Neue Bilder in der Galerie: Storforsen im Winter

Eiszähne Storforsen

Eiszähne im Storforsen

Der Winter war zu schnell vorbei? Im hohen Norden gibt es noch reichlich Schnee und Eis. Folgt mir in der neuen Galerie zum Storforsen, Schwedens größter (verbliebener) Stromschnellen Ende Februar. Diese Stromschnellen im Fluss Piteälv frieren nie komplett zu – aber ein bisschen Eis gibt es natürlich schon dort. Die Bilder sind bis Ende März zu sehen.

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Das Eis der Bottenwiek bricht wieder auf

Schweden/Finnland. Das Ostseeeis schrumpft wieder. Im Finnischen Meerbusen ist dies schon länger sichtbar, doch nun ist auch das Eis der Bottenwiek aufgebrochen. Während die Eiszeit im Süden ihrem Ende zugeht, ist sie im Norden aber noch nicht vorbei.

Bottenwiek Ende Feb

Eiskarte vom 28. Februar. Blau bedeutet offenes Wasser, grün sehr wenig Treibeis. Quelle SMHI/FMI

Der kurze Wintereinbruch hatte bis weit in den Süden die Seen gefrieren lassen. Die Phase hielt aber nicht lange an. Aus Südschweden gab es nun mehrere Meldungen von Todesfällen, nachdem Leute in das nicht mehr stabile Eis eingebrochen waren. Gleich vier Personen, die vermutlich eisangeln wollten, starben im Vallsjön (Region Jönköping). Auch bei Enköping brachen vier Personen ins Eis ein. Sie wurden zwar gerettet, eine ist aber inzwischen verstorben. Die Eiskarte von SMHI zeigt “verrottetes” Eis auf Vänern. Mälaren und der südlichen Ostsee. Das Meereis an der finnischen Küste ist noch stabil, das Treibeis im Finnischen Meerbusen verschwindet aber langsam. Die maximale Ausdehnung des Ostseeeises könnte allerdings reichen, um diesen Winter als “normal” einzustufen.

Die Bottenwiek hat nun auch wieder mehrere eisfreie Stellen. Seit Donnerstag herrschen  dort größtenteils Plusgrade, und Rinnen, die der Wind im Treibeis aufreißt, frieren nicht mehr zu. Noch gibt es allerdings im Schärengürtel festes Eis und auf See eine gewaltige Menge Treibeis mit aufgehäuften Eiswällen. Auf der finnischen Seite sind aktuell sogar sechs Eisbrecher im Einsatz, um Schiffe zu den Häfen zu bringen, auf der schwedischen vier.

Letzte Hoffnung für Eisbahnen

Eisbahn Piteå

Eisbahn auf Meereis bei Piteå: Für den Tretschlitten reicht es. Schlittschuhläufer gedulden sich besser noch etwas.

Für die schwedischen Küstenstädte Luleå und Piteå kam die Wärmephase zur falschen Zeit: Gerade erst war es gelungen, den vielen Schnee von den Strecken zu räumen, die Eisbahnen werden sollen. Nun zerstört die Wärme die Eisoberfläche. Im Laufe der neuen Woche sollen die Temperaturen allerdings wieder unter Null sinken. Dann könnten die großen Maschinen dem Eis den schlittschuhtauglichen Schliff geben – und es gibt noch eine kurze Schlittschuhsaison, bevor der Frühling endgültig kommt.

Frühere Artikel zum Thema:

Die Bottenwiek ist jetzt komplett zugefroren

Die vollständige Eiskarte:

Eiskarte Ostsee 28. Februar

Eiskarte Ostsee 28. Februar. Quelle SMHI/FMI

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Skellefteå: Gedichte und Musik aus dem Eisloch – diesmal digital

Skellefteå (Schweden). Eigentlich wäre in diesem Jahr der zehnte Geburtstag des internationalen Winterschwimmens in Skellefteå fällig gewesen, zu dem sonst mehrere Hundert Teilnehmer kommen. Aus bekannten Gründen konnte die Veranstaltung in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Die Disziplinen “Eislochpoesie” und “Musik im Eisloch” fanden aber trotzdem statt – mit Beiträgen, die die Teilnehmer selbst aufgenommen und zugesendet hatten. Der Veranstalter Dark and Cold zeigte sie in der Sendung “Hela världen badar” direkt vom Eisloch im Skellefteälv.

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Erdbebenschwarm auf Reykjanes dauert an

Island. Der Erdbebenschwarm auf Reykjanes, der am 24. Februar begonnen hat, dauert an. Das System des isländischen meteorologischen Instituts hat inzwischen mehr als 7200 Stöße registriert, und nicht wenige davon sind weiterhin sehr heftig. Heute Morgen (27. Februar) gegen acht Uhr gab es ein Beben der Stärke 5,2 nordöstlich von Fagradalsfjall, das weiträumig zu spüren war. Siehe auch Neuer Erdbebenschwarm auf Reykjanes – bis Stärke 5,7

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Schweden, Finnland, Norwegen: Jeder für sich gegen die dritte Welle

Schweden/Finnland/Norwegen. In einem sind sich Schweden, Norwegen und Finnland einig: Skifahren an sich fördert die Gesundheit und es ist grundsätzlich dabei möglich, Abstand zu halten. Deshalb sind auch alle Lifte offen, und es gibt in keinem der drei Länder ein Reiseverbot während der aktuellen Wintersportferien. Es sind allerdings auch nur noch einheimische Touristen unterwegs. Ansonsten kämpft jedes Land für sich gegen eine mögliche dritte Welle und sich ausbreitende Mutationen.

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Färöer jetzt wieder coronafrei

Färöer/Grönland/Island. Nun sind alle Coronainfizierten auf den Färöer wieder gesund und es sind keine neuen Ansteckungen gemeldet. Zum ersten Mal seit dem 3. Juli sind die Färöer damit wieder coronafrei, meldet kvf.fo. Nach der ersten Welle hatten sie das schon einmal geschafft. Insgesamt gab es 658 Coronainfektionen auf den Färöer und einen Todesfall im Zusammenhang damit. Grönland ist schon länger wieder coronafrei – dort gab es insgesamt 30 Fälle. Island ist zumindest auf dem Weg dorthin: Es gibt noch 14 aktive Erkrankungen und die 14-Tage Inzidenz pro 100 000 Einwohner beträgt nur noch 0,3.

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Erster Space Hurricane über dem Nordpolargebiet beobachtet

Gibt es Polarlicht-Hurrikans in der oberen Atmosphäre? Ja, es gibt Daten zu einem solchen Phänomen aus dem Jahr 2014 über dem nördlichen Polargebiet, das sich über acht Stunden lang hielt. Dies fanden der chinesische Forscher Qing-He Zhang und sein internationales Team heraus. Die Erscheinung wurde „Space Hurricane“ getauft. Ein Artikel dazu ist gerade in Nature erschienen.

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