Goldfieber in Grönland?

Grönland. Das neue Jahr bringt Gold. Jedenfalls in Südgrönland. Dort will nämlich die isländisch-kanadische Firma AEX Gold in der alten Mine in Nalunaq den Betrieb zunächst probeweise wieder öffnen. Das meldete Sermitsiaq.

Gold

Demnächst gibt es auch wieder Ringe aus Grönland-Gold. Foto pixabay

In Nalunaq, 33 Kilometer nordöstlich von Nanortalik, befand sich bereits einmal eine Goldmine. Laut Sermitsiaq hat das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary Trauringe aus diesem Gold. Das damalige Unternehmen, Crew aus Kanada, schloss 2013 nach zehn Jahren Betrieb wegen fallender Preise und ökonomischer Probleme.  Nun will AEX Gold daran anknüpfen. Für Südgrönland würde dies Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bedeuten.

Das Vorkommen Nalunaq im „Nanortalik Gold Belt“ soll zwar klein sein, aber von großer Reinheit. Die Rede ist von 263 Unzen Gold im Wert von 300 Millionen Dollar. AEX Gold hält außerdem Lizenzen für zwei weitere Gebiete, die aber noch nicht so gut erforscht ist wie Nalunaq. Dort glaubt man, die „Goldader“ gefunden zu haben. Die Firma hat laut Sermitsiaq bereits neun Millionen kanadische Dollar investiert und braucht weitere 20 bis 30 Millionen Dollar, um den Betrieb in Gang zu bringen.

Arbeitsplätze für die Menschen der Region

Wie viele Arbeitsplätze entstehen, hängt davon ab, wie weit das Gold vor Ort verarbeitet wird. Die frühere Gesellschaft hatte 60-80 Mitarbeiter und verschiffte das Rohprodukt nach Spanien. Es sollen möglichst viele Menschen aus der Region angestellt werden.

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Verglichen mit anderen Goldminen sei es leicht,  in Südgrönland zu operieren, wird ein Vertreter von AEX Gold zitiert. Die Infrastruktur sei nicht so schlecht, wie man angesichts der abgelegenen Region meine, es gebe sogar schnelles Internet für Videokonferenzen. Hilfreich sei auch, dass die frühere Gesellschaft bereits einen Hafen und Straßen angelegt habe. Geht alles wie geplant, soll der reguläre Betrieb 2021 starten.

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Im Video des Unternehmens sieht man die Gold-Region:

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