Finnland/Schweden. So viele Nachwuchslachse wie schon lange nicht mehr verließen 2025 den Tornefluss, um in der Ostsee zu wachsen. Und es kehrten auch vergleichsweise viele zum ersten Mal zurück in den Fluss, um dort zu laichen. Das meldet das finnische Institut für Naturressourcen, Luke. Dessen Fischexperten sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich der Ostseelachs erholt.
Die Lachsaison 2025 hatte nicht gut begonnen. Zunächst sah es in vielen Flüssen so aus, als kämen noch weniger Lachse zurück als im schon schlechten Vorjahr, auch im Tornefluss (finnisch Tornionjoki, schwedisch Torneälven). Wegen der beiden schlechten Jahre 2023 und 2024 war die Lachsfischerei dort schon seit April beschränkt worden, sowohl für Berufsfischer als auch für Hobbyangler. Ab Mitte Juli zählte das Echolot jedoch mehrere Tag lang über 1000 Fische täglich, und insgesamt endete die Saison mit gut 45 000 flussaufwärts wandernden Lachsen. Etwa ein Drittel davon waren sogenannte „Grilse“, junge Lachse, die nach einem Jahr in der Ostsee zurück in den Tornefluss kamen – gut fünf Mal so viele wie 2024. Diese große Zahl mache Hoffnung darauf, dass auch dieses Jahr viele zurückkämen, dann als mittelgroße Lachse, so Luke-Fischexperte Ville Vähä. Dass die Zahlen insgesamt wieder höher liegen als zuletzt, führte er gegenüber Yle auf eine stärkere Beschränkung der Fischerei in der Ostsee und günstigere Bedingungen für den Fisch zurück.
Drei Millionen Smolt in die Ostsee

In den Tornefluss zurückkehrende Lachse. Quelle Luke.fi
Eine weitere Hoffung liegt auf den gut drei Millionen Smolt, also Lachs-Nachwuchs, der zum ersten Mal aus dem Fluss ins Meer schwimmt. Die Zahl wurde durch Forschungsfänge ermittelt und war noch nie so hoch seit Beginn der Erhebung 1991. Der meiste Lachs-Nachwuchs verbringt drei Jahre im Fluss, bevor er zum ersten Mal ins Meer schwimmt, manche auch vier. “ Eine starke Smoltwanderung aus dem Tornefluss ist ein gutes Zeichen, aber erst in ein paar Jahre werden wir sehen, ob die große Menge an Smolt auch zu einer großen Zahl an zurückkehrenden Lachsen führt“, so Jenni Prokkola von Luke. Da die meisten zwei Jahre in der Ostsee bleiben, bevor sie zum ersten Mal zum Laichen kommen, kann man das Ergebnis erst 2027 erwarten.
Angesichts der schlechten Lachs-Zahlen zu Beginn der Saison vermuteten viele Fischexperten die Ursache nicht in den Flüssen, sondern in der Ostsee. Das Endergebnis war unterschiedlich. Beispiele:
- Simojoki: 1808, ungefähr Vorjahresniveau
- Kalixälven bei Jockfall: 7732, etwas unter Vorjahresniveau
- Vindelälven, Norrfors: 10792, über Vorjahresniveau
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