Norwegen: Größerer Erdrutsch in Gjerdrum, Romerike

Ask i Gjerdrum (Norwegen). Bei einem Erdrutsch am frühen Mittwochmorgen in Ask in Gjerdrum, nordöstlich von Oslo, sind zehn Menschen verletzt und 10 werden noch vermisst. 31 Wohneinheiten in neun Gebäuden sind zerstört. 1000 Personen wurden inzwischen evakuiert, insgesamt sollen 1500 Personen aus der Gefahrenzone gebracht werden. Das meldet NRK. (Update 31.12., 10 Uhr)

Gjerdrum

Der Erdrutsch und die Evakuierungszone. Karte: Politiet Norge

Nach den vermissten Personen wird mit Hubschraubern und Wärmebildkameras gesucht. Bisher war es zu gefährlich, die Zone zu betreten, da die Erdmassen noch in Bewegung waren. Die genaue Ursache des 700 mal 300 Meter breiten Erdrutsches ist noch unbekannt. Bekannt ist aber, dass es in der Landschaft Romerike viele Quickton-Böden gibt, ehemaliger Meeresboden, und es gab deshalb auch schon häufiger Erdrutsche. Laut NRK hat Norwegens Geotechnisches Institut Quickton-Experten in das Gebiet entsandt. Quickton war auch die Ursache beim großen Erdrutsch in Alta im Sommer. In der Region um Gjerdrum hatte es zuletzt Regenrekorde gegeben und noch nicht viel Frost. NVE stuft den Erdrutsch als einen der größten in moderner Zeit ein. (Weitere Quellen: Polizei, VG)

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