Russische Manöver auch im Norden

Russland/Norwegen. Auf der langen Liste der Orte, an denen gerade russische Militärübungen stattfinden, steht auch die Barentssee. Das Gefahrengebiet erstreckt sich bis in die ökonomische Zone Norwegens, was bei norwegischen Fischern für Ärger sorgt. Für heute ist auf russischem Gebiet außerdem ein Manöver der „nuklearen Triade“ angekündigt, wo auch die Nordflotte eine Rolle spielen soll.

Pjotr Welikij

Der atomgetriebene russische Kreuzer Pjotr Welikij in der Barentssee. Foto mil.ru

Das Gefahrengebiet für die bisherigen Übungen den Nordflotte erstreckte sich nördlich von Norwegen fast bis zur Bäreninsel und galt vom 16. Februar bis heute jeweils vormittags. Laut Barents Observer ist es das größte dieser Art bisher. Inzwischen gab es eine neue Gefahrenmeldung für den 20. bis 22. Februar jeweils vormittags in einem ähnlichen Gebiet. Norwegische Fischer äußerten sich gegenüber NRK kritisch darüber, dass so eine große Fläche ihres Gebietes dafür genutzt werde.

Laut dem russischen Verteidigungsministerium waren 20 Schiffe an dieser Übung beteiligt. Es seien keine echten Torpedos abgefeuert worden.

Die nukleare Triade

Das Manöver mit den strategische Waffen der „nuklearen Triade“ war vorab vage angekündigt, der Termin wurde gestern veröffentlicht. Darüber berichteten unter anderem  Ria Nowosti und die Nachrichtenagentur  Tass. Derartige Übungen gab es früher auch schon, unter der Bezeichnung „Grom“, zuletzt 2019. Triade bezieht sich darauf, dass Atomwaffen potenziell von U-Booten, Flugzeugen und als Raketen gestartet werden könnten. Unter anderem soll voraussichtlich ein U-Boot der Nordflotte in der Barentssee eine ballistische Rakete in Richtung des Übungsplatzes Kura in Kamtschatka schießen.   Das Manöver soll von Präsident Putin persönlich überwacht werden.

Update 13.15 Uhr: Das Manöver wurde gestartet. Beteiligt sind laut Veröffentlichung des Kreml Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Kräfte des Südlichen Militärbezirks, der strategischen Raketentruppen sowie der Nord- und der Schwarzmeerflotte.

In wenigen Wochen ist dann die NATO wieder hoch im Norden: Cold Response 2022 in Norwegen mit zwei Flugzeugträgern

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