NATO-Übung Cold Response in Norwegen gestartet

Norwegen. In Nordnorwegen ist die NATO-Übung Cold Response gestartet. Rund 15.500 Soldaten nehmen daran teil, darunter auch 6000 aus anderen NATO-Ländern sowie aus Schweden und Finnland. Die Übung unter der Führung Norwegens dauert bis zum 18. März.

Karte Cold Response

NATO-Übung Cold Response in Nordnorwegen. Karte Forsvaret Norge

Ziel von Cold Response ist das Training des Winterkampfes gemeinsam mit den Partnern, sowohl an Land als auch an der Küste. Insbesondere die amphibischen Fähigkeiten sollen trainiert werden, erklärt das norwegische Militär (Forsvaret) auf seiner Internetseite. Die Übung findet seit 2006 alle zwei Jahre statt. Auch deutsche Soldaten sind dabei. Die US-Truppe fällt in diesem Jahr kleiner aus: 3000 Soldaten, die eigentlich mit nach Norwegen kommen sollten, wurde stattdessen in den Mittleren Osten geschickt.

Das Ausgangsszenario ist die Verteidigung Nordnorwegens gegen einen Eindringling. Die Hauptrolle als Angreifer wird die erst im vergangenen Jahr wieder eingerichtete „Finnmark Landforsvar“ übernehmen. Finnmark Landforsvar wurde eingerichtet, um die Verteidigungsstärke in Nordnorwegen zu verbessern. Dazu wurde unter anderem die Kaserne Porsangermoen reaktiviert, in der inzwischen 180 Soldaten untergebracht sind und die noch ausgebaut werden soll. Gemeinsam mit der Garnison Sør-Varanger und Heimevernet (Reservisten) bilden sie Finnmark Landforsvar unter einer Führung. Für ihre Rolle in Cold Response werden sie von ausländischen Kräften unterstützt. Alle 56 OSZE Mitgliedsländer, darunter Russland, sind zur Beobachtung gemäß des Abkommens eingeladen.

Zivilisten müssen mit Behinderungen rechnen

Die Übungen finden im gesamten Gebiet nördlich von Narvik bis Porsangermoen (südlich von Lakselv) statt. Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen. 2016 starb ein Zivilist während Cold Response nach einer Kollision mit einem Panzer. Die Übungsaktivitäten können außerdem Lawinen auslösen.

Russland hat in der Vergangenheit wiederholt Unzufriedenheit mit dem NATO-Manöver vor der eigenen Haustür gezeigt. Die russische Nordflotte führte vor vier Wochen ein eigenes Manöver durch,  unter anderem in internationalen Gewässern vor der norwegischen Küste. 

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