Restaurant Koks mit Stern: Gourmet-Destination Färöer

Färöer. Wenn Sie bei Koks zuerst an dieses weiße Pulver denken, sind Sie nicht aus der Gourmet-Branche. Koks ist das Restaurant, das 2017 als erstes und bisher einziges auf den Färöer überhaupt einen Michelin-Stern bekam. Diese Auszeichnung konnte Chefkoch Poul Andrias Ziska auch für die diesjährigen Ausgabe des Michelin Guide Nordic Countries verteidigen.

Poul Andrias Ziska

Poul Andrias Ziska. Foto Claes Bech-Poulsen/ Ehrenberg Kommunikation

Poul Andrias Ziska, gerade erst 28 geworden, stammt selbst von den Färöer. Er hat aber zeitweise auch in Sternerestaurants in Dänemark und Spanien gearbeitet, bevor er 2014 als Küchenchef ins Koks zurückkehrte und diesem zu diversen Auszeichnungen verhalf. 2015 wurde es „Restaurant des Jahres 2014 im Norden„. 2017 kam dann der Michelin-Stern und der zweite Platz für Koks im White Guide für das Königreich Dänemark. Ziska wurde dabei „Junges Kochtalent des Jahres„.

Was macht seine Küche so besonders? „Er hat eine besondere Fähigkeit, ganz einzigartige Geschmackserlebnisse hervorzurufen, ausgehend von handgeernteten lokalen Produkten. Poul ist die Gegenwart – und die Zukunft“ schreibt der White Guide über das „junge Kochtalent“. Poul Andrias Ziska gehört zu der neuen Generation von Köchen im Norden, die ihren Fokus auf regionalen Produkten haben und daraus neue Menüs kreieren.

Koks

Meeresspezialitäten. Foto Claes Bech-Poulsen/ Ehrenberg Kommunikation

Das Restaurant beschreibt das Angebot so: „Soweit möglich, benutzt Koks färöische Produkte. Was nicht vor Ort erhält ist, kommt aus anderen nordischen Ländern. Unsere Rohware stammt aus der wilden See, vom durch starke Strömungen sauber gefegten Meeresboden, von der Brandung gewaschenen Tangwäldern und steilen grünen Hügeln.“ Serviert werden Fisch, Meeresfrüchte oder Schaffleisch entweder frisch oder auf speziell färöische Weise fermentiert (ræst). Viel Gemüse wächst auf den Färöer nicht, doch es gibt wilde Beilagen, die anderswo gar nicht erhältlich sind.

Zuletzt war Koks in Kirkjubøur südlich von Tórshavn zu finden. Am 10. April hat es nun in Leynar wiedereröffnet – in einem alten Bauernhaus von 1740 in traditionellem Stil, etwa 20 Minuten Autofahrt nördlich von Tórshavn.

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