Keine ausländischen Touristen: Eishotels hoffen auf Einheimische

Schweden/Norwegen/Finnland. Eis- und Schneehotels gehören normalerweise zu den besonderen Attraktionen im Nord-Winter. Sie sind vor allem bei ausländischen Touristen beliebt. Was aber, wenn diese gar nicht kommen können? Fast alle, so zeigt sich, haben ihr Eishotel trotzdem gebaut und hoffen nun auf einheimische Touristen in den kommenden Wintersportferien.

Lumilinna in Kemi 2019

Lumilinna in Kemi 2019

Die Geschichte der Eishotels begann 1989 in Jukkasjärvi bei Kiruna, Schweden. Tourismusunternehmer Yngve Bergqvist hatte dort am Torneälv ein 250 Quadratmeter großes Iglu gebaut und zeigte darin Kunst aus dem Flusseis. Weil alle warme Hütten ausgebucht waren, übernachtete eine Gruppe dort und war anschließend begeistert. Bergqvist dachte weiter. Und so entstand das erste „Icehotel“. Die Idee fand schnell Nachahmer in den Nachbarländern, Schnee- und Eisskulpturen gehören dabei stets mit zum Programm. Inzwischen gibt es in Jukkasjärvi auch eine mit Solarstrom betriebene Ganzjahresanlage.

Rabatte sollen Einheimische locken

Es sei nicht leicht gewesen, trotz des erwarteten Kundenausfalls ein neues Eishotel zu bauen, so die heutige Geschäftsführerin Malin Franck im Dezember zu SVT. Doch man habe sich dafür entschieden. Wer nicht hinreisen kann, kann sich die Kunst auf Instagram ansehen. Auch die norwegischen Eishotels in Sorrisniva bei Alta und im Tamokdalen bei Tromsø wurden ebenfalls gebaut, berichtet NRK –  im Tamokdalen allerdings etwas kleiner. Das Kirkenes Snowhotel ist inzwischen eine reine Ganzjahresanlage und deshalb ohnehin vorhanden. Nun richtet man sich an einheimische Touristen, teilweise mit kräftigen Rabatten. In Finnland sind Luvattumaa in Levi bei Kittilä und das Lumihotelli bei Rovaniemi wieder entstanden.

Kemi baut dieses Jahr nur in Miniatur

Kemi dagegen verzichtet dieses Jahr auf sein „Lumilinna“ – jedenfalls auf das in gewohnter Form. Statt dessen soll eine Miniatur-Schneeburg in der Ganzjahresanlage nebenan entstehen, in der man aber nicht übernachten kann. Auch Fahrten mit dem Eisbrecher Sampo von Kemi aus finden nicht statt – an diesen nahmen fast ausschließlich ausländische Touristen teil.

Früherer Artikel zum Thema:Kemi setzt auf noch mehr Schnee und Eis

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