Wahlergebnis: Regierungswechsel auf den Färöer

Färöer. Die Umfragen sahen eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse voraus, und so ist es auch gekommen. Die beiden großen Regierungsparteien verloren Mandate. Stärkste Partei wurde die konservative Fólkaflokkurin mit 24,2 Prozent und 8 von 33 Sitzen.

Gasse in Tórshavn. Foto Jan Steffen

Die Regierung der nun abgelaufenen Sitzungsperiode hatte nur einen Sitz Mehrheit. Da haben auch kleine Änderungen große Wirkung. Als Koalitionspartner für Fólkaflokkurin böte sich Sambandsflokkurin an (7 Sitze), die für den Verbleib in der Rigsfællesskab ist, sowie Miðflokkurin (2 Sitze), auf den Färöer eine traditionelle christliche Partei. Auch diese Koalition hätte nur eine Stimme Mehrheit.

Mit dieser Koalition würde das Lager derer, denen die komplette Unabhängigkeit nicht so wichtig ist, gestärkt. Ökonomisch läuft es gut auf den Färöer, war nicht zuletzt dazu führte, dass weniger auswandern und Wohnungen knapp werden. Daneben waren die Tourismus- und die Fischereipolitik Fragen im Wahlkampf. Die ehemaligen Regierungspartei Javnaðarflokkurin schrumpfte von 8 auf 7 Sitze, Koalitionspartner Tjóðveldi von 7 auf 6. Die mitregierende Framsókn blieb gleich  mit 2 Stimmen. Sjálvstyri schrumpfte von 2 auf einen Sitz. An persönlichen Stimmen toppte Noch-Regierungschef Aksel Johannesen  (Javnaðarflokkurin) aber alle anderen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau vermutete Johannesen Unzufriedenheit mit der Fischereireform als Ursache für die Abwahl der Regierung.

Eine neue liberale Unabhängigkeitspartei ist offenbar nicht gefragt: Føroyaflokkurin brachte es nur auf 166 Stimmen (0,5 Prozent). 309 Stimmen (0,9 Prozent) gab es für die Partei, die für die Zulassung von medizinischem Cannabis kämpft. Für einen Sitz reichte das  auch nicht.

Alle Zahlen nach kvf.fo. 

Letzter Stand 1.9./18.25

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