Norwegian und Widerøe kündigen Zusammenarbeit an

Norwegen. Fliegen nach Nordnorwegen könnte demnächst einfacher werden: Die Fluggesellschaften Norwegian und Widerøe haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen. Flug und Anschlussflug der beiden Gesellschaften können künftig gemeinsam gebucht werden. Eine solche Absprache hat Widerøe bereits mit SAS.

Norwegian

Norwegian und Widerøe wollen zusammenarbeiten.
Foto Norwegian

„Das heißt, dass die Reisenden mehr Wahlmöglichkeiten, größere Flexibilität, kürzere Reisezeit und nicht zuletzt Zugang zu günstigeren Preisen bekommen“, so Thomas Ramdahl von Norwegian in einer Pressemitteilung.  Nun könnten die Kunden beispielsweise mit Norwegian nach Trondheim fliegen und weiter zu den Regionalflughäfen im Kurzbahnnetz, ohne doppelte Gebühr bezahlen zu müssen.

Insbesondere in Nordnorwegen sind Flugzeuge ein wichtiges Verkehrsmittel, weil das Eisenbahnnetz nur bis Bodø geht. Narvik ist per Bahn nur über Schweden erreichbar. In Bodø, Narvik/Harstad (Evenes), Tromsø, Alta, Lakselv oder Kirkenes ist die Startbahn mit mehr als 2000 Metern lang genug für größere Maschinen. Andere Orte wie Hammerfest, Vadsø oder die Lofoten und Vesterålen verfügen nur über eine Bahn zwischen 800 und 1100 Metern. In diesem sogenannten Kurzbahnnetz werden Turbopropmaschinen eingesetzt. Nach dem Ende der Gesellschaft Fly Viking, die für kurze Zeit für Konkurrenz auf dem Markt sorgte,  werden diese wieder nur noch von Widerøe bedient.

Widerøe

Turbopropmaschine von Widerøe. Foto Widerøe

Widerøe war einmal eine Tochtergesellschaft von SAS, ist aber inzwischen komplett an die WF Holding verkauft. Sitz der Fluggesellschaft ist Bodø. Mit SAS arbeitet Widerøe bereits nahtlos zusammen, kombinierte Buchungen sind möglich. „Wir setzen die gute Zusammenarbeit mit SAS fort, richten neue Direktverbindung ein und sind eine Zusammenarbeit mit Norwegian auf dem Kurzbahnnetz eingegangen“, erklärte Christian Skaug in einer Pressemitteilung. Das Gepäck müsse nur noch einmal bis zum Ziel in Norwegen aufgegeben werden. Die Zusammenarbeit umfasst allerdings nur bestimmte und nicht alle möglichen Verbindungen.

Widerøe setzt aber künftig auch selbst auf größere Strecken: Neben den Turboprops (verschiedene Bombardier Dash-8-Modelle) setzt die Gesellschaft ab Frühjahr 2018 auch eine Embraer E190-E2, einen Jet mit 114 Sitzen, ein. Im Sommer werden damit auch internationale Verbindungen angeboten wie Bergen-München und Bergen-Hamburg.

 

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