Lawinenunglück auf Jan Mayen – zwei Tote

Jan Mayen (Norwegen). Bei einem Lawinenunglück auf Jan Mayen sind zwei zivile Angestellte der norwegischen Streitkräfte ums Leben gekommen. Eine dritte Person konnte sich retten und alarmierte die Station. Doch für die zwei Verschütteten kam jede Hilfe zu spät. Aufgrund der lokalen Bedingungen und der Wetterlage ist gerade unklar, wann ein Schiff oder Flugzeug Jan Mayen erreichen kann.

Jan Mayen Beerenberg

Jan Mayen mit dem Beerenberg. Foto Dreizung/ Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Die norwegische Insel Jan Mayen liegt ungefähr auf der Höhe des Nordkapps, aber viel weiter westlich, Richtung Grönland und nördlich von Island.  Im Winter befinden sich 18 Personen dort. Sie erhalten die Gebäude, betreiben die Wetterstation und repräsentieren Norwegens Souveränität auf der abgelegenen Insel. Die 18 Personen kamen im September und hätten ein halbes Jahr vor Ort sein sollen, bis sie wieder abgelöst werden. Es gibt keinen richtigen Hafen und auch nur eine behelfsmäßige Landebahn.

Laut NRK waren die drei zivilen Angestellten, darunter die 57-jährige Krankenschwester der Station, in ihrer Freizeit auf Skiern unterwegs gewesen, als die Lawine sie erfasste. Eine Person schaffte es nach zwei Stunden, sich selbst zu befreien und die Station zu alarmieren. Die beiden anderen, die Krankenschwester und ein Mann in den 30ern, wurden zwar gefunden, konnten aber nicht wiederbelebt werden.

Schwer zugängliche Insel

Jan Mayen ist seit 1930 norwegisches Territorium. Früher wurde die Insel, ähnlich wie Spitzbergen, von Walfängern genutzt. Ihre Entstehung verdankt sie einem geologischen Hotspot. Der Vulkan Beerenberg brach zuletzt 1985. Touristische Reisen dorthin waren schon vor den Corona-Restriktionen kaum möglich, höchstens im Rahmen von Expeditionskreuzfahrten. Es gibt keine regulären Reisemöglichkeiten dorthin und auch keine Übernachtungsmöglichkeiten.

Früherer Artikel zum Thema:

Erdbeben auf Grímsey und Jan Mayen

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