Färöer: Landspitze Trælanípan wird gebührenpflichtig

Färöer. Wer den dramatischen Ausblick von der 142 Meter hohen Landspitze Trælanípan auf den Färöer genießen möchte, muss künftig 450 Dänische Kronen, umgerechnet rund 60 Euro, dafür bezahlen. Das beschlossen nun die Grundbesitzer. Darüber berichtete Kringvarp Føroyar.

Trælanípan

Trælanípan. Foto Alex Berger /Flickr, CC BY-NC 2.0

Zur Landspitze Trælanípan kommt man nur zu Fuß nach einer etwa drei Kilometer langen Wanderung entlang des Sees Leitisvatn, auch Sørvágsvatn genannt. Am Ende erwartet einen ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick: Der See scheint direkt über dem Ozean zu liegen. Der Blick die steilen Felsen hinab ist ebenfalls spektakulär. In der Nähe ergießt sich der Wasserfall Bøsdalafossur ins Meer, etwa 30 Meter tief.

Eine Wanderung nach Trælanípan, dem „Sklavenfelsen“, ist für viele ein Muss – vor allem für jene, die nachher Fotos posten wollen. Im vergangenen Jahr waren es etwa 30 000, schätzt die lokale Verwaltung des Gebietes (Hagastyrið) Nípan. Das habe Schäden hinterlassen. Viele hätten sich auch nicht an die Wege gehalten. Vögel und Schafe würden gestört.

Deshalb gelten nun neue Regeln für Touristen und größere Gruppen – mit einer Gebühr von 450 Dänischen Kronen. Kinder von sieben bis 14 Jahren zahlen 150 DKK, jüngere laufen gratis mit. Dafür bekommt man aber auch einen Guide und eine Broschüre. Geführte Touren gibt es vom Parkplatz aus drei Mal täglich, sie können auch vorab gebucht werden. Andere Anbieter haben auch längere Ausflüge ab Tórshavn im Programm.

Auch für Drangarnir und Mykines gibt es Restriktionen

Trælanípan ist nicht das einzige Ziel, das inzwischen Geld kostet: Die Wanderung zu den Drangarnir – Felsen beispielsweise darf ebenfalls nur mit einem Guide durchgeführt werden und kostet 550 DKK. Auf der Insel Mykines kostet der Eintritt für den Wag  zur Landspitze, auf dem  man hoffentlich Papageientaucher sieht, für eine Person 100 DKK. Es wird aber empfohlen, an einer geführten Tour teilzunehmen. Auf manchen Wanderwegen über Privatgrund erheben die Eigentümer ebenfalls Gebühren.

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