Wiedereröffnung der alten Goldmine rückt näher

Grönland. Nicht wenige vermuteten Bodenschätze hinter Donald Trumps Versuch, Grönland zu kaufen. Erfüllen sich die Hoffnungen, die AEX Gold in ihre Projekte in Südgrönland setzt, gibt es dort tatsächlich einiges zu holen. Die Wiedereröffnung der alten Goldmine in Nalunaq rückt näher. Das meldete Sermitsiaq.

Nalunaq

Der Weg zum Gold: Probebohrpunkte in Nalunaq. Quelle: AEX Gold

In Nalunaq gab es schon einmal bis 2013 eine Goldgrube. Schon vergangenes Jahr meldete das Unternehmen AEX Gold Interesse daran an, die Produktion dort wieder aufzunehmen. Dazu laufen bereits konkrete Untersuchungen und Vorbereitungen vor Ort. AEX ist ein in Kanada notiertes kleines Unternehmen, dessen isländischer Geschäftsführer Eldur Olafsson gleichzeitig einer der größeren Anteilseigner ist. Zuletzt wurde mit Blick auf die bevorstehende Inbetriebnahme das Führungsteam vergrößert. Für Nalunaq gibt es bereits eine grönländische Tochtergesellschaft.  Neben dem alten Standort in Nalunaq hat das Unternehmen auch die Erlaubnis, im benachbarten Gebiet Vagar zu untersuchen. Dort soll es noch mehr Gold geben als erwartet. Beides gehört zum „Nanortalik gold belt“.

Produktion mit Ökostrom?

Eldur Olafsson kündigte vor kurzem an, in Nalunaq besonders „sauberes“ Gold abbauen zu wollen – sauber im Sinne von klimafreundlich. Dies ließe sich auch besser verkaufen. Deshalb wird nun geprüft, ob Wind- oder Wasserkraft den Strombedarf erfüllen könnten, die AEX allerdings nicht selbst betreiben will.  Mit Blick auf die Inbetriebnahme wird auch mehr Geld gebraucht: Greenland Venture und der dänische Vækstfonden sind mit umgerechnet zwei Millionen Euro in das Projekt Nalunaq eingestiegen, meldete Sermitsiaq. Die letzten Untersuchungen für eine Betriebsgenehmigung sollten demnächst abgeschlossen sein. Schon im kommenden Jahr möchte man beginnen, 2021 soll die Goldmine voll produzieren.

Für die vorbereitenden Arbeiten sind bereits etwa 20 Personen vor Ort, die Hälfte davon Grönländer. Etwa 100 Arbeitsplätze solle es in Nalunaq werden, von denen so viele wie möglich mit Grönländern besetzt werden sollen. Kommt Vagar dazu, könnten es noch mehr werden.

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