Tückische Ostern!

Norwegen/Schweden/Finnland. Frisches Grün und Blüten zu Ostern? Das gibt die Natur am Polarkreis noch nicht her. Statt mit Gartenarbeit werden die Osterfeiertage gerne noch einmal mit winterlichen Aktivitäten verbracht: Mit Skifahren, auf dem Schneemobil oder beim Eisfischen. Das hat alles so seine Tücken, besonders in diesem Jahr.

Skifahren

Bretter, die Winterfreuden bedeuten!

Loipe, Piste oder querfeldein? An den meisten Stellen reicht der Schnee noch zum Skifahren, besonders in den Bergen. Der große Spielverderber für Offpist-Freuden an diesem Ostern sind die Schneeverhältnisse: Die Wärme hat den Schnee schwer und feucht gemacht. Fast überall in Nordnorwegen herrscht bedeutende Lawinengefahr, meldet varsom.no. Die Bilanz dieses Winters ist in Norwegen bisher schlimm genug: Elf Menschen starben in der Saison bereits durch Lawinen, darunter auch erfahrene und gut ausgerüstete Fahrer. Offenbar haben sich sie Osterurlauber das zu Herzen genommen. Das norwegische Rote Kreuz meldete bei NRK  gestern besonders ruhige Feiertage bisher. Auf der schwedischen Seite der Bergkette ist die Lawinengefahr beim Skifahren nicht ganz so groß. Die Bedingungen sind nachzusehen unter lavinprognoser.se.

Skier, Schneemobil, Eisangeln

Riksgränsen

Osterwetter in Riksgränsen.

Nicht ganz so mühsam wie mit Skiern geht die Tour mit dem Schneemobil – ebenfalls eine beliebte Aktivität für die Feiertage.   Zum Spaß bei einer Wintertour gehört das Queren von zugefrorenen Seen oder Flüssen, gerne auch mit Angeln. Das Eis ist an manchen Stellen noch fest und tragfähig, an anderen aber nicht mehr. „Skoterfahrer erwartet schlechtes Eis“ warnt Norrbottens Media vor den Feiertagen. Das Eis sei auch deshalb wenig haltbar, weil es geschneit habe, noch bevor die Seen richtig zugefroren waren, erklärt darin ein Bergretter aus Abisko.  Die Osterfeiertage liegen in diesem Jahr allerdings auch drei Wochen später als beispielsweise 2018.

Unfreiwillige Eisbäder

Dasselbe Problem haben natürlich die österlichen Eisangler ohne Schneemobil. Hunderte Kollegen holten zwar bisher friedlich ihre Fische aus dem Wasser, und in Övertorneå gab es sogar noch einen „Pimpel-Wettkampf“ ganz ohne Sicherheitsprobleme. Vor Oulu mussten dagegen drei Menschen gerettet werden, die dabei eingebrochen waren, meldet Yle. Auch zwei Skifahrer auf der Ostsee vor Oulu nahmen unfreiwillig ein Bad, konnten aber ebenfalls an Land gebracht werden.

Gartenarbeit kann allerdings auch gefährlich sein. Schöne Feiertage!

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