Grönland stoppt Rückkehrer aus Dänemark bis 12. Januar

Grönland. Bisher konnte Grönland die Corona-Infektionen auf der Insel unter Kontrolle halten. Damit dies so bleibt, hat die Regierung einen Einreisestopp bis zum 12. Januar verhängt. Das trifft diejenigen, die über Weihnachten nach Dänemark geflogen waren. Darüber berichteten Sermitsiaq und KNR.

Air Greenland

Grönlands Flughafen Kangerlussuaq. Foto Thomas Christiansen

Die Einreisewelle vor Weihnachten brachte Grönland sieben Coronainfizierte, drei in Ilulissat, zwei in Nuuk und zwei in Aasiaat. In Aasiaat steckte sich dann auch eine nahestehende Person bei den Weihnachtsurlaubern an. Damit die Einreisenden vor dem gemeinsamen Fest mit der Familie in Grönland wenigstens die Quarantäne und den obligatorischen Test einhielten, hatte die Regierung bereits Flüge gestoppt, die zu nah an den Festtagen lagen.

Ab heute würde theoretisch der Rückreiseverkehr derer beginnen, die auf Grönland leben und arbeiten, aber über die Feiertage Familie in Dänemark besucht haben. Dänemark befindet sich noch bis zum 17. Januar im Lockdown, die 7-Tage Inzidenz liegt bei 162,3 pro 100 000 Einwohner. Grönlands Landesarzt und die Regierung befürchten, dass zu viele Rückkehrer aus Dänemark das Coronavirus mitbringen und weitere Personen anstecken könnten. Gäbe es einen größeren Ausbruch in Grönland, könne man sich nicht darauf verlassen, dass notfalls Patienten nach Dänemark ausgeflogen werden könnten, da das dortige System bereits voll ausgelastet sei. Grönlands eigenes Gesundheitssystem ist schon im Normalfall knapp besetzt. Befürchtet wird auch, dass ein Ausbruch das Impfprogramm stören könnte. Der Impfstoff ist inzwischen auf der Insel angekommen, und nächste Woche soll es losgehen.

Schnelle Rückkehr nach Grönland die Ausnahme

Bis zum 12. Januar sollen nur diejenigen zurückkommen, für die die Behörden dies wegen wichtiger Gründe genehmigen, und nicht mehr als 150 in der Woche. Alle anderen müssen sich bis nach dem 12. Januar gedulden. Premierminister Kim Kielsen betonte auf der Pressekonferenz, man habe von einer Ausreise abgeraten. Wer dennoch gereist sei, habe dies auf eigene Verantwortung getan.

Es wurde nicht bekannt gegeben, um wie viele es sich handelt. Es war einmal die Rede von 4000 Tickets Richtung Dänemark vor Weihnachten, doch möglicherweise sind nicht alle wirklich geflogen.

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