Kältewelle lässt Eis auf der Ostsee wachsen

Schweden/Finnland. Kaltes Wetter und wenig Wind – das hat das Eis auf der nördlichen Ostsee nun in kurzer Zeit schnell wachsen lassen. Inzwischen sind bereits vier Eisbrecher in der Bottenwiek im Einsatz, und der fünfte ist schon unterwegs. Im Bergdorf Gielas (Västerbotten, Schweden) wurden -40,8°C gemessen, in Kilpisjärvi (Enontekio, Finnland) 39,9°C

Eiskarte vom 5.Januar 2026. Quelle SMHI/FMI

Der Dezember war vergleichsweise mild gewesen, lange blieb der finnische „Zeus“ vor Tornio der einzige Eisbrecher im Dienst. Das Eis beschränkte sich auf die Buchten und die inneren Schären. Doch nun zieht es sich wie ein breites Band um die gesamte Bottenwiek bis Kvarken. Auf der schwedischen Seite kam wie immer zuerst der kleine Eisbrecher  „Ale“ zum Einsatz, der inzwischen schon zum dünneren Eis bei Skellefteå weitergezogen ist. Vor Luleå hat der größere „Frej“ übernommen. Auf der finnischen Seite arbeitet „Voima“ vor Oulu. Auf der finnischen Seite ist schon mehr zugefroren. Als dritter finnischer Eisbrecher ist der im Sommer komplett überholte „Otso“ auf dem Weg vom Heimathafen in Helsinki und dürfte heute eintreffen. Auf der schwedischen Seite sind alle staatlichen Eisbrecher bis auf „Oden“ in Luleå versammelt. SMHI rechnet mit weiterem Eis-Zuwachs.

Es bleibt zunächst kalt

Zurzeit sind ganz Finnland und fast ganz Schweden von Schnee bedeckt. In den kommenden Tagen ist weiter mit Kälte im zweistelligen Bereich zu rechnen, in Nordschweden und Nordfinnland auch deutlich unter -20 °C. Die Schneeschauer halten sich vor allem in Süd- und Mittelschweden.

Eisbahnen in Luleå und Piteå jetzt nutzbar

Die kilometerlangen Eisbahnen auf Natureis in Luleå und Piteå sind nun voll nutzbar. Es stehen Tretschlitten bereit, die man gratis ausleihen darf. In Luleå ist das Eis auch bereits einmal abgehobelt worden, um nach den vielen Tau-und Gefrierprozessen wieder Schlittschuhqualität zu erreichen.

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