Finnland: Nationalparks und Hütten in Zeiten von Corona

Finnland. Naturfreunden fällt es im Norden nicht schwer, Distanz zu halten – Platz gibt es genug. In Finnland bieten sich dafür auch die großen Nationalparks an. Die Hütten haben inzwischen wieder geöffnet – einige zusätzliche Auflagen sind jedoch zu beachten.

Urho Kekkonen Nationalpark

Urho Kekkonen National Park. Foto Nemo bis/Wikimedia, CC BY-SA 4.0

Lemmenjoki, Urho Kekkonen und Pallas-Yllästunturi sind nicht nur Finnlands nördlichste, sondern auch größte Nationalparks. Mehrtägige Wildnis-Trips werden erleichtert durch die offenen Übernachtungshütten, die gratis benutzt werden dürfen, sowie Miet-Hütten und Unterstände für geschützte Rast. Die Hütten waren zu Beginn des Corona-Ausbruchs in Finnland geschlossen worden, sind seit Anfang Juni aber wieder geöffnet. Betreiber Metsähallitus, die staatliche Forstbehörde, weist jedoch in seinen Corona-Richtlinien daraufhin, dass die Gäste selbst ihren Teil zur Hygiene betragen müssen, da es unmöglich sei, diese zwischen den Besuchen zu reinigen. Seife und Handdesinfektionsmittel sowie Toilettenpapier müssen selbst mitgebracht werden. In den offenen Hütten müssen die Gäste außerdem auf den Abstand zu anderen achten, die möglicherweise kommen. Wer ganz sichergehen will, nimmt sich in diesem Sommer sein eigenes Zelt oder eine Hängematte mit.

Neue Hängebrücke für den Nuorttijoki

Neben den Hütten sorgt Metsähallitus auch für die Wege-Infrastruktur in den Nationalparks wie Brücken und Bohlenwege. 16 Millionen Euro sollen in diesem Jahr investiert werden, um den Reparaturbedarf abzuarbeiten. Dazu gehört beispielsweise die neue Hängebrücke über den Nuorttijoki in einem eher abgelegenen Gebiet des Urho-Kekkonen-Nationalparks. Die Brücke galt bereits als erneuerungsbedürftig und war im Winter unter den Schneemassen teilweise eingestürzt. Die Brücke ist Teil des 40 Kilometer langen, anspruchsvollen Nuortti-Rundwegs – ohne die Querung des Flusses bei Kolsankoski ist kein Rundweg möglich. Wer in diesem Sommer oder Herbst den Urho-Kekkonen-Nationalpark besuchen will, findet jedoch genug andere Wanderrouten. Laut Yle soll die Kolsankoski-Brücke mit einer Spannweite von 45 Metern bereits bis zum Winter fertig sein. Außer von Wanderern wird sie auch von Rentierhaltern benutzt.

Mehr zu den einzelnen Nationalparks auf finnisch, schwedisch oder englisch unter Nationalparks.fi

Früherer Artikel zum Thema:

Finnland: Hängebrücken unter der Lupe

Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Biologie, Finnland, Tourismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.