Grönlands erste Rubine jetzt versteigert

Grönland/Kopenhagen. Die ersten jemals in Grönland abgebauten Rubine sind jetzt in Kopenhagen versteigert worden – geschliffen und in Gold eingefasst als Schmuckset für umgerechnet rund 11 400 Euro. Sie stammen aus den ersten Probebohrungen in Aappaluttoq, etwa 200 Kilometer südlich von Nuuk.

Rubine

Grönlands erste Rubine. Foto Bruun-Rasmussen

Die Geschichte hinter den Rubinen ist fast „das grönländische Rohstoffabenteuer im Kleinformat“, schreibt SermitsiaqAG. Hauptakteur hinter Grönlands erster Rubinmine war das kanadische Unternehmen True North Gems. Nach jahrelangen Vorbereitungen und der Einrichtung der Anlage musste True North Gems Greenland (TNGG) 2016 Konkurs anmelden. Unter anderem konnte die Firma die von Grönland geforderte Sicherheit für die Wiederherstellung des Geländes nach dem Ende des Abbaus nicht vollständig zahlen.

Als Retter sprang LNS ein. Das norwegische Unternehmen war bis dahin als kleiner Partner mit im Boot. Mitarbeiter wurden wieder angestellt, der Aufbau der Anlage vollendet. Die ersten Steine sollen demnächst auf dem Weltmarkt verkauft werden. Neben Rubinen werden dort auch Pink Saphire abgebaut.

Die allerersten, abgebaut 2014 noch von TNGG, stecken jedoch bereits in dem nun für 85 000 Dänische Kronen (rund 11 400 Euro) vom Auktionshaus Bruun- Rasmussen in Kopenhagen versteigerten Schmuckset (Halskette und Ohrringe). Die Rubine wurden in Vancouver in 18 Karat Gold eingefasst. Die Kombination erhielt den Namen „La Nina“. Der Wert war vorher auf 75 000 bis 100 000 DKK geschätzt worden. Laut SermitsiaqAG gibt es noch vier weitere Stücke aus der Serie, deren Zukunft noch unklar ist. 

Teil des Erlöses für Eisbären-Forschung

Das Schmuckset war als Teil der Konkursmasse von TNGG am Grönland zurückgegeben worden. Ein Teil des Erlöses soll nun in die neue Polar Bear Foundation fließen, die Forschung zur Zukunft der Eisbären angesichts des Klimawandels betreibt.

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