Nordische Filmtage 2020: Filme im Kino und im Internet

Lübeck. Die Nordischen Filmtage 2020 in Lübeck werden stattfinden – als an die Coronazeit angepasste Hybridausgabe. Vom 4. bis zum 8. November wird es Vorführungen in den bekannten Lübecker Kinos geben. Ausgewählte Angebote sollen aber auch online gezeigt werden. Damit können erstmals auch jene Filme sehen, die es nicht nach Lübeck schaffen. Die ersten Festivalbeiträge wurden schon bekannt gegeben.

Nordische Filmtage

Das Zentrum der Nordischen Filmtage in Lübeck: Das Cinestar-Kino Stadthalle

Zur Eröffnung gibt es ein sehr besonderes Stück Geschichte: „Unser Mann in Amerika“(Vores mand i Amerika ) von Christina Rosendahl zeichnet den Weg des dänischen Botschafters Henrik Kauffmann in den USA zur Zeit der deutschen Besatzung nach. Der Diplomat wollte sich den neuen Machthabern in seinem Heimatland nicht unterwerfen. Er erklärte sich  und die Botschaft zur Vertretung des freien Dänemarks und plante aus der Ferne den Weg aus der Besatzung. Die Hauptrolle spielt Ulrich Thomsen. Der Film wird zum ersten Mal in Deutschland gezeigt – einen Tag nach den Wahlen in den USA.

Echte Fischer, fiktive Politiker

Das Retrospektive-Programm steht auch schon fest: Das Motto ist „Fisherman’s Films“. Dabei wird unter anderem „Djúpið“ („Die Tiefe“) von Baltasar Kormákur gezeigt. Der isländische Regisseur zeigt dort den Überlebenskampf eines gekenterten Fischers im kalten Wasser – auch dies nach einer wahren Geschichte, die sich 1984 zutrug. Hauptdarsteller ist Ólafur Darri Ólafsson.

Die Handlung der isländisch-schwedischen Serie „Dünnes Eis“ ist zwar fiktiv, der Hintergrund aber äußerst real, wie nicht zuletzt die Fotos von der Polarstern zeigten. Die schwedische Außenministerin (Lena Endre) möchte ihre Kollegen vom Arktischen Rat in Tasiilaq, Grönland, von einem Ölbohrverbot in der Arktis überzeugen. Doch dann wird ein Terroranschlag auf ein schwedisches Forschungsschiff dort verübt und ihr Berater verschwindet…Gedreht wurde in Tasiilaq und in Stykkishólmur, Island. Weitere Beiträge im Bereich Serien sind unter anderem „Irgendwie norwegisch“ (Alltag von Einwandererfamilien in Norwegen) und „Der Minister“ (Wie verbirgt man, dass der isländische Premier eine bipolare Störung hat?).

Komplettes Programm ab 22. Oktober

Das komplette Programm wird ab 22. Oktober online auf der Internetseite der Nordischen Filmtage zu sehen sein. Karten gibt es ab dem 1. November. Aufgrund der Corona- Vorschriften werden es weniger sein als sonst.  Bis dahin dürfte aber bekannt gegeben werden, wie genau sich diejenigen einloggen können, die die lieber zuhause bleiben oder keine Karten mehr bekommen haben.

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