Qanga – die Geschichte Grönlands als Graphic Novel

Grönland/Frankfurt. Eis, Schnee und ein paar Wikinger, die vorbeischauten: Das ist selbstverständlich nicht die vollständige Geschichte Grönlands. Mehr über die Besiedlung durch die Inuit und ihre Kultur erfährt man in der Wanderausstellung „Qanga“, die bis zum 19. April 2020 im Archäologischen Museum Frankfurt Station macht. Der grönländische Künstler Nuka Godtfredsen und seine Frau Lisbeth Valgreen präsentieren dort die Frühgeschichte der arktischen Insel als Graphic Novel.

Qanga

Bild aus der Wanderausstellung „Qanga“ von Nuka K. Godtfredsen/ Quelle Wikimedia/ CC BY 3.0,

Für „Qanga“ haben Godtfredsen und Valgreen eng mit den Archäologen des dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen zusammengearbeitet. Das vermittelte historische Wissen basiert auf den neuesten Erkenntnissen. In Geschichten verpackt wird gezeigt, wie die Menschen vor 4500 Jahren aus Kanada einwanderten und wie sie dort lebten.

Nuka Godtfredsen wurde in Narsaq in Südgrönland geboren. Er ist der Großneffe von Johan Markussen, einem bekannten grönländischen Maler, und begann schon früh, selbst mit Farben zu experimentieren. Er illustrierte grönländische Bücher und Schulbücher und schuf den Comic-Antihelden Andala. Die Comics wurden zunächst in der grönländischen Zeitung Sermitsiaq und später als Bücher veröffentlicht. Auf Wanderungen und durch Gespräche mit älteren Grönländern wuchs sein Interesse an der Vorzeit, und er begann, Serien dazu zu zeichnen. Heute lebt Godtfredsen mit seiner dänischen Frau Lisbeth Valgreen, einer Eskimologin und Autorin, in Kopenhagen. Sie arbeiten in vielen Projekten zusammen.

Die Ausstellung „Qanga“ zeigt die Vorgeschichte Grönlands als Erzählung in 30 Aquarellen. Sie nehmen die Besucher auf die Reise der Schamanin Ukaliatsiaq mit,  gehen auf Jagd mit dem Fänger Nanu oder verfolgen das Leben des Inuitjungen Qajuuttaq. Das Museum ergänzt die Bilder mit historischen Gebrauchs- und Kultgegenständen aus der Sammlung für Weltkulturen in Frankfurt.

Grönlandische Zukunft: „Our arctic Future“

Der grönländischen Neuzeit widmet sich ergänzend die Posterausstellung „Our arctic Future“. Bekanntermaßen gibt es eine Reihe von Herausforderungen dort, und die Probleme durch die schmelzenden Gletscher betreffen den ganzen Planeten.  In Porträts und Interviews kommen Studenten, Designer, Autoren, Musiker und Forscher aus Grönland und von den Färöern zu Wort.

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