Finnland: Sanna Marin, 34, ist neue Premierministerin

Sanna Marin

Sanna Marin. Foto Eduskunta.fi

Finnland. Das finnische Parlament hat die Sozialdemokratin Sanna Marin erwartungsgemäß zur neuen Premierministerin gewählt. Sie ist damit nicht nur die jüngste Regierungschefin jemals in Finnland, sondern aktuell auch die jüngste weltweit.  Sie kommt aus Tampere, hat ein Studium der Verwaltungswissenschaften mit dem Mastergrad abgeschlossen, ist verheiratet und hat eine knapp zweijährige Tochter. Sanna Marin erhielt alle Stimmen der anwesenden Koalitionspartner (Sozialdemokraten, Grüne, Linksbündnis, schwedische Volkspartei, Zentrum). Gegen sie stimmte die Opposition, (Wahre Finnen, Sammlungspartei und der Einzelvertreter von Liike Nyt), insgesamt 99 ja zu 70 nein. Zur Vorgeschichte des Wechsels siehe Wie geht es weiter nach der Regierungskrise in Finnland?

Weitere Veränderungen in der Regierung: Wirtschaftsministerin Katri Kulmuni, Vorsitzende des Zentrums, und Finanzminister Mika Lintilä, ebenfalls Zentrum, tauschen die Ministerämter.

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Krankenflüge-Krise in Norwegen – Folgen des Betreiberwechsels

Norwegen. Das Wort „Ambulansefly“ dürfte das sein, was in den vergangenen Tagen in den norwegischen Medien am häufigsten gebraucht wurde, vor allem in Nordnorwegen und gerne verbunden mit dem Wort „Krise“. Denn der neue Betreiber der Krankenflüge hatte nicht nur Anfangsschwierigkeiten – nach einem knappen halben Jahr ist die Situation schlimmer denn je. Darüber berichtete NRK.

Krankenflugzeug, Norwegen

In den dünn besiedelten Regionen Nordnorwegens sind die Wege zum nächsten Krankenhaus weit und zu Spezialisten manchmal noch weiter. Im Ernstfall kann der Landweg einfach zu lange dauern. Dafür gibt es Krankenflugzeuge und -hubschrauber, die über das staatliche Gesundheitssystem finanziert werden. Der Staat betreibt diesen Flugdienst aber nicht selbst, sondern  private Unternehmen. Nachdem die norwegische Lufttransport AS die Aufgabe offenbar jahrelang recht zufriedenstellend erledigt hatte, verlor sie bei der Ausschreibung des Flugzeug-Dienstes 2017  gegen Babcock Scandinavian AirAmbulance, in Schweden ansässige Tochterfirma der britischen Babcock.

Neuer Betreiber seit 1. Juli 2019

Den Piloten und dem technischen Personal wurde die Übernahme angeboten, es gab allerdings ein langes Feilschen um die Konditionen. Babcock versprach denselben guten Dienst, aber mit neuen Flugzeugen und für weniger Geld als der frühere Operateur. Nach einem knappen halben Jahr – die Übergabe war am 1. Juli 2019 – kann man festhalten, dass das nicht gelingt. Aktuell stehen vier von elf Flugzeugen mit einem unbekannten technischen Fehler am Boden. Die Gesellschaft versucht, die Lücken teilweise mit Maschinen aus Schweden zu füllen.  Davor waren es neben technischen Fehlern auch fehlende Piloten, die immer wieder Lücken in die Bereitschaft rissen.

Der Mangel in der Bereitschaft macht sich bemerkbar

NRK berichtete von einem Patienten aus der Finnmark, der 11,5 Stunden auf seinen Flug warten musste. Die Akutmedizinische Kommunikationszentrale in Tromsø zählte in den ersten fünf Monaten des neuen Operateurs 286 Verspätungen. Zuletzt meldeten Medien acht Verspätungen an einem Tag, und ein Patient brauchte 28 Stunden und 49 Minuten, bis er nach dem Anruf bei der Zentrale in Tromsø  im dortigen Universitätskrankenhaus eingeliefert wurde. Es sei nur eine Frage der Zeit, bevor das Leben koste, so der Oberarzt zu VG. Inzwischen wurde ein Krisenstab eingerichtet, und es gibt die ersten Forderungen nach einem Flugdienst in staatlicher Hand.

Das Risiko trägt der Patient

Staatlich finanzierte Dienste auszuschreiben und auf den günstigsten Anbieter zu setzen, ist kein ungewöhnliches Prinzip. Der günstigste ist aber nicht immer der beste. Babcock Scandinavian AirAmbulance betreibt auch Flugdienste in Schweden und Finnland und sollte zumindest ausreichend kompetent sein, wenn auch die Flugbedingungen in Norwegen vermutlich eine größere Herausforderung sind.  Es zeigt sich aber nun auf für die Patienten sehr unangenehme Weise, dass es doch ein hohes Risiko mit sich bringt, ein so sensibles System von heute auf morgen auszutauschen, inklusive aller Flugzeuge, und dass sich die Probleme auch sehr lange hinziehen. Babcocks Kostenberechnung dürfte angesichts der staatlichen und privaten Lückenfüller ohnehin längst hinfällig sein.

In diesen beiden Fällen stehen die Betreiberwechsel noch bevor:

Früherer Artikel zum Thema: Pilotenmangel: Krankenflieger-Krise in Nordnorwegen

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Wie geht es weiter nach der Regierungskrise in Finnland?

Finnland. Wie kam es eigentlich zu der Regierungskrise in Finnland und wie geht es nun weiter? Die erste Frage ist immer noch nicht offen beantwortet. Am Dienstag wird das finnische Parlament aber voraussichtlich eine Nachfolgerin für den zurückgetretenen Premierminister Antti Rinne wählen. Kandidatin ist die 34-jährige Sozialdemokratin Sanna Marin. Darüber berichteten Yle und Svenska Yle.

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Kunsthalle Göteborg zeigt Konflikte um die Landnutzung

Göteborg (Schweden). Wem gehört das Land? In der Kunsthalle Göteborg wurde gestern eine neue Ausstellung eröffnet, in der vier Künstler oder Kollektive aus ganz unterschiedlichen Regionen diese Frage behandeln: Anders Sunna (Sápmi/Schweden) mit Michiel Brouwer, Simon Gush (Südafrika), Otobong Nkanga (Nigeria/Namibia) und das kanadische Inuit-Filmkollektiv Isuma. Die Ausstellung ist bis zum 22. März zu sehen.

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Polfahrer Ousland/Horn: Nicht mehr allein im Eis

Arktis/Spitzbergen/Norwegen. Børge Ousland und Mike Horn sind nach ihrer Tour quer über das Polareis  auf dem Schiff „Lance“ angekommen. In Norwegen gab es inzwischen auch Kritik an der Berichterstattung über die beiden Polfahrer: Sie sei zu dramatisch (Update 8.12., 1.00 Uhr).

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Neues Leben für Kupfergrube am Stekenjokk?

Schweden/Norwegen. Die Technologien der Zukunft verlangen nach Kupfer. Davon könnte in Zukunft noch mehr aus Skandinavien kommen. Das Prospektierungsunternehmen Vilhelmina Minerals hat aktuell gute Chance, dass seine geplante Kupfergrube am Stekenjokk genehmigt wird.  Dort verläuft der bekannte „Vildmarksvägen“.

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Hafen in Tromsø wird für amerikanische Atom-U-Boote vorbereitet

Norwegen. Wo können amerikanische Atom-U-Boote anlegen, wenn sie im nördlichen Norwegen üben wollen? Bisher durften diese nur im norwegischen Flottenstützpunkt Haakonsvern bei Bergen festmachen. Doch nun wird ein Kai im Industriehafen Tønsnes bei Tromsø dafür ausgerüstet. Darüber berichtete High North News. Und bei Nordnorsk Debatt wird darüber heiß diskutiert.

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