Die Nordlichtsaison ist in Gang – aber Sonnenzyklus 25 flaut ab

Die Nordlichtsaison ist nun schon eine Weile in Gang und hat schöne Erlebnisse geliefert. Übermorgen wird erneut etwas stärkere Aktivität erwartet. Der Sonnenzyklus 25 hat seinen Höhepunkt allerdings hinter sich, und man muss damit rechnen, dass die Anzahl großer Ereignisse in den nächsten Jahren weiter abnimmt. 

Piteå, 30- Oktober 2026

Die Sonne wechselt ungefähr alle elf Jahre die Polarität ihres Magnetfelds. Wir auf der Erde merken das im Alltag nicht unbedingt. Je näher der Polwechsel rückt, desto wilder geht es aber auf der Sonne zu. Astrophysiker sehen dies an der Anzahl der Sonnenflecken – Zonen starker elektromagnetischer Aktivität, wo es auch zum Auswurf  von Plasma kommen kann. Davon kann man auf der Erde schon etwas merken, jedenfalls in den Polarregionen: Wenn diese Auswürfe als „Sonnenwind“ auf der Erde eintreffen, verursachen sie besonders starke Polarlichter.

Im Mai 2024, auf dem Höhepunkt des Sonnenzyklus 25, war der Sonnenwind so kräftig, dass sogar in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz Nordlicht zu sehen war – zu einer Zeit, in der es im hohen Norden schon zu hell war dafür. Nach der NASA-Statistik wurden im Mai 2024 174 Sonnenflecken registriert, im August 2024 der Spitzenwert von 216. 

Minimum voraussichtlich 2030

Inzwischen ist die Aktivität auf der Sonne etwas abgeflaut, auch wenn es immer noch einzelne starke Ereignisse gab und gibt.  In den vergangenen Monaten wurden aber deutlich weniger Sonnenflecken registriert als vorhergesagt – September (60,3 statt 87,6 ) und Oktober (45,7 statt 87,9) . Im Bereich des Polarlichtovals hat man trotzdem weiterhin gute Chancen, bei klarem Himmel auch etwas am Himmel zu sehen, mit unterschiedlicher Intensität. Weiter südlich dürfte es in den kommenden Jahren allerdings seltener werden. Das Minimum – die Phase mit den wenigsten Sonnenflecken – wird um das Jahr 2030 herum erwartet. Nehmen die Sonnenflecken dann wieder zu, gilt dies als Beginn eines neuen Zyklus.

Wenn der Weg zu weit ist:  Über Nordlicht-Webcams kann man zumindest einen Eindruck bekommen.

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Neue Bilder in der Galerie: Herbst in Troms, Norwegen

Sommarøy. Foto Céline Lalubie

Die Blätter sind runter und alles ist bereit für den ersten Schnee, aber noch ist es nicht soweit – eine gute Zeit für Wanderungen. Céline Lalubie war in der Region Troms unterwegs, von der Küste bis auf die Gipfel: Sommarøy, Nordtinden und Johanfjell. Die Bilder sind den ganzen November über in der neuen Galerie zu sehen.

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Gletscherschmelze: Harbardsbreen jetzt zweigeteilt

Norwegen. Auf Karten sieht der norwegische Gletscher Harbardsbreen noch aus, als handele es sich um ein zusammenhängendes Stück Eispanzer. Doch das ist nicht mehr die Realität. Wie die norwegische Wasser- und Energiebehörde (NVE) mitteilte, ist der im Fylke Vestland gelegene Gletscher diesen Sommer so weit abgeschmolzen, dass er inzwischen zweigeteilt ist. 

Harbardsbreen noch auf openstreetmap

Harbardsbreen galt bisher als der elftgrößte von Norwegens Gletschern und liegt in Breheimen, dem Gebiet zwischen Jostedalsbreen und Jotunheimen. 2019 hatte er noch eine Fläche von 22,6 Quadratkilometern. Seine Form auf der Karte ähnelt ein bisschen einem Dreieck mit Wolke. In diesem Sommer schmolz der Gletscher wieder ein Stück mehr, und auch die schmale Verbindung zwischen Dreieck und Wolke ist jetzt weg. Das zeigen deutlich die Satellitenaufnahmen von Copernicus vom Gletscher 2019 bis 2026, die in der Mitteilung von NVE als Serie zusammengestellt sind. Der Gletscher ist in zwei größere und einige kleinere Teile zerfallen. Der größte Teil ist etwa 14 Quadratkilometer groß.

„Wir müssen damit rechnen, dass weitere Gletscher geteilt werden, so Glaziologin Liss Marie Andreassen von NVE, und die Liste über (Festland-) Norwegens größte Gletscher müsse aktualisiert werden. 

NVE macht darauf aufmerksam, dass nicht nur am Harbardsbreen die Realität der Karte davongeeilt ist. Die Veränderungen könnten neue Passagen eröffnen, aber auch Gefahren mit sich bringen, zum Beispiel Eisstürze oder Gletscherläufe aus neuen Gletscherlagunen. 

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Finnlands nationale Nachrichtenagentur STT soll eingestellt werden

Finnland. Die finnische nationale Nachrichtenagentur STT hat angekündigt, Ende März sämtliche journalistischen Aktivitäten einzustellen. Seit September wird dort über Umstrukturierungen verhandelt – das ist das Ergebnis. Damit endet der Betrieb kurz vor den finnischen Parlamentswahlen am 18. April 2027. Internationale Medien müssen sich nach neuen Ansprechpartnern umsehen. Darüber berichtete auch Yle.

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Ab Januar „Besuchsbeitrag“ in Tromsø und Vågan

Norwegen. Das Gesetz zum sogenannten Besuchsbeitrag in Norwegen ist zwar schon seit Juni in Kraft. Aber erst jetzt wird klar, welche Kommunen diesen überhaupt kassieren dürfen. Tromsø, Vågan und Stranda haben dies beantragt und erhielten die Genehmigung dafür. Darüber berichtete NRK.

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Neuer Flughafen: Ilulissat jetzt auch direkt aus Europa erreichbar

Ilulissat (Grönland). Heute eröffnet Ilulissats neuer Flughafen, der auch für Transatlantikmaschinen nutzbar ist. Um 11.40 Ortszeit (14.40 MEZ) soll dort der erste Direktflug aus Kopenhagen aufsetzen und zwei Stunden später wieder dorthin abheben. Anfangs wird es nur wöchentliche Direktflüge nach Kopenhagen geben. Im Frühjahr soll der internationale Verkehr ausgeweitet werden.

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Malmbergets Museumsgebäude Kåkstan umgezogen

Malmberget (Schweden). Eine besondere Last war gestern auf dem Weg von Malmberget nach Gällivare: Kåkstan zieht um. Die Holzbaracken erinnern an die allererste Zeit der Grubensiedlung Malmberget, deren Zeit nun dem Ende zugeht. Aufgrund der Bergbauschäden wird Malmberget komplett geräumt, nur noch wenige Gebäude stehen dort. Darüber berichtete SVT.

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Internationale Aufmerksamkeit für finnisches Welpenfernsehen

Finnland. Ein Slow-TV-Programm aus Finnland gewinnt internationale Aufmerksamkeit: „Pentulive“, englisch „Puppy Live“, verfolgt die Entwicklung von sechs neugeborenen Hundewelpen rund um die Uhr. Anders als beim schwedischen Elchfernsehen sind die Protagonisten dabei garantiert immer im Bild, wenn auch oft schlafend. Das Programm ist noch bis Mitte Dezember bei Yle ohne Geoblocking zu verfolgen.

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Entschieden: Einer der Grubentürme Kirunas darf weg

Kiruna (Schweden). Die zwei alten Grubentürme in Kiruna sind charakteristische Landmarken des neuen Zentrums in Tuolluvaara. Die Kommune Kiruna möchte sie deshalb erhalten.  Die Bergbaufirma LKAB möchte allerdings einen abreißen, der ihr auch selbst gehört,  und die Fläche für den Wohnungsbau nutzen. Nun ist gerichtlich endgültig entschieden: LKAB darf den Turm abreißen. Darüber berichtete SVT.

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Norwegisch-russisches Fischereiabkommen 2027: Mehr Kabeljau

Norwegen/ Russland. Norwegen und Russland haben sich über die Fangquoten in der Barentssee 2027 geeinigt und ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Erstmals seit Langem darf danach wieder ein bisschen mehr Kabeljau gefischt werden, die Lodde dagegen muss weiter geschont werden. Das meldete die norwegische Regierung. 

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