Island. Vor fünf Jahren begann sich das Land am Vulkan Askja zu heben, und die Fachleute führten dies auf einströmendes Magma zurück. Auch starke geothermische Aktivitäten wurden dort beobachtet, Doch mehr passierte nicht – und neue Messungen zeigen, dass das Land sich nicht mehr hebt. An der Askja herrscht wieder Ruhe. Das meldeten das isländische Wetteramt (Veðurstofa) und RÚV.
Die Landhebungen an der Askja waren zeitweise so deutlich, dass sogar der Farbcode für die Luftfahrt auf „Gelb“ gesetzt wurde. Es gab Erdbeben, das Wasser im großen See Öskjuvatn und im kleinen Kratersee Víti erwärmte sich zeitweise auffällig. Doch gerade hat ein Team aus Wissenschaftlern des isländischen Wetteramtes und der Universität Göteborg Messungen an der Askja durchgeführt und gibt Entwarnung. „Die Landhebung hat einfach aufgehört“, so Naturgefahrenspezialistin Ingibjörg Andrea Bergþórsdóttir vom Wetteramt, zu RÚV. Es gibt sogar eine leichte Absenkung, und die seismische Aktivität ist gering.
Verhalten eines Vulkans schwer vorherzusehen
Die Wissenschaftlerin beschreibt die Entwicklung als eine normale Variante dessen, wie sich Vulkane verhalten können. Zu Beginn einer Landhebung sei es unmöglich, vorauszusehen, was als nächstes passiere: Landhebung könne zu Magmafluss und Vulkanausbruch führen – oder einfach aufhören, so wie jetzt an der Askja. Der letzte Ausbruch dort war im Herbst 1961.
Das Wetteramt warnt allerdings davor, dass in den geothermalen Gebieten an der Askja immer noch Dampfexplosionen auftreten können.
Auch Reykjanes ruhig
Auch auf Reykjanes, Islands jüngstem Vulkan-Hotspot, ist es zurzeit ruhig. Dort hatte die Landhebung allerdings tatsächlich zu Magmaflüssen und Vulkanausbrüchen geführt, der letzte vom 16. Juli bis 5. August 2025. Seitdem hat sich zwar das Land erneut gehoben, es gibt aktuell aber keine Anzeichen für einen weiteren Ausbruch.
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