Sólstafir und Katatonia gehen 2022 gemeinsam auf Tour

Island/Schweden. Als die isländische Band Sólstafir und und die schwedischen Kollegen von Katatonia eine gemeinsame Europatour für Januar/Februar 2022 planten, gab es noch die Hoffnung, “Corona” wäre bald Geschichte. Nun passen die beiden Melancholie-Spezialisten möglicherweise besser in die Zeit, als ihnen lieb ist. Noch stehen die Tourdaten.

Solstafir

Sæþór Maríus Sæþórsson (links) und Svavar Austmann von Sólstafir auf dem isländischen Festival Eisnaflug 2016. Foto Grywnn/ Wikimedia, CC BY-SA 4.0

Sólstafir, isländisch für ein Bündel von sich ausbreitenden Sonnenstrahlen, starteten 1994 als etwas eigenwillige Black-Metal-Band. Aus der allerersten Besetzung ist nur noch Sänger und Gitarrist Aðalbjörn Tryggvason dabei. Black Metal sind sie nicht mehr, eigenwillig und zwischen den Schubladen aber schon. Typisch sind die größtenteils isländischen Liedtexte.  “Fjara” vom 2011 erschienenen Album “Svartir Sandar” wurde schnell sehr beliebt, nicht zuletzt wegen des von Bowen Staines gedrehten Videos, das auch die isländische Natur passend dazu in Szene setzte. 2020 brachte das Quartett sein siebtes Album heraus, “Endless Twilight of Codependent Love”. Trotz des Titels sind auch hier fast alle Songs auf Isländisch.

Katatonia wurde 1991 von Jonas Renkse und Anders Nyström gegründet, die beide auch heute noch die Metal/-Rock-Band prägen. Das 30-jährige Bandjubiläum feierten die Stockholmer mit “Mnemosynean”, einem Album aus alten B-Seiten und Bonus Tracks. 2020 erschien das zwölfte reguläre Album “City Burials”. Katatonia, benannt nach einem psychiatrischen Phänomen, haben sich mit melancholischen (englischen) Texten und ebensolchem Sound international einen Namen gemacht.

Katatonia und Sólstafir wollen als gemeinsame Headliner auf Tour gehen, mit Support von SOM. Das erste Konzert in Deutschland soll am 26. Januar in Berlin sein, es folgen Stuttgart, Frankfurt, Prag, München und Zürich, später unter anderem Köln und Hamburg.

Frühere Artikel zu Musik aus dem Norden:

Video zu “Fjara”:

Anzeige
Veröffentlicht unter Island, Musik, Schweden | Schreib einen Kommentar

Demokratie mit Weihnachtsbäumen und Oslo-Tannen aus Island

Island. Welcher potenzielle Weihnachtsbaum ist der schönste und soll für den ganzen Ort geschmückt werden? In Húsavík in Nordisland wird dies schon seit vier Jahren basisdemokratisch von den Einwohnern entschieden – deshalb kann sich hinterher auch keiner beklagen.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Biologie, Gesellschaft, Island | Schreib einen Kommentar

Dieses Wochenende: Fokus Ostseeeis

Angelverbot Eisstraße

Feuer machen und Angeln auf der Eisstraße nicht erlaubt! Februar 2019

Schweden/Finnland. Das Eis in der Bottenwiek wächst aktuell sehr vielversprechend. Warum ist das interessant? Folgt mir auf meinen Touren an der nordschwedischen und finnischen Ostseeküste, wo Eis – noch – zum Jahresrhythmus gehört und eine feste Größe im Ökosystem ist:

Von einer, die auszog, etwas über Eis zu lernen (aktualisierte und ergänzte Version)

Die Geschichte ist bis Sonntagabend, 24 Uhr, ausnahmsweise ohne Bezahlschranke zu lesen.

Ihr schätzt polarkreisportal.de und könnt euch vorstellen, die Arbeit auch finanziell zu unterstützen? Hier erfahrt ihr mehr darüber! Alle, die bei Steady eine Mitgliedschaft abschließen, haben immer Zugang zu allen Artikeln unter dem Menüpunkt “Mehr“.

Etwas Eis gibt es außerdem in der aktuellen Galerie: Licht und Dunkelheit – Vorweihnachtszeit in Nordschweden

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Omikron auch im Norden schon fast überall angekommen

Die neue Coronavirusvariante Omikron verbreitet sich schnell und hat auch die Nord-Länder schon fast alle erreicht. Besonders ungünstig traf es Norwegen, wo eine Weihnachtsfeier zum Superspreader-Event wurde. Ein Überblick. (Update 16 Uhr)

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Biologie, Färöer, Finnland, Grönland, Island, Norwegen, Schweden | Schreib einen Kommentar

Nach vier Tagen Strom-Ärger: Ursache des Problems behoben

Nuuk (Grönland). Die Einwohner von Nuuk dürfen ihre Weihnachtsbeleuchtung wieder einschalten. Die Ursache des Stromausfalls vom Montagabend ist behoben. Es handelte sich um einen Schaden am Kabel zwischen dem Wasserkraftwerk und der Stadt Nuuk. Das Wasserkraftwerk ist etwa 50 Kilometer von der Stadt entfernt. Darüber berichteten Sermitsiaq und KNR.

Aufgrund des langen Stromausfalls waren auch viele andere Teile der Infrastruktur ausgefallen – Heizung, Wasserversorgung, Telefon und Internet. Es gab Schwierigkeiten, das mit Diesel betriebene und veraltete Notkraftwerk zu starten. Zeitweise gab es auch wieder Strom vom Wasserkraftwerk, der aber instabil lief. Die Bürger waren aufgefordert, nur die wichtigsten Geräte zu nutzen. Das Betonwerk musste abgeschaltet bleiben.  Aufgrund des schlechten Wetters konnte die Kontrolle des Kabels nicht früher geschehen. Am Donnerstag war es dann möglich, mithilfe eines Hubschraubers an die vermutete Fehlerquelle zu kommen. Am Freitag wurde der Schaden repariert. Eine Modernisierung der Kabelverbindung und der Notversorgung ist geplant.

Siehe auch:Nuuk nach Sturm einen Tag ohne Strom und Telefon – nächster Sturm kommt

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Grönland | Schreib einen Kommentar

“Künstliches Nordlicht” für die Atmosphärenforschung

Norwegen. Eine Bremsschwelle für Radiosignale und Raketen – so beschreibt Kolbjørn Blix von Andøya Space gegenüber NRK ein Phänomen in der Atmosphäre der arktischen Gebiete, für das die Wissenschaftler noch eine Erklärung suchen. Dazu sollen Daten beitragen, die beim jüngsten Raketenstart von Nordnorwegen aus gesammelt wurden. Und dazu gab es auch ein hübsches optisches Phänomen – eine Art künstliches Nordlicht.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Himmel, Norwegen | Schreib einen Kommentar

Gletscherlauf des Grímsvötn in Gang

 Gígjukvísl

Gígjukvísl von der Ringstraße aus gesehen. Foto Njáll Fannar Reynisson/ Veðurstofan

Island. Der Gletscherlauf des Grímsvötn ist nun deutlich sichtbar. Der Fluss Gígjukvísl führt zehn Mal soviel Wasser wie sonst um diese Jahreszeit. Die elektrische Leitfähigkeit und Gase verraten den Ursprung dieses Wassers, das aus dem geothermischen See unter dem Gletscher Vatnajökull stammt. Die Eisdecke über dem Grímsvötn ist laut dem Meteorologischen Institut um 17 Meter gesunken. Nach den Vorhersagen wird der Gletscherlauf am Sonntag seinen Höhepunkt erreichen. Schäden an der Infrastruktur werden nicht erwartet.

Der Vulkan Grímsvötn ist schon mehrfach nach einem Gletscherlauf ausgebrochen. Zurzeit gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass ein solcher Ausbruch direkt bevorsteht. Siehe auch: Warnung vor Gletscherlauf des Grímsvötn

Veröffentlicht unter Geologie, Island | Schreib einen Kommentar