehmigungen ausgewiesen. Darüber berichtete NRK.

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Neue Bilder in der Galerie: Kulturhauptstadt Oulu

Kauppahalli und Toripoliisi bei Nacht

Oulu in Finnland ist gerade eine der beiden europäischen Kulturhauptstädte und hat deshalb zurzeit besonders viele Veranstaltungen zu bieten. Außerdem ist es eine Stadt mit viel Wasser, das um diese Jahreszeit dick zugefroren ist, aber nicht alles. Aktuelle Fotos aus Oulu seht ihr diesen Monat in der neuen Galerie. 

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Island: Referendum zu EU spätestens 2027 – oder früher?

Island. Will Island jetzt schnell in die EU? Darüber schrieben jüngst mehrere internationale Medien. Fakt ist: In der Koalitionsvereinbarung ist festgelegt, dass es nicht später als 2027 eine Referendum zu dieser Frage in Island geben soll. Wie Premierministerin Kristrún Frostadóttir erklärte, gehe es aber nicht um eine Mitgliedschaft um jeden Preis. Islands besondere Lage müsse berücksichtigt werden. Darüber berichteten RÚV und mbl.is.

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Start-up Lyten hat Northvolt in Schweden übernommen

Skellefteå (Schweden). Das US-amerikanische Batterie-Start-up Lyten ist nun Eigentümer des einst viel größeren, aber gestrandeten Batterieriesen Northvolt in Schweden. Zum Kauf gehören sowohl die Fabrik in Skellefteå (Northvolt Ett) als auch die Forschungseinrichtung in Västerås. Das berichteten unter anderem SVT und Dagens Nyheter (DN). Die Northvolt-Anlage in Polen gehört Lyten bereits. Wie es mit dem deutschen Northvolt-Standort in Heide weitergeht, bleibt noch unklar.

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Island: Gletscher verloren in einem Jahr 15 Milliarden Tonnen Eis

Island. Die isländischen Gletscher haben im Gletscherjahr 2024/2025 rund 15 Milliarden Tonnen Eis verloren. Das zeigen die jüngsten Messungen. Damit scheinen die Gletscher wieder schneller abzuschmelzen als in der Periode 2012–2020. Die Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang mit den Meerwassertemperaturen südwestlich von Island. Darüber berichtete auch Vísir. Die isländische Tourismusorganisation (Ferðamálastofa) warnt Tourenanbieter vor neuen Spalten in den Gletschern.

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Färöer: Suðuroy-Tunnel beschlossen, Koalition zerbrochen

Färöer. Das färöische Parlament beschloss gestern mehrheitlich die Projektierung und Ausschreibung des Suðuroy-Tunnels – aber die Koalition ist darüber zerbrochen. Regierungschef Aksel V. Johannesen erklärte, es gebe kein Vertrauen mehr innerhalb der Koalition, und er rief vorzeitige Neuwahlen für den 26. März aus. Eigentlich wäre eine Wahl erst im Dezember wieder fällig gewesen. Darüber berichtete KVF. Nachtrag: Es gibt auch vorzeitige Neuwahlen zum dänischen Folketing, am 24. März.

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