Luxusreederei will zum Nordpol – mit Hybrid-Eisbrecher

Die einzige französische Kreuzfahrt-Reederei, Ponant, setzt auf den Nordpol. Und hat dafür ein neues Schiff in Auftrag gegeben: Ponant Icebreaker, der erste elektro-hybride Eisbrecher mit Flüssiggasantrieb in der Kreuzfahrtbranche. Dies erklärte Ponant in einer Pressemitteilung. Bisher fahren nur russische Eisbrecher mit Atomantrieb zum Nordpol.

Hybrid-Eisbrecher

Ponant Icebraker. Zeichnung Stirling Design International

Ponant setzt auf vergleichsweise kleine Schiffe mit Luxus-Standard und steuert bereits Ziele in Arktis und Antarktis an. Mit dem neuen Schiff soll auch der Weg zum geografischen Nordpol und ins Weddell- oder Ross-Meer (Antarktis) möglich sein. Es setzt auch bei der Antriebsart neue Maßstäbe: Das Schiff soll nicht nur mit Diesel, sondern auch umweltfreundlicher mit Flüssiggas fahren können – und kurzfristig auch mit Elektroantrieb.

Hurtigruten hat gerade den Bau von zwei neuen Schiffen verkündet, die ebenfalls phasenweise allein mit Hilfe von Batterien fahren können, allerdings ohne die Option auf Flüssiggas (siehe hier).

Die Ponant Icebreaker soll 150 Meter lang werden und 135 Kabinen für insgesamt 270 Passagiere bereithalten. Dazu kommen 180 Besatzungsmitglieder. Gebaut werden soll es von der norwegischen Vard Holding, die insgesamt neun Werften betreibt, fünf davon in Norwegen und zwei in Rumänien.  Die Fertigstellung ist für 2021 geplant. Für die Konstruktion arbeitet Vard mit den finnischen Aker Arctic und  Stirling Design International zusammen. Der Rumpf soll in Rumänien entstehen, die Fertigstellung ist in Vard Søviknes in Norwegen vorgesehen. Die französische Reederei investiert rund 272 Millionen Euro.

Vard baut bereits vier Kreuzfahrtschiffe für Ponant, die in den kommenden zwei Jahren fertig werden sollen.

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Ein Kommentar zu Luxusreederei will zum Nordpol – mit Hybrid-Eisbrecher

  1. CarstenS sagt:

    Wenn schon Kreuzfahrtschiffe den Nordpol ‚erobern‘ müssen, dann wenigstens sauberer als solche Rußschleudern mit Schweröl. Sonst gibt’s da auch bald kein Eis mehr zu bestaunen. Jedenfalls technisch der bessere Weg, hier auf Hybridmotoren zu setzen, auch wenn erst mal noch mit Erdgas.

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