Arktis. Das arktische Meereis-Maximum war nach jetzigem Stand am 15. März erreicht und so rekord-niedrig wie im Vorjahr. Das meldete nun das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) der US-Universität Colorado Boulder. Das Meereis-Maximum 2025 galt bisher als das kleinste überhaupt seit Beginn der Satellitenmessungen. Die eisbedeckte Fläche erstreckte sich über 14,29 Millionen Quadratkilometer, sogar knapp unter dem Wert von 2025 (14,31 Quadratkilometer). Der Unterschied zwischen den Jahren ist allerdings so gering, dass 2026 nicht als eigenständiger neuer (Negativ-) Rekord gilt.
Die jährliche Eisausdehnung ist von Wind und Wetter abhängig. Ein einzelner Wert sagt deshalb nicht so viel aus, eine Messserie wie die des NSIDC seit 1979 aber schon. Es ist einer der Dienste, die das Institut seit den Kürzungen zu Beginn von Donald Trumps Amtsantritt beibehalten hat. Andere Analysen und Veröffentlichungen mussten aus finanziellen Gründen eingestellt werden.
In der Vergangenheit durfte das NSIDC für die Überwachung des Meereises die Daten von Satelliten des US-Militärs nutzen. Das ist nicht mehr möglich. NSIDC nutzt deshalb inzwischen das japanischen JAXA-Radiometer, um aktuelle Meereisdaten zu erheben.
Das arktische Meereis ist nicht gleichmäßig geschrumpft. Bei einigen Regionen ist besonders wenig – zum Beispiel nördlich von Spitzbergen, in der nordöstlichen Barentssee und im Ochotskischen Meer.
Die geringe Eisausdehnung folgt auf einen Winter, der zwar auf dem europäischen Kontinent kalt, in der Arktis aber eher warm war, zum Beispiel in Westgrönland:
Januar 2026: Nuuk so warm wie Kopenhagen
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2025: Arktisches Meereis-Maximum neuer Negativ-Rekord




