Grönland: US-Konsulat in der Hauptstadt Nuuk eröffnet

Grönland. Das US-Konsulat in der grönländischen Hauptstadt Nuuk wurde gestern offiziell eröffnet. Es ist im gleichen Gebäude untergebracht wie das arktische Kommando, die dänische Küstenwache für die nördlichen Seegebiete und Küsten. Damit ist das Interesse des großen Nachbarn an der arktischen Insel auch formell manifestiert – selbst wenn sie nicht käuflich zu erwerben ist.

Nuuk

Grönlands Hauptstadt Nuuk. Archivfoto Summersdale/pixabay

Die USA hatten bereits zwischen 1940 und 1953 ein Konsulat in Grönland. Die US-Botschafterin in Dänemark, Carla Sands, schreibt deshalb von einer Wiedereröffnung, die die Chance biete die Verbindungen zu stärken – zum Wohle der Grönländer und der Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und dem dänischen Königreich insgesamt. US-Konsul in Nuuk ist nun der Diplomat Sung Choi, der schon seit dem vergangenen Jahr für die Vertretung der USA in Grönland zuständig ist.

In einem Video von Ende April sagt der US-Außenminister Mike Pompeo, die Wiedereröffnung des Konsulats werde Wohlstand und Sicherheit befördern und die Verbindung mit den arktischen Bündnispartnern stärken. Sie sei ein Zeichen dafür, wie sehr die USA sich der Arktis verpflichtet fühlten,  in Zeiten, in denen nicht-arktische Staaten versuchten, die Region zu ihren eigenen Gunsten auszubeuten. Davor habe er schon im vergangenen Jahr im Arktischen Rat gewarnt.

Das US-amerikanische Interesse an Grönland zeigt sich nicht nur im neuen Konsulat. Grönland wurde vor kurzem mit einem Maßnahmenpaket im Wert von 12 Millionen Dollar beschenkt.

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