Island: Einreiseregeln für den Sommer festgelegt

Island. Niemand weiß, wie der Sommer aussehen wird. Island plant aber schon einmal voraus, wie die Einreiseregeln künftig gestaltet werden: Ab 1. Mai soll es für bestimmte Gruppen einfacher werden. Denn dann sind die Risikogruppen hoffentlich bereits geimpft.

Licht

Reiseziel Island – im Sommer wieder einfacher zu erreichen?

In Island ist die Virusverbreitung inzwischen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau mit einer 14-Tage-Inzidenz von 15,5 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern. Höher ist die Inzidenz bei den Einreisetests. Bisher gab es alternativ zu den Tests bei der Einreise die Möglichkeit, 14 Tage in Quarantäne zu gehen. Aber nicht alle, die diesen Weg wählten, hielten die Quarantäne auch ein. Schon lange wollte der isländische Infektionsschutzarzt Þórólfur Guðnason deshalb die Tests für alle verpflichtend machen, um Importinfektionen und  Virusmutationen unter Kontrolle zu behalten. Nun konnte er die Politik überzeugen – die 14-Tage-Option ist abgeschafft. Der Weg nach Island führt jetzt nur noch über einen Test, fünf Tage Quarantäne und einen erneuten Test. Ausgenommen von diesem Verfahren sind jene, die Antikörper gegen Covid-19 haben, sei es durch durchlebte Krankheit oder Impfung. Es werden nur bestimmte Arten von Nachweis akzeptiert – wer darauf seine Urlaubsplanung aufbaut, sollte sich vorher über die Formalitäten informieren. Die Tests bleiben gratis.

Alles neu macht der Mai

Küste Island

Küste bei Reykjanes

Ab 1. Mai will Island dann anhand des  Farbschemas des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) einige Erleichterungen einführen. Wer aus einem „grünen“ oder „gelben“ Land kommt, kann sich die Quarantäne und den zweiten Test sparen, wenn er einen frischen negativen Test von zu Hause bei der Einreisekontrolle präsentieren kann und dort erneut negativ testet. Die meisten europäischen Länder sind aktuell aber noch rot. In diesen Fällen bleibt das Verfahren auch ab 1. Mai wie bisher.

Die britische Virusmutation ist auf Island bisher 41 Mal gefunden worden, die südafrikanische und die brasilianische Variante wurden noch nicht nachgewiesen. Es wird umfassend getestet und analysiert. Veranstaltungen dürfen inzwischen mit kleinem Publikum wieder stattfinden, Restaurants bis 22 Uhr öffnen. Schwimmbäder dürfen genutzt werden, Fitnesscenter mit gewissen Einschränkungen. Nachtclubs, Spielhallen und Bars sind weiter geschlossen.

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Brasilianische Virusmutation auf den Färöer entdeckt

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