Die nächste Sonnenfinsternis sieht man nur im hohen Norden

Um die partielle Sonnenfinsternis am 11. August zu sehen, ist Europa kein guter Standort. Nur im hohen Norden hat man die Chance, zumindest einen Teil davon zu erleben – je nördlicher, desto besser.

Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis 2015 durch Wolken.

So verdunkelt der Mond in Reykjavik etwa zehn Prozent der Sonnenscheibe (8.10 bis 9.19 Ortszeit Island), in Nuuk 20 Prozent (6.04 bis 7.19 Uhr Ortszeit Grönland), in  Tromsø 18 Prozent (10.30 bis 11.59) und in Longyearbyen auf Spitzbergen 35 Prozent (10.28 Uhr bis 12.07 Uhr). Weil der Kernschatten des Mondes diesmal gar nicht die Erde erreicht, gibt nirgends eine komplette Sonnenfinsternis zu sehen wie beispielsweise 2015. Wer am Samstag in Ostsibirien ist, erlebt aber immerhin eine Sonne, die zu zwei Dritteln vom Mond verdeckt ist. Dort wird das Ereignis allerdings kurz nach der maximalen Verdunklung vom Sonnenuntergang beendet – der Rest ist nicht mehr sichtbar.  Auf die gesamte Erdkugel bezogen beginnt der erste Teilschatten um 10.02 Mitteleuropäische Sommerzeit, erreicht die maximale Verdunklung um 11.46 Uhr und ist 13.30 Uhr beendet.

Während man 2015 nur vor die Tür gehen und Glück mit dem Wetter haben musste, muss man diesmal schon mindestens jenseits der nördlichen Hauptstädte reisen, um auch nur die winzigste Verdunklung am Rand zu sehen: In Stockholm sind es 1 Prozent, in Oslo 1,2 Prozent und in Helsinki 2,7 Prozent der Sonnenscheibe. In Tórshavn auf den Färöer sind es immerhin schon 4,5 Prozent. Und während die jüngste Mondfinsternis in einer Phase stabilen Wetters stattfand und viele Beobachter glücklich machte, ist dies am Samstag nicht so sicher. Eine Sonnenfinsternis hinter leichten Wolken hat jedoch den Vorteil, dass man sie auch mit bloßem Auge sehen und fotografieren kann – bekanntermaßen ist ein Blick direkt in die Sonne ansonsten ohne spezielle Brille nicht ratsam.

Detaillierte Zeiten für einzelne Orte sowie Karten findet man bei timeanddate.

Frühere astronomische Ereignisse:

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