Island. Ein Tourist stürzte am Montag bei Stuðlagil in Ostisland in den Fluss Jökulsá á Brú. Er wurde spätabends tot geborgen. Es war bereits der zweite tödliche Sturz dort innerhalb von zwei Jahren. Darüber berichteten RÚV und mbl.is.
Die Polizei waren um 13.15 Uhr Ortszeit alarmiert worden. Rund 100 Einsatzkräfte inklusive Hubschrauber suchten nach dem Verunglückten. Der Mann war auf der Ostseite (die Klaustursel-Seite) in den Fluss gestürzt. Es wurde bereits dunkel, als man ihn in in einer Stelle auf drei bis vier Metern Tiefe fand.
Bei dem Verunglückten handelt es sich laut Medien um einen ausländischen Touristen in den Dreißigern, der nicht mit einer organisierten Tour, sondern individuell mit einigen anderen unterwegs gewesen war. Nähere Umstände zu dem Sturz wurden nicht beschrieben. Die Polizei hat vor Ort Augenzeugen vernommen und geht von einem Unfall aus.
170 000 Besucher allein dieses Jahr
Die Schlucht Stuðlagil mit ihren Basaltfelsen ist innerhalb weniger Jahre zu einem beliebten Touristenziel geworden. Die Felsen sind erst so gut sichtbar, seit das Wasser des Flusses Jökulsá á Brú (auch: Jökla oder Jökulsá á Dal) vom Kárahnjúkar-Staudamm zurückgehalten wird. Laut RÚV waren in diesem Jahr bereits 170 000 Menschen dort. In den vergangenen Jahren wurden umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro in Infrastruktur dort investiert, unter anderem in die Sicherung der Wege und eine Aussichtsplattform. Neben der Gefahr, von den Felsen abzustürzen, ist auch der kalte, schnell strömende Fluss nicht zu unterschätzen.
Erster tödlicher Unfall im Oktober 2024
Es war nicht der erste tödliche Unfall dort: Im Oktober 2024 stürzte dort eine Touristin ab und konnte ebenfalls nur tot geborgen werden. Danach gab es eine Diskussion um die Sicherheit auf der Ostseite der Schlucht.
Früherer Artikel zum Thema:
Touristin in der Schlucht Stuðlagil tödlich verunglückt

