Andøya (Norwegen). Die Polizei Nordland hat ein neues Zeitfenster für einen Start der Spectrum-Trägerrakete von Isar Aerospace angekündigt: Von heute bis Sonntag 21. Juni – möglicherweise schon heute. Dann werden Straßen an Land und auch das nahe Seegebiet vorübergehend gesperrt. Klappt der Start diesmal, wäre es die erste Orbitalrakete aus Europa im All.
Die Trägerrakete stand dieses Jahr schon zwei Mal bereit zum Liftoff. Das erste Mal wurde der Countdown abgebrochen, weil sich noch ein Boot in der Sicherheitszone befand. Durch die längere Wartezeit wurde der Treibstoff zu heiß, und es konnte also auch nicht später gestartet werden. Beim nächsten Versuch waren zwar alle Boote effektiver aus dem Seegebiet vor dem Raketenstartplatz verbannt worden, aber es wurde eine Leckage an einem Druckbehälter entdeckt.
Damit steht der der historische Meilenstein, der Start einer Orbitalrakete von Europa aus ins All, noch aus. Mehrere europäische Raketenstartplätze konkurrieren darum, unter anderem Esrange in Kiruna. Allerdings hat Andøya Space zurzeit die Nase vorn. Raketenstarts aus Europa sind in den Bereich des Machbaren gerückt, da die hinaufzuschießenden Satelliten inzwischen viel kleiner gebaut werden können. Damit können auch die Raketen kleiner ausfallen und der Start wird günstiger.
Sperrgebiete an Land und auf See
Um die Rakete ab Andøya zu starten, müssen allerdings die Wetterbedingungen stimmen. Möglicherweise passiert es bereits heute – siehe Youtubekanal unten, wo man ihn auch verfolgen kann. Üblicherweise findet der Start abends um 22 Uhr statt. Bereits ab 12 Uhr werden die Straßen in den Sicherheitsbereich abgesperrt. Bis um 1 Uhr nachts ist es nicht erlaubt, sich dort aufzuhalten. Das Seegebiet soll ab 19 Uhr geräumt und bis 23 Uhr nicht befahren werden.
Ein Hinweis an alle, die den Raketenstart aus der Toilette des Rastplatzes Bukkekjerka verfolgen wollten: Diese Toilette ist aus Sicherheitsgründen auf unbestimmte Zeit gesperrt.
Man kann den Start über Youtube verfolgen:






