Àsbyrgi, Geysir, Stöng: Island bereitet sich auf Touristen vor

Island. Eine Aussichtsplattform über dem Canyon Ásbyrgi,  neue Wege im Geysir-Gebiet und ein neuer Schutz für die historischen Fundamente des Gehöftes Stöng – das sind nur einige von insgesamt 151 Maßnahmen, mit denen Island in den kommenden drei Jahren seine touristische Infrastruktur verbessern will. Dafür werden umgerechnet rund 19 Millionen Euro im Zeitraum von drei Jahren investiert.

Ásbyrgi

An der Spitze von Eyjan, der zentralen Formation im hufeisenförmigen Canyon Ásbyrgi, soll eine Aussichtsplattform eingerichtet werden. Foto Fernando Vega, CC BY-NC-SA 2.0

Die Projekte dienen dem Schutz der Natur und dem Komfort und der Sicherheit von Touristen gleichermaßen. Vor dem Einbruch durch Corona gab es immer wieder Meldungen darüber, dass die Infrastruktur für die Besucherzahlen nicht ausreichte. Bei einer Untersuchung von 104 Touristenzielen landeten fünf auf der „Roten Liste“,  berichtete beispielsweise RÚV – Dettifoss, Rauðifoss, Geysir, Hverasvæðið í Kerlingarfjöllum und Gjáin im Þjórsárdalur. Diese und viele weitere sind nun berücksichtigt in dieser Neuauflage des Infrastruktur-Plans. Teilweise handelt es sich aber auch um die Fertigstellung bereits begonnener Maßnahmen.

Bessere Wege sollen Natur schützen

In vielen Projekten geht es darum, den Zustand der Wege zu verbessern, um die Natur daneben zu schützen. Notwendig sind außerdem Sanitäranlagen, die Ausschilderung oder Parkplätze. Spektakuläre Leuchtturmprojekte sind ein komplett neues Gebäude mit transparentem Dach für die Ausgrabungsstätte in Stöng im Þorsárdalur, einem Gehöft aus der Wikingerzeit. Dieses soll das historische Erbe besser bewahren, aber gleichzeitig die Bedürfnisse der Besucher besser berücksichtigen.  Auch die Aussichtsplattform über dem hufeisenförmigen Canyon Ásbyrgi, die an der Spitze der zentralen Felsformation Eyjan platziert werden soll,  dürfte eine Attraktion werden und dient gleichzeitig der Sicherheit der Touristen.

Insgesamt handelt es sich um 151 Maßnahmen an 90 Standorten, davon 67 neue. Sie sind über das gesamte Land verteilt. Zu den teuersten Einzelprojekten gehört das neue Wegesystem am Geysir.

Für die Einreise nach Island gibt es keine Beschränkungen mehr und alle Coronamaßnahmen sind seit dem 25. Februar aufgehoben. Die Lage entspannt sich langsam, nachdem es lange sehr viele Infektionen gab.

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