Rentiere

Nur noch ein Teil der samischen Familien hält Rene. In Schweden sind es etwa 280 000 Tiere, in Norwegen 240 000, in Finnland 200 000 und auf der russischen Kola-Halbinsel etwa 60 000. Die Tierhalter sind jeweils in einer Art Kooperative organisiert. In Schweden heißt die Organisation Sameby, in Norwegen Reinbeitedistrikt, in Finnland Paliskunta.

Junges Rentier

Junges Rentier

Manche Herden bleiben das ganze Jahr in einer Gegend, andere ziehen im Sommer zur Küste. Die Frage der Weideflächen ist immer wieder Anlass zu Diskussionen, auch zwischen den Ländern, da die vorhandenen Gegebenheiten nur eine begrenzte Zahl Tiere ernähren können.

Dass schwedische Rentiere auch in Norwegen nach Futter suchen dürfen, war  in einem inzwischen abgelaufenen Vertrag geregelt. Da man sich auf einen neuen Vertrag bisher nicht einigen konnte, gilt aktuell der „Lappkodicillen“ von 1751. Norwegen versucht, die Zahl der schwedischen Rene auf seinen Flächen zu begrenzen.

Zwischen Norwegen und Finnland wurde 1952 ein Zaun gebaut, der die Rene der jeweiligen Besitzer davon abhalten soll, das Land zu wechseln. Doch der Übertritt wurde schon 100 Jahre vorher verboten. Die Wartung des Zauns ist vertraglich geregelt.

Die Grenze zwischen Schweden und Finnland (die Flüsse Tornio und Muonio) dürfen Renherden seit 1889 nicht mehr auf Futtersuche übertreten.

Die Grenze zu Russland ist  in jeder Hinsicht stark gesichert – nicht nur für Rentiere.

Rentiere

Verbreitung der Rentiere. Karte: Nordic Center for Spatial Development, nordregio.se

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