Rovaniemi: Ruf des Weihnachtsmannes reicht bis China

Rovaniemi. Schnee, Polarlicht und der Weihnachtsmann – das lockt immer mehr Touristen nach Rovaniemi. 631 000 waren es im vergangenen Jahr. Die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern sind inzwischen Chinesen. Darüber berichtete Yle.

Weihnachtsdorf Rovaniemi

Weihnachtsdorf in Rovaniemi

“ Die Chinesen haben angefangen, viel ins Ausland zu reisen, sie sind die Nummer eins der globalen Statistik. Sie sind bereit, viel Geld dafür auszugeben, um ihren Kindern die Welt zu zeigen“, sagt Tang Chao zu Yle. Dass Touristen aus China inzwischen auch in Rovaniemi die Nummer eins sind, ist auch sein Werk: Er kam vor 14 Jahren als Student dorthin. Es gefiel ihm in Lappland, und er gründete ein Unternehmen, das Besucher aus China nach Nordfinnland brachte.

Rovaniemi sorgt nach wie vor für Erstaunen bei seinen nordischen Nachbarn: Die Hauptstadt Finnisch Lapplands schafft es von allen am besten, sich mit Schnee, Weihnachten, dem Polarkreis,  Nordlicht und selbst dem 2500 Kilometer entfernten Nordpol im Paket zu vermarkten. Außerdem werden Outdoor-Aktivitäten wie Hundeschlitten- oder Schneeskooterfahren angeboten.  Im Jahr 2015 lag die Zahl der Gästeübernachtungen laut Visit Rovaniemi noch bei 470 230. Die Deutschen bildeten die größte Gruppe der ausländischen Besucher mit 24 112 Übernachtungen.  Das hat sich geändert: Nicht nur die Gesamtzahl hat zugenommen, 2017 waren darunter 30 000 Chinesen.

Jätkänkynttilä-Brücke,

Jätkänkynttilä-Brücke, Rovaniemi

Auch die Geschichte des Nova Skyland Hotels und seinen Hütten fing mit der Begeisterung für Lappland an: Tian Zhan war als Studentin nach Rovaniemi gekommen und hatte dort Besuch von Freunden aus der chinesischen Heimat bekommen. Denen gefiel es in Rovaniemi so gut, dass sie dort gerne investieren wollten. Heute ist Tian Zhang Vizechefin dieses Projektes in der Nähe des Weihnachtsdorfes, das dazu beiträgt, dass auch die zukünftigen Lappland-Freunde ein Dach über dem Kopf haben. Denn Betten sind angesichts des fortgesetzten Booms zeitweise knapp in Rovaniemi.

Die vielen Besucher aus Fernost haben auch zu einem Schulprojekt geführt, in dem Kinder der vierten und sechsten Klassen freiwillig  eine Stunde Chinesisch in der Woche haben und etwas über die Kultur lernen. Das Projekt läuft seit einem Jahr, die Fortsetzung ist erwünscht. Vielleicht könne sie für die Touristen dolmetschen, hofft eine Schülerin im Yle-Interview.

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