Narvik bewirbt sich für die Alpin-Ski-WM 2027

Narvik (Norwegen). Eine Alpin-Ski-WM mit Fjordblick? Geht es nach der Arbeitsgruppe des norwegischen Skiverbandes, so wird das 2027 in Narvik Wirklichkeit. Die offizielle Entscheidung für Norwegens Bewerbung fällt kommende Woche. Und dann muss auch noch der Weltskiverband Geschmack finden am Sport am Fjord.

Fjord

Narvik: nah am Wasser…

Die Arbeitsgruppe entschied sich aus zwei Gründen für Narvik: Zum einen liegt dort alles sehr nah beieinander – der Berg, die Stadt und der Hafen, in dem Sportler und Journalisten auf angemieteten Kreuzfahrtschiffen wohnen könnten, was die Organisation vor Ort vereinfacht. Zum anderen ist die Fjordkulisse etwas, was im Alpinsport neu ist und Narvik von anderen Bewerbern unterscheiden würde.  Attraktive Bilder sind schließlich nicht ganz unwichtig bei einem Ereignis, das die meisten Zuschauer vor dem Fernseher verfolgen. Narvik hat im vergangenen Jahr schon geübt: 2017 fanden dort die Norwegischen Meisterschaften im Alpinski statt.

Der Norwegen-interne Gegenkandidat war Hafjell/Kvitfjell, Alpinsportlern bereits von den Olympischen Spielen in Lillehammer 1994 und diversen Worldcup-Rennen bekannt. Dort hat man bereits Erfahrung mit Großereignissen und es wäre auch billiger. Wettbewerbe, Unterkünfte und die Arena für Siegerehrungen wären aber weiträumiger verteilt.

Alpin-Ski-WM 2019  in Åre, Schweden

Berg Narvik

…und an den Bergen.

Norwegen wird sonst eher mit der Austragung der Nordischen Skiweltmeisterschaften verknüpft, die mehrfach in Oslo, einmal aber auch in Trondheim stattfanden. Dort sind norwegische Athleten auch besonders erfolgreich. Der Norweger Kjetil André Aamodt gehört allerdings zu den erfolgreichsten Alpin-Rennläufern überhaupt mit vier olympischen Goldmedaillen, fünf WM-Siegen und diversen weiteren Podiumsplätzen.

Als voraussichtliche Mitbewerber um die Gunst des  internationalen Skiverbandes (FIS) werden in der norwegischen Presse Saalbach (Österreich), Aspen (USA), Crans Montana (Schweiz) und Sotschi (Russland) genannt.

Tipps können sich die Organisatoren in Narvik jedenfalls demnächst ganz in der Nähe holen: Die Alpin-Ski-WM 2019 findet vom 4. bis 17. Februar im schwedischen Åre statt.

Mehr internationale Aktivitäten in Nordnorwegen:

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Erdbeben auf Grímsey und Jan Mayen

Island/Norwegen. Die Bewohner der isländischen Insel Grímsey haben ein unruhiges Wochenende hinter sich: Seit Freitagabend bebte der Boden unter ihnen rund 150 Mal, von weniger als 1 bis zu Stärke 3. Nur einmal, aber dafür heftig, traf es Jan Mayen in der Nacht zum Freitag  – Stärke 6,8.

Erdbeben

Erdbeben auf und um Island seit Freitagabend bis Sonntagabend. Grüne Sterne: Stärker als 3. Grímsey Mitte, oben rechts Jan Mayen. Karte Veðurstofa Islands, Bearbeitung sel

Beide Ereignisse haben im Prinzip dieselbe Ursache: die auseinanderdriftenden Kontinentalplatten im Bereich des mittelatlantischen Rückens, auf dem sowohl Island als auch Norwegens westlichste Insel Jan Mayen liegen. Erdbeben sind deshalb nichts Ungewöhnliches. Zuletzt hatte es auf Grímsey im Februar einen Erdbebenschwarm mit Stößen bis 5,2 gegeben. Grímsey liegt im Bereich der sogenannten Tjörnes-Bruchzone. Auf der Insel wohnen rund 100 Menschen. Durch die Insel verläuft auch der Polarkreis.

Die nördlichste Insel Islands ist allerdings Kolbeinsey, ein vulkanischer Felsen nordwestlich von Grímsey. Danach ist der Teil des mittelatlantischen Rückens benannt, der sich nach Norden fortsetzt. In dieser Zone nördlich von Kolbeinsey verzeichnete der isländische Wetterdienst (Veðurstofa) am Samstag zwei Beben in den Stärken 3,6 und 3,9. Am Sonntagabend gab es außerdem eins auf dem Reykjanesrücken südlich mit 3,3.

Stärke 6,8 auf Jan Mayen

Deutlich heftiger war es auf Jan Mayen. Diese abgelegene Insel auf 71 Grad Nord ist der grönländischen Küste näher ist als der norwegischen. Dort werden Stationen für die Satellitensysteme Galileo und Egnos sowie eine meteorologische Station betrieben, zurzeit befinden sich dafür 18 Menschen auf der Insel. Andere Bewohner gibt es nicht. Jan Mayen ist geprägt vom vergletscherten Vulkan Beerenberg, 2277 Meter hoch, der zuletzt 1985 ausbrach. Rund um die Insel ist der Verlauf der Bruchzonen besonders kompliziert. Sie liegt praktisch auf einem eigenen Mikrokontinent. Aktiv sind aber nur noch die nach Norden und nach Süden verlaufenden Rücken.

Tiefenkarte

Tiefenkarte des Nordatlantiks. Quelle TomR/ Wikimedia

Über das Erdbeben berichtet Cheftechnikern Silje Wennesland auf Jan Mayens Internetseite, die Besatzung sei gegen 2.50 Uhr davon aufgewacht, dass die Möbel wackelten. Es habe jedoch keine Schäden gegeben. Das Zentrum lag laut NORSAR etwa 120 Kilometer nordöstlich der Insel. Seit 1970 wurden zehn Beben mit einer Stärke größer als 6 registriert. Zuletzt gab es eins am 30. August 2012 mit 6,6.

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Island: Viele Argumente für den Nationalpark Hochland

Island. Ein Nationalpark kostet den Staat nicht nur, er bringt ihm über den Tourismus sogar das Achtfache an Geld zurück. Dieses Ergebnis einer Studie wurde auf der jüngsten Umweltkonferenz (Umhverfisþing) auf Island erstmals öffentlich vorgestellt und könnte Rückenwind für den geplanten Nationalpark Hochland sein. Dass die Koexistenz von Tourismus und Naturschutz auch ihre Grenzen hat, wurde ebenfalls thematisiert.

Nýidalur

Hochlandhütte Nýidalur.

Naturschutzgebiete im Allgemeinen und der angedachte Nationalpark Hochland im Besonderen standen im Zentrum dieser Umweltkonferenz. Und dass die Einrichtung und Pflege eines Schutzgebietes für den Staat kein Verlustgeschäft ist, zeigte die Untersuchung von Jukka Siltanen im Auftrag des Umweltministeriums (im Video unten ab 1.38, englisch), der an elf verschiedenen touristischen Zielen innerhalb von Schutzgebieten Interview mit den Besuchern führte oder führen ließ, insgesamt 3005. Fast alle davon waren ausländische Touristen, und die meisten hatten die Orte bewusst aufgesucht und mehr oder weniger Geld ausgegeben – für Übernachtungen, Touren, Transport und Essen. Nach Siltanens Rechnung kommen so für eine in ein Schutzgebiet investierte staatliche Krone 23 zurück in die isländische Wirtschaft, und über die Steuern darauf immerhin acht auch zurück an den Staat. Siltanen hatte zuvor als Masterarbeit bereits die Auswirkungen des Nationalparks Snæfellsnes auf die örtliche Wirtschaft untersucht.

Touristen suchen im Hochland Wildnis und Einsamkeit

Mehr als 90 Prozent der Touristen kommen wegen der Natur nach Island. Touristik-Professorin Anna Dóra Sæþórsdóttir von der Universität Island hatte für ihre Untersuchung „Einstellung der Touristen zum Hochland“ über mehrere Jahre speziell diejenigen befragt, die auch dort unterwegs waren – mit 9000 Fragebogen und 270 Interviews (Video ab 3.42, isländisch, ältere Version hier). Die meisten suchen dort die unberührte Wildnis, die Ruhe und Einsamkeit, aber auch das Abenteuer. Aber bis wann gilt eine Wildnis noch als „unberührt“? Stören Stromleitungen, Hotels, andere Touristen? Ein Nationalpark habe zwei Ziele – die Natur zu schützen und sie den Menschen zu vermitteln. Dies funktioniere aber nur bis zu einer gewissen Grenze zusammen, so die Professorin.  Soziale Medien und Videos wie das von Justin Bieber lockten noch dazu viele Menschen an einzelne Stellen. Auch das gelte es bei der Ausgestaltung eines neuen Nationalparks zu bedenken.

Mehrheit der Isländer für den Nationalpark Hochland

Hochland

Island, Hochland

Die Einstellung der Isländer selbst zur Einrichtung eines Nationalparks Hochland hat Michael Bishop in seiner Masterarbeit untersucht (Video ab 3.58, englisch). Dabei ist die Mehrzahl dem gegenüber positiv eingestellt – 29,4 Prozent „eher positiv“, und ebensoviele sogar „sehr positiv“, also fast 60 Prozent.  Nur 6,2 Prozent seien eher dagenen, 3,6 Prozent sehr dagegen. Die anderen hatten dazu keine Meinung oder wollten nicht antworten. Nach einer stärkeren Gewichtung unterrepräsentierte Gruppen ergab sich sogar eine Befürworterquote von 63 rund Prozent.  Bishop hatte die Leute auch nach den Gründen gefragt. Die Gegner befürchteten beispielsweise Einschränkungen für ihre eigenen Freizeitaktivitäten dort, andere eine politische Zentralisierung und Kosten. Die Befürworter erhofften sich davon den Schutz der Natur, auch durch Einstellung von Rangern und der Aufklärung und Lenkung der Touristen.

Letzter Redner vor der Podiumsdiskussion war der Fotograf und Filmemacher Chris Burkard, der Luftbilder vom Hochland und von der Bündung von Gletscherflüssen zeigte auch für deren Schutz plädierte (Video ab 4.09, englisch). Eine Arbeitsgruppe bereitet gerade den entsprechende Gesetzvorschlag für den Nationalpark vor.

Früherer Artikel zum Thema: Island: Kommt der Nationalpark Hochland?

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Kollision mit Tanker: War norwegische Fregatte unsichtbar?

Norwegen. Das Manöver Trident Juncture endete für die norwegische Marine mit dem Verlust einer Fregatte. Das Schiff kollidierte auf dem Rückweg von der Übung nachts mit einem Tanker und wurde ans Ufer geschleppt, um nicht zu sinken. Inzwischen sind sogar Laut- und Radaraufzeichnungen des Vorfalls veröffentlicht – die ausweichpflichtige Fregatte hatte trotz Warnungen nicht abgedreht.

Schäden Fregatte

Schäden an der Fregatte KNM Helge Ingstad. Foto: Kystverket/Forsvaret

Die Kollision fand am frühen Donnerstagmorgen um kurz nach 4 Uhr im Hjeltefjorden vor der Gemeinde  Øygarden nördlich von Bergen statt. An Bord der Fregatte KNM Helge Ingstad  waren 137 Personen. Gemeldet wurden acht leicht Verletzte. Dass alles durchaus hätte schlimmer ausgehen können, zeigen die Schilderungen von Bord, die gestern bekannt wurden. Denn der Tanker hatte bei der Kollision den Rumpf der Fregatte aufgerissen, unter anderem dort, wo die Kabinen der einfachen Besatzungsmitglieder lagen. Zumindest in einem Fall soll es nur um zehn Zentimeter Abstand zwischen Leben und Tod gegangen sein – die halbe Kabine sei zerquetscht gewesen. Wasser und Treibstoff seien eingeströmt, lose Kabel hätten herumgehangen.

Der 250 Meter lange Tanker Sola TS hatte nur kleine Schäden – zum Glück: Er hatte gerade erst frisch geladen und 625 000 Fass (99, 4 Millionen Liter)  Rohöl  an Bord. NRK rekonstruierte den Verlauf anhand der öffentlich zugänglichen Daten von Marine Traffic. Darauf sind alle Schiffe zu sehen, die ihr automatisches Identifikationssystem (AIS) angeschaltet haben – alle größeren zivilen Schiffe sind dazu verpflichtet.

Fregatte hatte AIS abgeschaltet

Die Daten zeigen, wie die Sola TS vom Terminal ablegt und Fahrt aufnimmt. Der Tanker hatte noch einen Schlepper bei sich und einen Lotsen an Bord. Auch zwei weitere Schiffe mit demselben Kurs und ein entgegenkommendes Schiff sind zu sehen. Erst mit der Kollision erscheint auch die Fregatte als „Nato Warship F313“ bei Marine Traffic. Es ist offenbar nicht unüblich, dass die Marine das AIS abschaltet. Für die anderen Schiffe und damit auch für den Tanker und den Schlepper war die Fregatte auf diesem Wege aber nicht sichtbar.

Luftbild Fregatte

Damit sie nicht komplett sinkt, wurde die Fregatte ans flache Ufer geschleppt. Foto Kystverket

Eine Fregatte wie die 134 Meter lange KNM Helge Ingstad ist so gebaut, dass sie auch auf dem Radar schwer zu „enttarnen“ ist. Gegenüber NRK sagten mehrere Besetzungsmitglieder anderer Schiffe in der Nähe, die Fregatte sei auf dem Radar nicht zu identifizieren gewesen – nur als „Schatten“. Das Gebiet ist allerdings stark befahren und wird von einer Verkehrszentrale überwacht.  Die Fregatte war vor der Kollision  per Funk gewarnt worden – das meldete zuerst aldrimer.no. VG hat inzwischen die Laut- und Radaraufzeichnungen veröffentlicht. Darin ist deutlich zu hören, wie die ausweichpflichtige  „Helge Ingstad“ vom Tanker selbst mehrfach aufgefordert wird, den Kurs zu ändern. Zu sehen ist die Fregatte als nicht identifiziertes Objekt, dass sich schnell vorwärts bewegt.  Warum ein wendiges, starkes Schiff wie die KNM Helge Ingstad dem gut sichtbaren Tanker im Schleppverband nicht auswich, darüber wird in Norwegen gerätselt. Laut NATO war das Schiff zu Navigationstraining im Fjord.  Die norwegische Havariekommission untersucht den Fall.

Als Folge der Kollision und der Arbeit an dem Wrack in der Nähe des Ölterminals wurde der Terminal zeitweise geschlossen und auch die Förderung auf den damit verbundenen Ölfeldern zeitweise eingestellt, meldet der Ölkonzern Equinor. Aus der havarierten Fregatte lief Treibstoff aus, darum kümmert sich nun der Küstenschutz ( Kystverket), um die Bergung des Schiffes die Marine (Sjøforsvaret) selbst. Die KNM Helge Ingstad ist eine von fünf norwegischen Fregatten, ihr ehemaliger Wert wird auf umgerechnet rund 420 Millionen Euro geschätzt. (letztes Update 11.11.)

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Island: Saubere Energie, trotzdem CO2-Spitze

Island. Strom gibt es auf Island aus Wasserkraft und Erdwärme. 100 Prozent CO2-frei. Trotzdem ist Island unter den 32 Ländern der EU und EFTA das mit den höchsten CO2-Emissionen pro Einwohner – mit dieser Nachricht überraschte gerade das isländische Statistikamt die Öffentlichkeit. An den isländischen Verbrauchern liegt dies allerdings nicht.

Aluwerk

Aluschmelzer in Straumsvik, Island. Foto Haukur Herbertsson, CC BY-NC-SA 2.0

Lange Jahre war der Spitzenreiter dieser Statistik Luxemburg, dank des Luftverkehrs. In Dänemark ist der rechnerische Durchschnittswert durch Maersk geprägt, die größte Reederei der Welt. Estland ist berüchtigt für seine Stromerzeugung durch Ölschiefer-Verbrennung. All diese Kandidaten hat der 350 000-Einwohner-Staat im Nordatlantik nun hinter sich gelassen. Die Statistiker machen dafür zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen der gewachsene Luftverkehr, der mit 33 Prozent zum Ergebnis beiträgt, zum anderen „Metallproduktion“ (30 Prozent).

Island gehört nämlich noch in einer anderen Liga zu den Spitzenreitern. Dank der CO2-freien und vor allem günstigen Energie haben sich mittlerweile drei Aluminiumhersteller dort angesiedelt, Norðurál (Century Aluminum)  in Grundartangi, Rio Tinto  in Straumsvik und Fjarðarál (Alcoa) in Reyðarfjörður. Obwohl ihr beträchtlicher Strombedarf CO2-frei erzeugt wird, sind sie große Luftverschmutzer.  Denn zum Prozess der Aluminiumherstellung, der Schmelzelektrolyse, werden Grafitelektroden verwendet. Das Grafit, also eine Form des Kohlenstoffs, reagiert im Zuge des Prozesses mit Sauerstoff zu CO und CO2. So kommt Island zu einer Emission von 16,9 Tonnen CO2 pro Kopf im Jahr. Aluminium macht 41 Prozent des isländischen Exports aus. Inzwischen gibt es auch ein Silizium-Werk.

Klassenprimus der Nord-Länder ist Schweden mit einem Wert von 5,3 Tonnen im Jahr, was noch unter dem EU-Durchschnitt von 7,3 Tonnen liegt. Deutschland haben die Isländer nicht in ihrer Tabelle. Nach einer anderen Quelle liegt der rechnerische CO2-Ausstoss pro Kopf bei 9,5, dabei ist aber fraglich, ob hier dieselben Methoden benutzt wurden. Eine EU-Liste führt Deutschland 2015 mit rund 12 Tonnen, allerdings passen die vergleichbaren Zahlen zwar tendenziell, aber nicht ganz genau zu denen der Isländer.

Haushalte: EU Durchschnitt bei 1,69 Tonnen pro Person

Gunnuhver

CO2-freie Stromerzeugung auf Island: Thermalgebiet Gunnuhver mit Kraftwerk, Reykjanes

Die isländischen Statistiker haben auch die Emissionen der Haushalte allein berechnet. Hier geht es unter anderem um Autoverkehr und Heizmethoden. Dabei liegt Island dann mit 1,73 Tonnen pro Kopf auf Platz 9 von 32,  nur wenig über dem EU-Durchschnitt (1,69 Tonnen). Die anderen nordischen Länder befinden sich alle im unteren Drittel. Die Schweiz liegt bei 2,2 Tonnen, Österreich bei 1,62 Tonnen.

Eine Vermutung der Statistiker: Isländer hatten nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch 2008, ausgelöst durch die Bankenkrise, eine Zeit lang weniger Möglichkeiten, neue, sparsamere Autos zu kaufen. Die Regierung könnte Vorreiter werden, das zu ändern: Premierministerin Katrín Jakobsdóttir hatte erst vor kurzem angekündigt, eine Umstellung der Dienstwagen auf Elektroautos zu prüfen.

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