Richtig reisen in Nord-Finnland

Inari (Finnland). Touristen, die auf Skipisten spazieren gehen oder durchs Fenster in die Privaträume der Einheimischen starren – das kam in Inari (Finnisch-Lappland) in den vergangenen Jahren häufiger vor. Die Gemeinde gibt deshalb nun ein Informationsblatt heraus, das den Touristen zum einen in der arktischen Natur hilfreich sein, aber auch zum besseren Miteinander von Gästen und Einheimischen beitragen soll. Darüber berichtete Yle.

Travel Safely 1

Nicht schön: Zerstörte Skispuren durch Fußgänger. Quelle: Travel Safely Instructions, Arctic Outdoor

Lappland gehört zu den Zielen in Finnland, das wachsende Besucherzahlen hat. In der aktuellen Wintersaison werden zusätzlich zum normalen Linienverkehr 677 Charterflüge erwartet, ein neuer Rekord. Finavia investiert 55 Millionen Euro, um die besonders gefragten Flughäfen in Kittilä, Rovaniemi und Ivalo für den gestiegenen Bedarf auszubauen.

Was für die einen erfreulich ist und Einkommen beschert, sorgt offenbar manchmal auch für Probleme. Das neue Informationsblatt gibt es auf Finnisch und dreisprachig – englisch, deutsch und chinesisch. Damit, so sagte die Projektkoordinatorin zu Yle, erreiche man schon einen großen Teil der Touristen. Bei Bedarf werde dies noch ausgeweitet.

Und welche Ratschläge gibt es nun für die Reisenden? Warm anziehen und keinen Müll  in die Natur werfen klingt zunächst banal, muss offenbar aber auch immer wieder gesagt werden. Reflektoren zu besseren Sichtbarkeit sind im dunklen Nord-Winter gebräuchlicher als in Deutschland, und besonders wichtig dort, wo es keine getrennten Fußwege gibt. Einen großen Teil nimmt der Wintersport ein – die richtige Piste für das richtige Sportgerät, und vor allem nicht Rodeln auf der Straße. Es wird um Rücksicht auf die Privatsphäre der Einheimischen gebeten, was offenbar nicht selbstverständlich ist. Und schließlich, nicht ganz unwichtig: Hilfe leisten, wo es nötig ist,  und nicht einfach vorbeifahren. Dazu gibt’s die richtige Notrufnummer: 112.

Das komplette Flugblatt gibt es auf der Internetseite von Inari zum Download.

 

Dieser Beitrag wurde unter Finnland, Tourismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.