Hurtigruten bestellt drittes Hybridschiff

Norwegen. Hurtigruten hat das  dritte Hybridschiff bei der Kleven Verft in Ulsteinvik bestellt. Das teilte die Reederei in einer Presseerklärung mit. Wie die ersten beiden ist es für Kreuzfahrten in den hohen Breiten ausgelegt und der Rumpf eisverstärkt.

Hybridschiff

So wie auf dieser Grafik soll auch Hurtigrutens drittes Hybridschiff aussehen. Quelle: Hurtigruten

Die ersten beiden, „Roald Amundsen“ und „Fridjof Nansen“ sollen im kommenden Jahr fertig werden, man kann bereits Reisen damit buchen. Sie sind nicht nur vergleichsweise sparsam und schadstoffarm, sie können sogar für kurze Zeit komplett elektrisch fahren. 530 Reisende haben Platz an Bord. Sie sind speziell ausgerüstet für arktische und antarktische Gewässer. Der Bau dieser beiden 140 Meter langen Schiffe ist die größte Einzelinvestition von Hurtigruten.

Das neue Schiff baut darauf auf und soll noch stärkere Batterien und neue Technologie an Bord haben. „Dieses bahnbrechende Schiff wird unsere Gäste zu einigen der spektakulärsten Orte des Planeten bringen – auf eine nachhaltigere Weise als jemals zuvor“, so Hurtigruten-Konzernchef Daniel Skjeldam. Es setze einen neuen Maßstab für die Kreuzfahrtindustrie. Das neue Schiff soll im zweiten Quartal 2021 fertig werden.

Die Hybridschiffe waren Neuland für die traditionsreiche Kleven Verft, und zwischenzeitlich gab es sowohl technische als auch Liquiditätsprobleme. Eine Tochterfirma von Hurtigruten hatte die Werft deshalb in Juni komplett übernommen und sicherte  so auch die Fertigstellung  von „Roald Amundsen“ und „Fridtjof Nansen“. Nun wird also nachgelegt.

Kreuzfahrten in Polargebiete nehmen zu

Hurtigruten ist zwar der größte, aber nicht der einzige Akteur, der mit neuen Schiffen in die polaren Gebiete strebt. Die anderen Neubauten seien allerdings deutlich kleiner, so der Barents Observer in einer Aufzählung von Projekten – 69 Doppelkabinen bei Lindblad, 184 Passagiere bei Ponant beispielsweise.  Die Polargebiete gehören zu den Zielen, die zunehmend gefragt sind, für die man aber auch einiges Geld mitbringen muss. Die Schiffsgröße dürfte sich nicht zuletzt auf den Preis auswirken.

Mehr zu Arktis-Reisen:

 

Dieser Beitrag wurde unter Arktis, Meer, Norwegen, Spitzbergen, Tourismus, Verkehr, Wirtschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.