Lava steigt am Schutzwall vor Svartsengi und der Blauen Lagune

Reykjanes (Island). Gäbe es die Schutzwälle nicht, wären das Kraftwerk Svartsengi und die Blaue Lagune schon mit Lava bedeckt. Diesen Schluss darf man wohl ziehen aus der aktuellen Entwicklung auf Reykjanes. Allerdings dauert der Vulkanausbruch an, und die Lava hat an einigen Stellen schon die Höhe des Walls erreicht. Es wird daran gearbeitet, sie an den kritischen Stellen zu erhöhen, außerdem wird nun die Technik zu Kühlung des Lavaflusses eingesetzt. Darüber berichtete RÚV. Update 22 Uhr: Die Aktivität des mittleren Kraters sei seit heute morgen stark gesunken, meldet der isländische Wetterdienst.

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Northvolt: Antrag auf Rekonstruktion, Peter Carlssons Abgang

Skellefteå (Schweden). Ein neuer Akt im Northvolt-Drama hat begonnen: Northvolt hat in den USA um eine Rekonstruktion nach „Chapter 11“ ersucht und in dem Zuge neues Geld eingeworben. Am Tag danach ist Gründer Peter Carlsson als Geschäftsführer zurückgetreten. Damit soll der Weg frei gemacht werden für ein neues Kapitel, das das Unternehmen retten soll. Durch den Rekonstruktionsprozess geht Aktienbesitzern aber voraussichtlich der Großteil des Wertes verloren. Das betrifft auch VW und BMW.

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Wieder Perlenkettenquallen in Lachszuchtanlagen

Hammerfest (Norwegen). Lachszüchter in der West-Finnmark haben einen ungebetenen Gast in ihre Anlagen bekommen: Apolemia uvaria, die Perlenkettenqualle. Bisher sind mehr als 125 000 Fische bei einem großen Akteur nahe Hammerfest und 2000-4000 bei einem benachbarten Lachszüchter gestorben. Es ist nicht das erste Mal: Im vergangenen Jahr starben drei Millionen Zuchtlachse aufgrund der Qualle. Darüber berichteten iLaks, NRK und das norwegische Meeresforschungsinstitut.

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Vulkan auf Reykjanes wieder ausgebrochen

Reykjanes (Island). Der Vulkan auf Reykjanes ist in der Nacht zu heute wieder ausgebrochen – fast ohne Vorwarnung. Die Eruptionsspalte befindet sich zwischen Stóra-Skógfell und Sýlingarfell und wuchs bis auf drei Kilometer Länge an. Die Blaue Lagune und Grindavík wurden evakuiert. Der Ort Grindavík gilt aktuell nicht als gefährdet. Die Lava hat jedoch einen ungünstigen Weg entlang des Schutzwalls genommen – unter der Hochspannungsleitung von Svartsengi hindurch und über den Parkplatz der Blauen Lagune. Darüber berichteten RÚV und der isländische Wetterdienst (Veðurstofa).

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Norwegen: „Besuchsbeitrag“ für Touristen vorgeschlagen

Norwegen. Die norwegische Regierung will den Kommunen ermöglichen, einen „Besuchsbeitrag“ zu erheben. Diese Gebühr soll jeweils bei der Übernachtung fällig werden, ob im Hotel oder bei Airbnb. Der Vorschlag wurde bisher bei den Anbietern eher kritisch aufgenommen, da er an die Übernachtung gekoppelt ist. Damit sei die Belastung ungleich verteilt. Manche sind auch grundsätzlich gegen einen solchen Beitrag. Darüber berichtete NRK.

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Lokmangel: Keine Nachtzüge zwischen Trondheim und Bodø

Norwegen. Seit dem tragischen Zugunglück bei Finneidfjord hat noch kein Zug die Unglücksstelle wieder passiert. Ab Anfang Dezember soll die Bahn wieder von Trondheim nach Bodø durchfahren können. Die Nachtzüge sind allerdings bis auf Weiteres eingestellt: Der Zuggesellschaft Nord von Betreiber SJ Norge fehlen Loks. Darüber berichtete NRK.

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Finnische AKW Olkiluoto 3 und Loviisa 2 ungeplant abgeschaltet

Finnland. Innerhalb von zwei Tagen fielen in Finnland gleich zwei Atomkraftwerke aus: Am Sonntagnachmittag schaltete sich Olkiluoto 3 wegen eines Turbinenfehlers automatisch ab, wie der Betreiber TVO mitteilte. Was zuerst wie ein kleines Problem aussah, braucht nun doch mindestens zwei Tage. Gestern Abend fuhr außerdem das Atomkraftwerk Loviisa 2 unplanmäßig herunter. Solche Störfälle sind auch eine Herausforderung für das Netz.

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Rezension: „Mein Spitzbergen“ von Birgit Lutz

Wie ist das, wenn man einen Gletscher gut kennt, und plötzlich fehlt da ein großes Stück? Wenn nicht nur ein bisschen weggeschmolzen ist, sondern so viel, dass sich das gesamte Panorama verändert hat? Birgit Lutz bereist Spitzbergen seit 16 Jahren beruflich. Es sind 16 Jahre, in denen dort viel passiert ist – nicht nur aufgrund des Klimawandels. In „Mein Spitzbergen“ präsentiert sie uns das blaueste Blau, den besonderen Geist von Longyearbyen, Protagonisten wie Krabbentaucher und Ruderfußkrebse und natürlich Eisbären. Doch die Frage „Wie lange noch“ steht immer im Raum.

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Bericht zu Rentierhalter-Rechten nicht genehm – Komitee aufgelöst

Schweden. Vor vier Jahren fiel das Girjas-Urteil – die Rentierhalterkooperative Girjas Sameby bekam das alleinige Recht zugesprochen, Angeln und Kleintierjagd in seinem Gebiet zu verwalten. Als Folge daraus gab die damalige Regierung eine Untersuchung in Auftrag, die die Ansprüche der anderen Kooperativen einschätzen und einen Gesetzesvorschlag erarbeiten sollte. Der erste Teilbericht dieses „Renmarkskommittés“ kam 2023 – und erhielt Kritik von vielen Seiten. Nun hat die Regierung das Komitee vorzeitig aufgelöst.

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Erfolg für Fischereiriesen im Rechtsstreit mit Künstler Odee

Großbritannien/Island. Der isländische Künstler Odee hat den Rechtsstreit gegen den Fischereikonzern Samherji verloren. Odee hatte eine Webseite im Stil Samherjis gestaltet und dort „We´re sorry“ verkündet – die Entschuldigung nach dem Skandal um Bestechung und Fischereiquoten in Namibia. Er hatte auch Pressemitteilungen verschickt. Dagegen hatte der Konzern wegen Verletzung der Markenrechte und böswilliger Falschaussage geklagt. Das Gericht gab nun Samherji recht: Odees Website habe zu echt ausgesehen.

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