Barentskooperation

Barentsregion

Die Barentsregion und ihre Hauptstädte.
Quelle: Arctic Center, University of Lapland
/Barentscooperation

Die Barentsregion umfasst die Länder rund um die Barentssee.  Formell begann die Zusammenarbeit am 11. Januar 1993 mit der Unterzeichnung der Erklärung von Kirkenes.  Die Barentskooperation findet auf zwei Ebenen statt: dem Barentsrat (Barents Euro-Arctic Council) mit einem erweiterten Kreis an Mitgliedern und dem Barents-Regionalrat (Barents Regional Council). Das Sekretariat der Barentskooperation hat seinen Sitz in Kirkenes (Norwegen).

Barentsrat:

Im Barents Euro-Arktischen Rat kooperieren die Länder über die Außenminister und ihre Mitarbeiter. Dazu kommen Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Der Vorsitz routiert alle zwei Jahre zwischen  den Mitgliedsländern Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Aktuell hat ihn Schwedens Außenministerin Margot Wallström inne. Zu dem Rat gehören aber auch noch Dänemark, Island und die Europäische Kommission. Darüber hinaus haben eine Reihe von Ländern Beobachterstatus.

 Barents-Regionalrat:

Im Barents-Regionalrat arbeiten die nördlichen Verwaltungsbezirke oder Provinzen von Norwegen, Finnland, Schweden und Russland zusammen. In Arbeitsgruppen tauschen sie sich außerdem zu einzelnen Themen aus. Es werden Projekte gefördert, die die Begegnung von Menschen über die Grenzen hinweg ermöglichen.

Norwegen (Fylke):  Finnmark, Nordland und Troms

Schweden (Län): Norrbotten, Västerbotten

Finnland (Maakunta): Kainuu, Lappland, Oulu, Nordkarelien

Russland (Oblast): Archangelsk, Karelien, Murmansk, Komi, Nenets

aktueller Vorsitz: Finnmark

Urvölker

In der Barentsregion gibt es drei Urvölker: die Samen (in allen vier Ländern), Wepsen und Nenets (Russland). Sie haben eine eigene Arbeitsgruppe zur Sicherung ihrer Rechte und zur Zusammenarbeit in kulturellen und wirtschaftlichen Fragen (Working Group of Indigeniuos People).

Barentskooperation im Netz: http://www.barentscooperation.org/en