Gruß von der Sonne zur Tag-und-Nacht-Gleiche.
Grönland/Island. Ein Tief vor Ostgrönland hat gestern für extreme Wetterverhältnissen in Island und Ostgrönland gesorgt. In Tasiilaq gab es einen Piteraq mit Böen von mehr als 40 Meters pro Sekunde. Über Island zog ein Sturm mit heftigen Schneeschauern. Sämtliche Flüge wurden eingestellt. Darüber berichteten KNR und RÚV.
Schweden/Finnland. Plusgrade, Lücken in der Schneedecke und nasses Eis: Nach zwei ungewöhnlich kalten Wintermonaten erleben Schweden und Finnland einen März, der eher ein April ist. Und während in der Bottenwiek noch alle Eisbrecher aktiv sind, schwindet der Bedarf im Finnischen Meerbusen.
Piteå (Schweden). Schwedens Windkraftkommunen erwarten in den kommenden Wochen einen Geldregen. Um die Bereitschaft zum Ausbau der Stromerzeugung zu fördern, hatte die Regierung Summen in Aussicht gestellt, die der Grundsteuer entsprechen – die bisher an den Staat geht. Am meisten hat dabei die Kommune Piteå zu erwarten, auf deren Gebiet der Windpark Markbygden mit bisher knapp 600 Anlagen steht. Darüber berichtete unter anderem SVT.
Ålesund (Norwegen). Wegen eines Terrainbrands mussten rund 300 Personen auf Ålesunds westlichster Insel Hessa evakuiert werden. Der Brand hatte sich gestern Nachmittag an den Hängen des Bergs Sukkertoppen ausgebreitet. Die Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Der nächtliche Regen half, den Brand einzudämmen. Darüber berichtete unter anderem NRK. Bisher sind aber alle Häuser unversehrt. Update 19.3., 9 Uhr: Nach einer zweiten Nacht im Hotel dürfen die Evakuierten nun wieder nach Hause.
Schweden/Norwegen. Die Nachtzugverbindungen nach Nordschweden und Narvik werden aus Kostengründen halbiert – das wurde im Dezember angekündigt. Nun ist klar, wie das in der Praxis aussehen wird: Es wird keinen durchgehenden Zug von Stockholm nach Narvik mehr geben. Wer weiter will als Luleå, muss um 5.42 Uhr in Boden umsteigen.
Finnland/Schweden. Eine ungewöhnliche Skitour hatte sich ein Mann und eine Frau aus Deutschland vorgenommen: von Oulu in Finnland bis Luleå in Schweden über das Eis der Bottenwiek. Sie kamen zwar ein gutes Stück weit, doch dann brach eine Scholle, und ein Großteil ihrer Ausrüstung versank. Die beiden konnten von einem Hubschrauber der finnischen Küstenwache gerettet werden. Darüber berichteten Yle und SVT.
Grönland. Der innenpolitische Streit um das Bergbau-Vorhaben in Kuannersuit ist lange vorbei – vor gut fünf Jahren beschloss das grönländische Parlament ein Gesetz, das Uranabbau verbietet. Die Bergbaufirma versucht jedoch, ihre Interessen nun juristisch durchzusetzen. Für die grönländische Regierung gab es jüngst einen Etappensieg: Das dänische Schiedsgericht wies nicht nur das Verfahren ab – die Bergbaufirma muss sogar 90 Prozent von Grönlands Sachkosten zahlen. Darüber berichteten auch KNR und Sermitsiaq
Alta (Finnmark). Für den Schweden Petter Karlsson lief es beim Finnmarksløpet 2026 wie gewünscht: Er siegte zum fünften Mal bei Europas längstem Hunderennen, vor dem lokalen Favoriten Harald Tunheim. Für die in diesem Jahr 1139 Kilometer lange Strecke benötigte Karlsson sechs Tage, 15 Stunden und 41 Minuten. Beobachter heben nun sein Pausenkonzept als Schlüssel zum Erfolg hervor. Diesmal brachen weniger Fahrer die Tour ab als in den vergangenen Jahren – sowohl auf der längsten als auch auf der kürzeren Distanz.
Finnland/Schweden. Die Temperaturen sind gestiegen – aber das dicke Ostseeeis ist im Norden und Osten immer noch da. Aufgrund einer Sturmwarnung ist der Eisbrecherbetrieb in Kvarken und der Bottenwiek aber heute eingestellt, denn die sich bewegenden und auftürmenden Eisschollen können Schiffe beschädigen. Damit ruht aktuell der Schiffsverkehr im nördlichen Ende der Ostsee (fast) komplett, auch die Fähre Aurora Botnia zwischen Umeå und Vasa hat ihre Fahrten eingestellt.