Omikron auch im Norden schon fast überall angekommen

Die neue Coronavirusvariante Omikron verbreitet sich schnell und hat auch die Nord-Länder schon fast alle erreicht. Besonders ungünstig traf es Norwegen, wo eine Weihnachtsfeier zum Superspreader-Event wurde. Ein Überblick. (Update 16 Uhr)

Coronavirus

Coronavirus Sars-CoV-2 . Quelle Omni Matryx/ Pixabay

Norwegen. Die Schlagzeilen von der Weihnachtsfeier in Oslo, die mit zahlreichen Infizierten inklusive Omikron endete, gingen um die Welt. Da die neue Variante nur durch eine komplette Sequenzierung zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dauert es allerdings, bis klar ist, wer nun wirklich Omikron hat und wer nur eine ganz gewöhnliche Delta-Infektion. Zunächst war die Rede von 60 Infizierten, mit einem Omikronfall. Inzwischen sind 13 Omikronfälle  bei der Weihnachtsfeier nachgewiesen. Dazu kommen zwei weitere in Øygarden und vier, die nach einer Reise auf dem Flughafen getestet wurden, also insgesamt 19. Bei weiteren Verdachtsfällen steht das Ergebnis der Sequenzierung noch aus.

In Norwegen gilt inzwischen wieder landesweit eine Empfehlung zur Maske, wo man keinen Abstand halten kann, und eine Testpflicht bei der Einreise für alle, unabhängig vom Impfstatus. Für eine Reise nach Spitzbergen ist wieder ein Test erforderlich.

Island. Zehn nachgewiesene Omikron-Fälle gibt es auf Island. Die Fälle stehen in Zusammenhang, aber der Ursprung der Infektionskette ist noch unklar. Island verlangt ohnehin von allen Tests bei der Einreise.

Schweden. Zurzeit verzeichnet Schweden sechs Omikron-Infizierte, die sich auf Reisen angesteckt haben, sowie eine Person, die sich bei einem dieser Infizierten angesteckt hat. Da inzwischen auch in Schweden die Infiziertenzahlen ansteigen, kann seit 1. Dezember bei großen Veranstaltungen ein Impfnachweis verlangt werden. Weitere Maßnahmen sind angekündigt. Im Übrigen soll sich jeder, der von außerhalb des Nordens nach Schweden einreist, testen lassen.

Finnland. Bei sieben Personen wurde Omikron nachgewiesen. Sie gehören zu einer Gruppe, die gerade aus Schweden zurückgekehrt ist, oder stehen in Verbindung damit. Ob die Infektion auf die bekannten schwedischen Fälle oder auf einen anderen Ursprung zurückgeht, wurde nicht veröffentlicht.

In Grönland und den Färöer wurde Omikron noch nicht nachgewiesen. Beide Länder stehen allerdings in engem Austausch mit Dänemark, wo es schon 18 Fälle gibt. Grönland hat auch ohne Omikron in mehreren Orten massive Ausbrüche. 

Früherer Artikel zum Thema – noch vor Omikron:

Corona hat sich jetzt auch auf Spitzbergen eingenistet

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