Wegen Corona: Probebohrungen in Kallak verschoben

Jokkmokk (Schweden). Es gibt immer noch keine Entscheidung der schwedischen Regierung zum Bergbauvorhaben in Kallak am Lilla Luleälv in der Kommune Jokkmokk. Antragsteller Beowulf wollte aber eigentlich diesen Herbst noch weitere Probebohrungen durchführen. Diese wurden nun aufgrund von Covid-19 verschoben.

Auf der Webseite der Firma wird dies zum einen mit dem jüngsten Ausbruch in der Region, zum anderen mit den weiterhin beschränkten Reisemöglichkeiten begründet. Laut Norr Media sollte unter anderem finnisches Personal tätig werden, das aufgrund der höheren Virusbelastung in Schweden den Grenzübergang meidet.

Rentier Lilla Luleälv

Rentier am Lilla Luleälv

Der Bergbauort Gällivare, wo es jüngst einen Virus-Ausbruch gab, liegt nur rund 100 Kilometer entfernt. Allerdings ist die Zahl der Infizierten dort in den vergangenen Wochen wieder gesunken. Das geplante Erzabbau-Vorhaben in Kallak ist wegen seiner Auswirkungen auf die Umwelt und der Vernichtung von Rentier-Weideland extrem umstritten. Gegner des Projekts hatten bereits Proteste gegen die Probebohrungen vorbereitet. Früherer Artikel zu Kallak: Wann fällt die Entscheidung zur Erzgrube in Kallak?

Dieser Beitrag wurde unter Bergbau, Gesellschaft, Sápmi, Schweden veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.