Hurtigruten hat Pläne für Bergen, Honningsvåg und Nordkap

Norwegen. Hurtigruten will sowohl in Bergen als auch in Honningsvåg und direkt am Nordkapp investieren – in Projekte, die Touristen noch mehr Einblick zu Themen wie Meer, Küste und Fisch geben sollen. Die Pläne wurden gestern vorgestellt.

Nordkap

Nordkap mit Globus. Foto Ørjan Bertelsen, Hurtigruten

„Wir wollen nicht nur Fjorde und Berge zeigen, wir wollen, dass die Besuchenden am Leben vor Ort teilhaben, die neueste Forschung zu Thema Meer studieren oder eine moderne Fischereianlage erleben können sowie qualitativ hochwertige Reiseerlebnisse, bei denen Umwelt und Nachhaltigkeit im Zentrum stehen“, erklärt Hurtigrutens Konzernchef Daniel Skjeldam in der Pressemitteilung. Dabei wollen sie mit lokalen Akteuren zusammenarbeiten. dadurch würden auch neue Arbeitsplätze geschaffen.

Konkret ist Folgendes geplant: In Bergen will Hurtigruten den neuen Ortsteil Dokken mitgestalten, unter anderem mit einer neuen Infrastruktur für seine Schiffe vom Landstrom bis zum elektrischen Personen- und Warentransport. Gemeinsam mit dem norwegischen Meeresforschungsinstitut (Havforskningsinstitutt) will Hurtigruten dort in einer Anlage Meeresforschung präsentieren – nicht nur, aber auch für seine Passagiere.

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In Honningsvåg will man mit der lokalen Fischereigesellschaft Cape Fish zusammenarbeiten. Unter anderem ist der Bau eines neuen Kais geplant, aber auch ein Infozentrum für Touristen, die Entwicklung des Hotels und des Angebots lokal produzierter Nahrungsmittel.

Eng damit verbunden ist der Plan Hurtigrutens für das Nordkap: Dort würde Hurtigruten gerne ein neues Gebäude errichten mit Infozentrum und Restaurant sowie wenigen, aber exklusiven Hotelzimmern. Außerdem sollen Ausflüge in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren angeboten werden.

Knackpunkt Nordkap

Die Pläne für das Nordkap (norwegisch Nordkapp)  dürften die sein, die am schwierigsten umzusetzen sind, denn an dem symbolträchtigen Felsplateau haben viele Interesse. Dort gibt es bereits ein Hotel (Scandic), Rica Eiendom hat das Gelände gepachtet, der Vertrag wurde gerade um das Jahr 2019 verlängert. Es gibt Diskussionen darüber, ob die Kommune und die Allgemeinheit bei der aktuellen Vertragssituation nicht zu kurz komme.  Skjeldam erklärt in der Pressemitteilung aber deutlich, dass die Investitionen in Honningsvåg nur dann stattfinden, wenn auch die Pläne am Nordkapp umgesetzt werden können.

Honningsvåg

MS Trollfjord in Honningsvåg. Foto Hurtigruten

Die Reederei bedient aktuell täglich 34 norwegische Küstenhäfen zwischen Bergen und Kirkenes. Ab 2021 wird die vom norwegischen Staat bezuschusste Route geteilt, dann wird Hurtigruten nur noch sieben von elf Abfahrten bedienen und der neue Mitbewerber Havila vier. Hurtigrouten hat angekündigt, trotzdem täglich zu fahren, für die nicht bezuschussten Touren gelten allerdings etwas andere Bedingungen und es wird auch nicht jeder Hafen angelaufen. Honningsvåg wird aber sicher dazugehören. 2018 brachte die Reederei 193 000 Gäste dorthin und  verkaufte 63 000 Ausflüge, die meisten davon zum Nordkap-Plateau.

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