Norwegen. Lichtblick für Angler in Nordnorwegen: In zwei Flüssen in Troms, Signaldalselva und Skibotnelva, dürfen diesen Sommer wieder begrenzt Lachse gefangen werden. Die Flüsse waren zuvor gegen den Parasiten Gyrodactylus salaris behandelt worden. Jølstra in Vestland wird dagegen wegen eines schwachen Lachsbestandes komplett gesperrt. Darüber berichtete NRK nach einer Mitteilung der Umweltbehörde.
Der Parasit Gyrodactylus salaris oder „Gyro“ befällt wilde Lachse und Regenbogenforellen in Flüssen. Er erreichte Norwegens Flüsse vermutlich über importierte Jungfische für durch Wasserkraft abgeriegelte Gewässer. Befallene Flüsse werden meist mit dem Insektizid Rotenon bekämpft. Gyrodactylus salaris ist nicht zu verwechseln mit der Lachslaus, Lepeophtheirus salmonis, die sich besonders gern im Gehege von Zuchtlachsen in Salzwasser ausbreitet.
Die meisten befallenen Flüsse in Norwegen sind inzwischen behandelt worden. Als letztes ist seit vergangenem Jahr das Drammen-Gebiet an der Reihe. Es dauert mehrere Jahre, bis der Parasit ausgerottet und der Fischbestand danach wieder gewachsen ist.
So sehen die Regelungen für die wieder freigegebenen Lachsflüsse aus:
Signaldalselva (Troms)
- Es dürfen Lachs, Forelle und Wandersaibling gefangen werden.
- Lachs und Forelle: 1. Juli – 31. August
- Wandersaibling: 1.-31. Juli
- Quote: 1 Fisch am Tag (unabhängig von der Art), maximal 5 pro Art pro Saison
- Der Angeltag endet, wenn ein Fisch getötet worden ist.
Skibotnelva (Troms)
- Es dürfen Lachs und Forelle gefangen werden.
- vom 1. Juli bis 31. August
- Tagesquote: 2 Lachse und 1 Forelle
- Saisonquote: 5 pro Art
- Totalquote für das Gewässersystem: 150 Lachse und 100 Forellen
- Es gibt auch Größenbeschränkungen, um den Großlachs zu schützen.
außerdem:
Leirelvvassdraget (Nordland)
- Es dürfen Forellen gefangen werden
- vom 1. Juli bis 31. August
- Tagesquote: 2 Fische pro Angler
- Saisonquote: maximal 10 Forellen
Schwacher Bestand in der Jølstra (Vestland) – Verbot
Der Fluss Jølstra in Sunnfjord fällt in der kommenden Saison komplett aus für alle, die dort Lachse oder Forellen fangen wollten. Schon jetzt ist bekannt, dass der Bestand so schlecht ist, dass er sich erst einmal wieder erholen muss.
Weitere Einschränkungen für den Lachsfang in Norwegens Flüssen kann es auch später noch geben, wenn zu wenige Fische zum Laichen zurückkehren.
Früherer Artikel zum Thema:
16 gesperrte Flüsse in Norwegen wieder für Lachsfang geöffnet


