Amundsens Schiff: Weltumsegelung nach 100 Jahren vollendet

Norwegen. Vor 100 Jahren startete das Segelschiff „Maud“ in Norwegen, um Polarforscher Roald Amundsen möglichst nah an den Nordpol zu bringen. Nun ist es zurück an Norwegens Küste – wenn auch deutlich sanierungsbedürftig. Am Wochenende wird es in Stavanger erwartet, am 18. bei der Werft in Vollen/Asker, wo es gebaut wurde, und am 19. in Oslo. Darüber informiert das Projekt „Maud Returns Home„.

Maud

Maud. Foto Anders Beer Wilse

Die erste Hälfte ihrer Weltumsegelung hatte die Maud noch mit Amundsen absolviert: die Strecke durch die Nordostpassage in den Pazifik. Das ursprüngliche Vorhaben gelang jedoch nicht. Amundsen ging das Geld aus, das Schiff wurde an eine kanadische Firma verkauft. Im Winter 1930/31 sank es vor Anker in Cambridge Bay an Kanadas Arktisküste.  Nach 85 Jahre auf dem Grund – der dort so flach ist, dass die Aufbauten weiter über Wasser zu sehen waren – wurde der Rumpf gehoben und auf einen Leichter gepackt. Dieser wurden dann 2017 von Schlepper „Tandberg Polar“ zunächst durch die Nordwestpassage bis Aasiat in Grönland gezogen. Ende Juni 2018 ging es dann weiter – mit Zwischenstopps bei den Westmännerinseln vor Island und den Färöer. Vor der norwegischen Küste kreuzte „Maud“ ihren Ausgangskurs von vor 100 Jahren – Weltumsegelung vollendet.

Finanziert wird das Projekt „Maud Returns Home“ von der Immobilienfirma Tandberg Eiendom in Vollen/Asker, die auch ein Maud-Museum plant. Damit soll nun auch dieses Schiff Amundsens gewürdigt werden wie beiden anderen, „Gjøa“ (Nordwestpassage) und „Fram“ ( mit Amundsen zum Südpol, vorher mit Nansen durchs Packeis am Nordpol).

Mehr zu „Maud“ und der damaligen Expedition: Amundsens vergessenes Schiff kehrt zurück

  • sowie in diesem Video von NA News:

 

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