Kristersson wird nicht schwedischer Ministerpräsident

Schweden Wahl

Wohin steuert Schweden nach der Wahl am 9. September?

Schweden. Schweden bekommt keine Rechts-Regierung – soviel ist zumindest klar nach der Abstimmung im Parlament am heutigen Mittwoch. Mit dem Linksblock stimmten auch die beiden kleinen liberalen Parteien gegen den Konservativen Ulf Kristersson als neuen Ministerpräsidenten, weil sie sich nicht von den nationalistischen Schwedendemokraten abhängig machen wollten. Auch zwei Monate nach der Wahl ist deshalb völlig ungewiss, wer künftig Schweden regieren wird.

Talman Anders Norén hatte selbst Kristersson dem Parlament als neuen Ministerpräsidenten vorgeschlagen, nachdem die vorherigen Gespräche keine Ergebnisse gebracht hatten. Kristersson hatte eine Minderheitsregierung von Moderaterna und Kristdemokraterna vorgestellt und auch die anderen beiden Allianzparteien dazu eingeladen.  Doch Centerpartiet und Liberalerna blieben bei ihrem „Nein“ zu einer Regierungkonstellation, die auf die Schwedendemokraten angewiesen wäre. Hätten sie sich nur enthalten, wäre Kristersson sogar durchgekommen – eine Spezialität des schwedischen Systems. Anders Norén darf nun noch drei Mal Kandidaten zur Wahl stellen – scheitern sie, gibt es Neuwahlen. Mehr zur Situation unter Regierungen: Bewegung in Norwegen, Stillstand in Schweden

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