Die Arktis und ihre Bewohner – Fotoausstellung von Ragnar Axelsson

Island/München. Gesichter der Arktis, Schlittenhunde, Gletscher und Eisberge: Der isländische Fotograf Ragnar Axelsson hat Menschen und Landschaften porträtiert, die es so nicht mehr gibt oder nicht mehr lange geben wird. Ab heute bis zum 13.März sind seine Bilder weit weg von der Arktis zu sehen – bei der Versicherungskammer Kulturstiftung in München.

Ragnar Axelsson

Arktischer Jäger auf Meereis, Ingelfieldfjord, Gränland, 2019. Foto Ragnar Axelsson

Ragnar Axelsson, geboren 1958, fotografiert seit mehr als 40 Jahren. Den Lesern der isländischen Tageszeitung Morgunblaðið, für die er bis 2018 gearbeitet hat, ist er als RAX bekannt. Sein Beruf als Fotojournalist führte ihn aber in viele Länder, auch nach Afrika und Asien. Seine Bilder waren in Stern, GEO oder National Geographic zu sehen. Daneben hat er mehrere Bücher zu seinem Schwerpunkt herausgegeben – den Bewohnern des hohen Nordens und ihre Fähigkeiten, in und mit der Natur zu überleben. Die Bilder stammen aus Grönland, Island, von den Färöer und aus Sibirien. Typischerweise sind sie in schwarz-weiß  – auf der Webseite des Fotografen gibt es allerdings auch ein paar Ausnahmen, so Bilder vom jüngsten Ausbruch des Fagradalsfjall. 

Ästhetisch und dokumentarisch

Was RAX fotografiert hat, bekommen die meisten Menschen ihr Leben lang nicht zu sehen. Sei es, weil die wenigsten grönländische Jäger auf ihrer traditionellen Jagd begleiten können, oder weil sie eben nicht über ein Flugzeug verfügen, von dem aus sie den Vatnajökull genauer unter die Lupe nehmen können. Und nicht zuletzt deshalb, weil seine Motive verschwinden – das Eis ebenso wie traditionelle arktische Lebensweisen. Seine Bilder sind gleichzeitig ästhetisch und dokumentarisch.

Die Ausstellung in München unter dem Titel „Where the world is melting“ zeigt eine Retrospektive aus den Serien Faces of the North (Gesichter des Nordens), Glacier (Gletscher), Last Days of the Arctic (Letzte Tage der Arktis), und Arctic Heroes (Helden der Arktis). Diese sind jeweils auch als Fotobücher erschienen. Es sind aber auch ganz neue Bilder aus diesem Jahr darunter. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, zurzeit allerdings coronabedingt nur mit Voranmeldung und 2G+. Einen ersten Eindruck von Ragnar Axelssons Arbeiten erhält man auch auf der Webseite zur Ausstellung und natürlich seiner eigenen Webseite.

Früherer Artikel zum Thema: Neues Buch von Ragnar Axelsson: Ein Gletscher-Portrait

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