Älvsbyn (Schweden). Die schwedische Regierung hat grünes Licht für weiteren Schritte zum Abbau des Kupfervorkommens Laver bei Älvsbyn in Norrbotten gegeben, Antragsteller ist der schwedische Bergbaukonzern Boliden. Naturschutzorganisationen hatten gegen das Projekt geklagt. Es stehen allerdings noch mehrere Schritte aus, bevor Boliden dort wirklich loslegen kann. Darüber berichtete unter anderem SVT.

Laver liegt im nordschwedischen Inland und gehört zur Kommune Älvsbyn. Karte sel auf der Basis von Openstreetmap
In Laver wurde schon einmal Kupfer abgebaut, von 1936 bis 1947. Die Spuren davon kann man heute noch vor Ort sehen. Der damaligen Grubenort, in dem das Personal praktischerweise wohnte, inklusive Kino und Schwimmbad, ist allerdings abgerissen worden, einige Gebäude wurden auch umgezogen. Insgesamt wurden dort in zehn Jahren 1,4 Millionen Tonnen Erz abgebaut, was 17 300 Tonnen Kupfer ergab. Die Grube wurde letztlich aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen, es gab nicht so viel Kupfer wie erwartet. Heute wächst dort Wald, und der ehemalige Tagebau ist ein 34 Meter tiefer See.
Zukünftiges Bergwerk viel größer als das frühere
Die neuen Pläne von Boliden sollen um ein Vielfaches größer ausfallen. Beantragt ist jetzt der Abbau von knapp 600 Millionen Tonnen, wobei die bisher bekannten Mineralzugänge 850 Millionen Tonnen umfassen. Der Kupfergehalt liegt bei 0,24 Prozent, außerden gibt es etwas Silber, Gold und Molybdän. Der geringe Kupfergehalt heißt, dass sehr viel Gestein herausgebrochen werden muss, um letztlich das Kupfer zu gewinnen, das man verkaufen kann, und dass es sehr viel Abraum geben wird. Der Kupfergehalt in Laver ist allerdings höher als in Bolidens riesiger Grube Aitik bei Gällivare, wo er unter 0,2 Prozent liegt.
Klage der Naturschutzverbände abgewiesen
Einen früheren Antrag hatten die Behörden abgelehnt. Mit dem neuen Antrag hatte Boliden jedoch Erfolg bei den Behörden und Politikern. Dagegen hatten allerdings der schwedische Naturschutzverein und die Umweltgruppe Pite Älvdal geklagt, die Umweltschäden befürchten. Im Umfeld von Laver liegen Natura 2000 -Schutzgebiete und der Fluss Pitealv, der in der Nähe seine größte Attraktion hat: die Stromschnellen Storforsen. Diese Klage wurde nun abgewiesen.
Was wird aus dem Natura-2000-Status?
Bis zum Grubenstart muss Boliden allerdings noch mehrere Schritte durchlaufen. Unter anderem steht noch die Genehmigung zu den Umweltauswirkungen aus sowie die Frage, wie die Grube mit dem Natura-2000-Status vereinbar ist. Das gehört zu den Punkten, an denen Boliden früher gescheitert war, inzwischen wurde jedoch das Verfahren geändert.
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Kein neues Leben für Kupfergrube Laver – Boliden klagt
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