Batteriefirma Freyr: Erst Mo i Rana, dann Vaasa?

Vaasa (Finnland).  Der Plan der Stadt Vaasa scheint aufzugehen: Das norwegische Batteriebau-Unternehmen Freyr will auf dem Giga-Vaasa-Gelände eine Gigafactory für Batterien für Elektroautos bauen. Eine entsprechende Absichtserklärung ist gestern unterzeichnet worden. Freyr plant auch eine Fertigung in Mo i Rana, Norwegen. Diese soll 2022 in Betrieb gehen.

GigaVaasa

Visualisierung eines voll belegten Gewerbegebiets GigaVaasa. Foto Vaasa.fi

Seit 2017 entwickelt Vaasa das GigaVaasa-Industriegebiet. Erst vor kurzem hatte das britische Unternehmen Johnson Matthey die Absicht zum Bau einer Fertigung für Batteriematerial dort angekündigt. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Freyr plant mit dem Gelände gleich nebenan, auf 90 Hektar. In Finnland werden zudem wichtige Mineralien für die Batterieherstellung gewonnen. Sowohl bei Johnson Matthey als auch bei der Batteriefabrik in Vaasa ist die Finnish Minerals Group beteiligt. Vaasa ist laut der Pressemitteilung von Freyr ein attraktiver Standort innerhalb der EU, der nah an den Rohstoffen liegt, genügend erneuerbare Energien bereitstellen kann und bereits über ein hilfreiches Technologie-Cluster verfügt.

24M SemiSolid-Technologie

Freyr setzt auf die 24M SemiSolid-Technologie und hat mit dem britischen Zellspezialisten 24 M ein Lizenzabkommen geschlossen. Vor dem Fabrikbau in Vaasa kommt aber der in Mo i Rana in Norwegen. Nach langen Vorbereitungen soll es dort nun mit einer ersten Anlage bald losgehen. Die Absichtserklärung in Vaasa ist an den Erfolg in Mo i Rana und anderswo gekoppelt. Insgesamt will Freyr bis 2025 Batteriekapazitäten von insgesamt 43 Gigawattstunden im Jahr produzieren (in Norwegen), bis 2028 83 Gigawattstunden im Jahr ( dann inklusive Vaasa). 

Batterien für Elektroautos sind ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende-Pläne für die Autoindustrie. Vor der norwegischen und der finnischen Gigafactory wird voraussichtlich die von Northvolt im schwedischen Skellefteå in Betrieb gehen – ein erster Teil schon in diesem Jahr. Diese Orte liegen auch auf einem ähnlichen Breitengrad – deshalb wird bereits gelegentlich vom „nordischen Batteriegürtel“ gesprochen.

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