Kleinflugzeug aus Þingvallavatn geborgen – Absturzursache weiter unklar

Island. Am 3. Februar stürzte ein Sportflugzeug auf Island aus noch ungeklärten Gründen in den See Þingvallavatn. Die drei Passagiere und der Pilot kamen dabei ums Leben. Nun konnte das Flugzeug aus dem See geborgen werden. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss zur Absturzursache. Darüber berichteten RÚV und mbl.is.

þingvallavatn

Für die Bergung des Flugzeugs war ein Teil des Sees þingvallavatn gesperrt worden. Quelle Lögreglan á Suðurlandi

Die Passagiere der Cessna 172N waren in ihrer Szene durchaus prominent: US-Skateboarder und Youtuber Josh Neumann, 22, der belgische Reiseblogger  Nicola Bellavia, 32, und der Belgier Tim Alings, 27, Sponsoring Manager eines Modeunternehmens. Der isländische Pilot Haraldur Diego, 49, galt als sehr erfahren. Sie waren auf einem Rundflug gewesen. Der Kontakt war plötzlich abgebrochen. Als das Flugzeug nicht wie erwartet nach Reykjavík zurückkehrte, war eine große Suchaktion angelaufen. Es gab keinen Notruf und keine Zeugen des Absturzes, aber letztlich konnte das Flugzeug in der Ölfusvatnsvík im südlichen Teil des Þingvallavatn auf etwa 50 Metern Tiefe lokalisiert werden.

Extrem schlechtes Wetter behinderte immer wieder die Bergungsarbeiten. Nach einer Woche konnten die vier Leichen geborgen werden. Sie hatten alle das Flugzeug verlassen, aber nicht geschafft, sich zu retten. Erst jetzt gelang es, das Flugzeug aus dem Wasser zu heben. Dabei waren die Einsatzkräfte sehr vorsichtig, um keine Hinweise auf die mögliche Unfallursache zu zerstören. Untersuchungsleiter Ragnar Guðmundsson sagte zu RÚV, es sei bemerkenswert, wie gut erhalten das Flugzeug sei – trotz Absturz und fast drei Monaten im See. Damit stehen die Chancen gut, dass sich die Absturzursache ermitteln lässt.

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