Einwohner von Reykjavik pflanzen Wald als Klimaschutz

Reykjavík (Island).  150 Hektar Wald sollen am Hang von Úlfarsfell wachsen – Reykjavíks Klimaschutzwald. Die Bürger waren eingeladen, bei der Pflanzung mitzuhelfen. Inzwischen stehen bereits mehr als 2500 Bäume. Darüber berichtete RÚV.

Wald

Bereits bestehender Wald bei Reykjavik

Jeder Hektar Wald soll sieben Tonnen CO2 im Jahr binden und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gepflanzt wurden Vogelbeere, Roterle, Weidenarten und Sitkafichte. Gleichzeitig soll der Wald als Naherholungsgebiet dienen. Das Projekt ist eine Kooperation der Stadt Reykjavík mit dem örtlichen Forstverband. Bürger waren jüngst eingeladen, im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion selbst Hand anzulegen. Rund 1000 Baumsetzlinge kamen so in die Erde. Weitere Pflanzaktionen für die Allgemeinheit sind geplant.

Island hatte mal viel mehr Wald. Die frühen Siedler holzten ihn ab, bis kaum noch etwas übrig war. Wind und Erosion aufgrund von Überweidung durch Schafe verhinderten, dass neue Bäume nachwuchsen. Seit mehr als 100 Jahren wird der Wald bewusst geschützt, inzwischen auch massiv angepflanzt. Nun wächst die bewaldete Fläche wieder und beträgt heute etwa 2 Prozent. Bäume pflanzen, um CO2 aus der Luft zu holen und zu speichern, ist außerdem ein Teil des isländischen Klimaschutzkonzeptes.

Mit dem Wald kam die Gefahr für Waldbrände: Im Naherholungsgebiet Heiðmörk bei Reykjavík vernichteten die Flammen 61 Hektar, darunter auch Wald.

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