Aurora Basecamp: Warteraum für Nordlicht-Jäger

Island. Wer im Herbst oder Winter nach Island reist, hat meist vor allem eine Hoffnung: Nordlichter sehen! Dafür braucht es bekanntlich etwas Glück. Das neue Aurora Basecamp in der Nähe von Reykjavík kann die Lichter nicht herbeizaubern, verschafft den Wartenden aber beste Bedingungen.

Aurora Basecamp

Warten auf das Nordlicht unter besten Bedingungen im neuen Aurora Basecamp. Foto Aurora Basecamp

Das Wetter und die Aktivität der Sonne kann niemand beeinflussen. Mit allem weiteren will das Aurora Basecamp, das erst Anfang des Monats eröffnet hat, die Nordlichtsuchenden versorgen. Das Camp besteht aus drei igluförmigen Gebilden weit abseits des nächstgelegenen Ortes Hafnafjörður, etwa 20 Minuten Autofahrt entfernt von Reykjavík. Dort stört kein künstliches Licht die Himmelsshow. In der Aurora Lounge mit großem Fenster nach draußen können die Besucher sich aufwärmen, von den Aurora Guides lernen und sich mit heißen Getränken bei Laune halten, während sie auf die Nordlichter warten. Dabei ist alles nur spärlich beleuchtet, damit die Augen das Phänomen auch gut wahrnehmen können. Draußen gibt es Bänke und wärmendes Feuer. Auch Toiletten sind vor Ort.

Nordlicht in Miniatur

Eine Besonderheit des Basecamps ist die Nachbildung des Nordlichts in 1,6 Meter langen Glasrohren. Gase und Luftdruck entsprechen den Bedingungen in der oberen Atmosphäre. Bei der Zufuhr elektrischer Energie, analog dem Sonnenwind, zeigen in Miniatur das, was man mit Glück am Himmel sehen kann. Die Kombination ist eine Eigenentwicklung, und laut Iceland Monitor hat das Basecamp ein Patent darauf beantragt.

Um Nordlicht zu sehen, muss der Himmel möglichst wolkenfrei sein und die Sonne muss zuvor stärker aktiv gewesen sein. Der Aufenthalt im Aurora Basecamp kostet Eintritt (umgerechnet 28,20 Euro für Erwachsene)  und sollte vorab gebucht werden. Da es fernab des Ortes liegt, benötigt man ein Fahrzeug, um dorthin zu kommen. An Tagen mit schlechtem Wetter hat das Camp geschlossen.

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