Musik für Schafe und Menschen

Island/Färöer. Welche Art Musik mögen Schafe? Hafdís Bjarnadóttir, Nicoletta Favari und Christopher Salvito haben es ausprobiert. Dort, wo es mehr Schafe als Menschen gibt. Nach einer Tour durch Island mit “Sauðatónar” testen sie den Sound nun an färöischen Schafen und Menschen.

Sheep+Music

Musik für Schafe und Menschen: Hafdís Bjarnadóttir (links) und das Duo Passepartout, Nicoletta Favari & Christopher Salvito. Foto Sheep Music

Die Idee für die “Schafsmusik”, so berichtet die isländische Komponistin Hafdís Bjarnadóttir, sei vor einigen Jahren auf den Färöer entstanden. Damals traten die Isländerin und das italienisch/amerikanische Experimentalmusik-Duo Passepartout dort umringt von Schafen auf. Hafdís Bjarnadóttir erforschte dann zunächst die akustischen Vorlieben isländischer Schafe, wie mbl.is berichtet. Die gemeinsame Tour vor Schafen und Menschen auf Island fand nun im Juli statt. Premiere war das Reykjavík Fringe Festival. Das beabsichtigte vierbeinige Publikum war dann an eher untypischen Orten für Konzerte zu finden. Es sollten auch nicht reine Konzerte sein: In der Tradition der isländischen “kvöldvaka”, dem Abend, an dem man sich sowohl beschäftigen als auch unterhalten will, waren die Gäste aufgefordert, Strickzeug mitzubringen. Die Tour wird nun fortgesetzt auf den Färöer,wo der färöische Komponist und Bassist Arnold Ludvig zu dem Trio stieß. Unter anderem treten sie im Rahmen des Summartónar Festival in Signabøgarður auf.

Und welche Musik mögen nun Schafe? Laut Interview in Frettablaðið mögen sie weiche, sanfte Töne – und alles, was irgendwie nach Fütterung klingt. Ein Video zeigt, wie die Schafe Instrumente offenbar zumindest auf die Essbarkeit prüfen – zuhören allein reichte ihnen einfach nicht. 

Früherer Artikel:Íslensk lopapeysa: Der echte Islandpulli muss handgestrickt sein

Video zur Schafsmusik:

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