Norwegen: Fluglotsen im Streik – Verspätungen und Ausfälle

Norwegen. Seit gestern sind die ersten Fluglotsen in Norwegen im Streik, in Oslo (Gardermoen) und Bergen (Flesland). Es kam bereits zu Ausfällen und Verspätungen im Flugverkehr. Für Dienstag ist eine Ausweitung des Streiks angekündigt. Darüber berichtete NRK .Update 21 Uhr: Heute (Samstag) fielen laut NRK 72 Flüge aus, inklusive solche aus dem/ins Ausland. Der Luftraum über Bergen und Stavanger ist von 18.45 Uhr bis 22.20 Uhr geschlossen. In Bergen müssen Hunderte Wartende auf dem Flughafen übernachten.

Von den Ausfällen sind inzwischen nicht mehr nur SAS-Flüge betroffen.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Fluglotsen-Gewerkschaft und den Arbeitgebern scheiterten weniger am Geld, sondern an den von den Fluglotsen gewünschten Pausenregelungen, Optionen für verschiedene Lebensphasen und Rahmen für Lehrtätigkeit. Alle Vermittlungsversuche sind bisher gescheitert. Es ist aktuell unklar, wann die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Laut NRK hat die Gewerkschaft der Fluglotsen rund 600 Mitglieder in 20 Kontrolltürmen und drei Kontrollzentren. 536 können für Streiks aus ihrem Dienst abgezogen werden. Zu Beginn wurden nun zunächst zwölf Mitglieder abgezogen, aus den Türmen in Gardermoen  (Oslo) und Flesland (Bergen). Dies beeinträchtigt die Starts und Landungen in diesen beiden Knotenpunkten. Laut NRK wurden gestern rund 60 Flüge eingestellt, andere waren verspätet. Gardermoen wird morgen früh von 6.30 Uhr  bis 11.30 Uhr komplett ausfallen. Ab Dienstag sollen acht weitere Fluglotsen in den Streik gehen, zwei davon aus dem Kontrollturm in Tromsø.

Sorgen auf Spitzbergen

Spitzbergen ist besonders abhängig vom Flugverkehr – es ist, abgesehen von Kreuzfahrtschiffen, die einzige Methode, wie man dorthin kommen kann, und es sind ohnehin nur wenige Flüge pro Tag. Wie Svalbardposten berichtet, gibt es allerdings keine Priorität für Svalbard-Reisende – lediglich für Notfälle. Mindestens einer der Sonntagsflüge aus Gardermoen (Oslo) ist eingestellt.

Folgen für Reisende

Denjenigen, die in diesen Tagen fliegen wollten, rät die norwegische Flughafengesellschaft Avinor, auf alle Fälle zum Flughafen zu kommen, sofern man nichts anderes von seiner gebuchten Airline gehört hat. Man sollte sich aber auf Ausfälle vorbereiten. Ob ein Flug eingestellt ist, ist auch auf der Internetseite des jeweiligen Flughafens von Avinor zu sehen. Übersicht über die erwarteten Konsequenzen laut Avinor: How to deal with a strike .

Stand 22. 8., 21.30 Uhr

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Ein Kommentar zu Norwegen: Fluglotsen im Streik – Verspätungen und Ausfälle

  1. Doris Polin sagt:

    Die Flüge können nicht online umgebracht werden trotz Stornierung der Fluggesellschaften

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