USA investieren weitere 10 Millionen Dollar in Grönland

Grönland. Grönland hat ein weiteres Abkommen mit den USA geschlossen. Danach soll Grönland innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 10 Millionen US-Dollar von USAID erhalten. Es handelt sich um ein Rahmenabkommen, durch das eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern gefördert werden soll. Das Abkommen unterschrieb Grönlands Außenminister Pele Broberg.

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Grönlands Außenminister Pele Broberg und Margot Ellis von USAID. Quelle: Naalakkersuisut

Das Abkommen ist der dritte millionenschwere Vertrag der USA mit Grönland innerhalb kürzester Zeit. Eine zentrale Vereinbarung waren neue Regeln für den Servicekontrakt auf der US-Militärbasis Thule Air Base/ Pituffik im vergangenen Jahr. Darauf folgte ein Paket mit Projektmitteln von 12 Millionen Dollar aus unterschiedlichen Quellen des US-Haushalts. 

Das neue Abkommen beruht auf vier Säulen:

  • Grönland soll konkurrenzkräftiger werden. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes soll gestärkt werden. Die guten Beziehung zu den USA sollen ebenfalls weiterentwickelt werden.
  • Dabei sollen unter anderem nachhaltiger Tourismus gefördert werden.
  • Auch die Anpassung an die Klimaänderungen und die Umstellung auf saubere Energie wird gefördert.
  • Außerdem sollen Beispiele für vorbildliches Management im Rohstoff- und Energiesektor ausgezeichnet werden.

Mit Grönland handeln statt es kaufen

Sowohl Dänemark als auch Grönland selbst hatten das Kaufangebot von Donald Trump vor zwei Jahren ausgeschlagen. Die damalige grönländische Regierung hatte allerdings deutlich gemacht, dass Handelsbeziehungen mit den USA erwünscht sind. Genau das passiert nun.

Für das Sicherheitsbedürfnis der USA spielt Grönland aufgrund seiner geografischen Lage eine wichtige Rolle.

Die neue grönländische Regierung steht den USA zwar kritischer entgegen als die frühere. Insbesondere Pele Brobergs Partei Naleraq wünscht sich aber eine bessere wirtschaftliche Entwicklung von Grönland, um nicht länger auf den Blockzuschuss aus Dänemark angewiesen zu sein.

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